Scilla siberica
Blaustern
Volksnamen: Sibirischer Blaustern, Sternhyazinthe
Foto: Dominicus Johannes Bergsma · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Der Sibirische Blaustern öffnet im März und April nickende, intensiv enzianblaue Sternblüten und verwildert mühelos zu blauen Teppichen unter Bäumen und im Rasen. Die anspruchslose Zwiebelblume ist eine wichtige frühe Pollenquelle und gilt als ausgesprochen winterhart.
Pflegehinweise
Stecke die kleinen Zwiebeln im September und Oktober rund 5 bis 8 cm tief in durchlässigen Boden in Sonne oder lichtem Schatten. Sie braucht praktisch keine Pflege und kommt mit Trockenheit im Sommer gut zurecht. Lass das Laub einziehen und mähe Rasenflächen mit Blausternen erst, wenn die Blätter vergilbt sind, damit sich der Bestand verdichtet.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, sandig, durchlässig, feucht
Pflanze ihn in lockeren, humosen Gartenboden, der frisch-feucht, aber gut durchlässig ist — Staunässe lässt die Zwiebeln faulen. Er ist anspruchslos, mag auch kalkhaltige Böden und profitiert unter Laubgehölzen von der natürlichen Laubhumus-Schicht.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär
Auf normalem Gartenboden ist keine Düngung nötig — der Blaustern kommt mit dem natürlichen Nährstoffangebot aus. Nur auf erkennbar armen, sandigen Böden arbeitest du im frühen Frühjahr beim Laubaustrieb (meist März) eine dünne Schicht reifen Kompost flach ein.
Überwinterung
Die Zwiebeln bleiben das ganze Jahr im Boden — du musst nichts ausgraben und nichts abdecken, denn Blaustern übersteht den DACH-Winter problemlos; achte nur auf durchlässigen Boden, weil Winternässe den Zwiebeln mehr schadet als Kälte. Lass das vergilbende Laub nach der Blüte stehen, bis es komplett eingezogen ist, damit die Zwiebel Kraft fürs nächste Jahr speichern kann.
Vermehrung
Methoden
- Kindel
- Aussaat
Blaustern vermehrst du am einfachsten über Brutzwiebeln (Tochterzwiebeln): Markiere die Stelle zur Blütezeit im März mit einem Stöckchen, warte bis das Laub im Juni vollständig eingezogen ist, und grabe dann die Zwiebeln vorsichtig aus. Trenne die kleinen Brutzwiebeln von der Mutterzwiebel und lagere sie trocken und kühl bis August–Oktober. Pflanze sie dann sofort wieder ein – etwa 8–10 cm tief (zwei- bis dreifache Zwiebelhöhe) in gut durchlässigen, humosen Boden. Staunässe unbedingt vermeiden, da die Zwiebeln sonst faulen.
Über Selbstaussaat breitet sich der Blaustern im Garten ganz von allein aus – die reifen Samen fallen im Sommer ab und werden oft von Ameisen verschleppt; sie keimen meist im nächsten Frühjahr. Möchtest du gezielt aussäen, ernte die Samenkapseln kurz vor dem Aufplatzen und sä die Samen frisch (unbehandelt) im Sommer oder Herbst direkt ins Freiland oder in Töpfe im Kalthaus. Bedecke sie nur dünn mit Erde, halte die Aussaat gleichmäßig feucht (nicht austrocknen lassen) und rechne mit 2–3 Jahren bis zur ersten Blüte. Sorten wie ‚Spring Beauty' lassen sich nur über Brutzwiebeln sortenecht weitergeben, nicht über Samen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtSpargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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