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Crocus vernus

Krokus

Volksnamen: Frühlings-Krokus, Garten-Krokus

Krokus

Beschreibung

Der Krokus ist einer der ersten Frühlingsboten und öffnet seine kelchförmigen Blüten in Violett, Weiß und Gelb oft schon im Februar, sobald der Schnee schmilzt. Die kleinen Knollen verwildern gut im Rasen und unter Gehölzen. Die ersten geöffneten Blüten liefern Bienen wertvollen frühen Pollen.

Pflegehinweise

Stecke die Knollen im September und Oktober etwa 8 bis 10 cm tief in durchlässigen Boden an einen sonnigen Platz. Verwilderst du sie im Rasen, mähe erst, wenn das Krokuslaub vollständig vergilbt und eingezogen ist. An Staunässe gehen die Knollen ein, wähle deshalb gut drainierte Stellen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, humos, durchlässig, kalkliebend

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Pflanz Krokusse in lockeren, humosen und vor allem gut durchlässigen Boden — Staunässe ist der Hauptkiller, sonst faulen die Knollen. Sandige bis mäßig schwere Böden sind ideal; schweren Lehm lockerst du mit Sand auf. Krokusse vertragen ein breites pH-Spektrum von leicht sauer bis leicht basisch (etwa 6,0–7,5) und sind dabei genügsam.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Arbeite beim Pflanzen im Herbst etwas reifen Kompost in die Pflanzstelle ein. Im frühen Frühjahr (März bis April), wenn die ersten Spitzen kommen, kannst du eine dünne Lage Kompost auflegen oder etwas Hornspäne flach einharken — mehr braucht die kurze Vegetationszeit nicht. Stickstoffbetontes Düngen vermeidest du, weil es Blattmasse auf Kosten der Blüten treibt. In Wiesen oder unter Gehölzen verwilderte Bestände kommen meist ganz ohne Düngung aus.

Überwinterung

Krokusse sind echte Frühlingszwiebeln und überwintern problemlos im Boden — kein Ausgraben, kein Winterschutz nötig. Pflanze die Knollen im Herbst handtief in durchlässigen Boden ohne Staunässe, lass das Laub nach der Blüte einziehen und schütze die Knollen bei Bedarf mit einem Pflanzkorb vor Wühlmäusen.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Aussaat

Krokus (Crocus vernus) vermehrst du am zuverlässigsten über Brutknollen (Tochterknollen). Wenn das Laub nach der Blüte im Frühling vollständig vergilbt und eingezogen ist (meist Juni–Juli), hebst du die Knollenbüschel mit einer Grabegabel vorsichtig aus dem Boden. Die kleinen Tochterknollen lassen sich leicht von der Mutterknolle lösen – beschädigte oder sehr kleine Stücke aussortieren. Lagere die Knollen trocken und kühl, bis du sie im September oder Oktober wieder einpflanzt – etwa 5–10 cm tief und mit rund 5–8 cm Abstand, Spitze nach oben. Aus Brutknollen blühen die Pflanzen meist schon nach ein bis zwei Jahren. So beugst du gleichzeitig dem Verdrängungsproblem bei alten, dicht gewordenen Beständen vor und hältst die Blühkraft hoch.

Aussaat ist möglich, aber deutlich langsamer: Die Samen reifen nach der Blüte in Kapseln und können im Herbst frisch geerntet direkt ins Freiland ausgesät werden – der Frost übernimmt die nötige Kältestratifikation natürlich. Alternativ säst du im Herbst in Töpfe und stellst diese an einen frostgeschützten, kühlen Ort, damit die Samen die Kälteperiode bekommen. Die Keimlinge sehen im ersten Jahr wie zarter Schnittlauch aus und brauchen 3–4 Jahre bis zur ersten Blüte. Für sortenreine Gartenformen (Züchtungen) eignet sich die Aussaat nicht, da die Nachkommen abweichen – hier bleibst du besser bei den Brutknollen. Für Wildformen und zur Naturalisierung ist die Aussaat dagegen gut geeignet.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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