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Eranthis hyemalis

Winterling

Volksnamen: Winter-Goldknöpfchen

Winterling

Beschreibung

Der Winterling öffnet oft schon im Februar, manchmal direkt durch eine dünne Schneedecke, seine leuchtend gelben Schalenblüten mit dem grünen Halskrausen-Kragen. Er ist einer der allerersten Frühblüher und liefert Hummeln und Bienen die erste Nahrung des Jahres. Vorsicht: alle Pflanzenteile sind giftig.

Pflegehinweise

Stecke die Knollen im September und Oktober flach in humosen, nicht zu trockenen Boden unter Laubgehölzen, wo sie im zeitigen Frühjahr volles Licht bekommen, wässere die oft eingetrockneten Knollen vor dem Setzen eine Nacht. Stör die Pflanzen danach nicht mehr, sie samen sich aus und bilden über die Jahre dichte gelbe Teppiche.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, kalkliebend

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 2 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Gib dem Winterling lockeren, humosen und durchlässigen Boden — Staunässe verträgt er nicht. Kalkhaltiger Untergrund fördert die Blüte, ist aber keine Bedingung; am wohlsten fühlt er sich im lichten Schatten unter laubabwerfenden Gehölzen.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Okt–Nov

Im Herbst legst du eine dünne Schicht Laubhumus oder gut verrotteten Kompost locker auf — nicht eingraben, damit die Knollen heil bleiben. Mehr brauchst du nicht: Lass das Laub nach der Blüte vollständig einziehen, dann zieht die Pflanze ihre Nährstoffe selbst in die Knolle zurück.

Überwinterung

Der Winterling ist voll winterhart — die Knollen bleiben dauerhaft im Boden, ein Winterschutz ist nicht nötig. Lass nach der Blüte das Laub vollständig einziehen, bevor du es entfernst, und lass den Standort im Sommer ungestört.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung

Der Winterling vermehrt sich am natürlichsten durch Selbstaussaat: Lass die reifen Samen nach der Blüte (Reife etwa im Mai) einfach fallen, und er bildet mit den Jahren dichte Teppiche. Willst du aktiv aussäen, sammelst du die Samen frisch direkt nach der Reife im Sommer und säst sie sofort an Ort und Stelle aus, etwa 0,5 bis 1 cm tief — frische Samen sind entscheidend, getrocknete keimen schlecht. Beachte, dass es drei bis vier Jahre dauert, bis aus Samen die erste Blüte erscheint. Ein Hinweis: Viele gezüchtete Sorten sind steril und setzen keine keimfähigen Samen an — Aussaat lohnt vor allem bei der Wildart. Schneller geht es durch Knollenteilung: Stich die Horste direkt nach der Blüte (Februar/März) oder im frühen Herbst (ab September) mit einem Spaten aus, brich die Knollen vorsichtig auseinander — jedes Stück mit mindestens einem Triebansatz — und pflanze die Teilstücke sofort mit etwas Abstand wieder ein. Trockene Knollen aus dem Handel nehmen schlecht an und brauchen lange, um Bestände zu bilden; eigene, feuchte Knollen direkt nach dem Ausstechen zu teilen, bringt deutlich bessere Ergebnisse. Eingetrocknete Handels-Knollen kannst du vor dem Pflanzen ein paar Tage in feuchtem Sand vorquellen lassen.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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