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Galanthus nivalis

Schneeglöckchen

Volksnamen: Kleines Schneeglöckchen, Gemeines Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Beschreibung

Das Schneeglöckchen ist der allererste Frühlingsbote und schiebt seine nickenden weißen Blütenglöckchen oft schon im Februar durch den letzten Schnee. Es verwildert prächtig unter Laubgehölzen und bildet mit den Jahren dichte weiße Teppiche. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Pflegehinweise

Stecke die Zwiebeln im September und Oktober etwa 8 cm tief in humosen, im Frühjahr feuchten Boden an einen halbschattigen Platz unter Gehölzen. Schneeglöckchen pflanzt du am besten „in the green“, also als grüne Pflanze direkt nach der Blüte, trockene Zwiebeln wachsen schlechter an. Lass sie ungestört stehen, dann verwildern sie von selbst.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, lehmig, feucht, durchlässig

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 2 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Du gibst dem Schneeglöckchen einen humosen, lockeren und gleichmäßig leicht feuchten Boden, der auch im Sommer nicht völlig austrocknet — am besten unter Laubgehölzen, wo sich natürlicher Laubhumus sammelt. Der Boden sollte gut durchlässig sein, denn Staunässe verträgt die Zwiebel nicht; kalkhaltige bis neutrale Böden sind ideal, leicht saure werden noch gut toleriert.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär

Kurz nach der Blüte im Frühjahr legst du eine dünne Schicht gut verrotteten Laubkompost oder Lauberde um die Pflanzen herum auf — nicht einarbeiten, damit die Zwiebeln ungestört bleiben. Das reicht dem Schwachzehrer als Jahresversorgung völlig aus; stickstoffbetonte Düngung meidest du, weil sie nur das Blatt fördert und den Blütenansatz schwächt.

Überwinterung

Schneeglöckchen bleiben ganzjährig als Zwiebel im Boden und brauchen keinen Winterschutz — sie sind bis weit unter unsere Tiefland-Winter winterhart. Lass das Laub nach der Blüte vollständig einziehen statt es abzuschneiden, damit die Zwiebel Kraft fürs nächste Jahr sammelt.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Teilung
  • Aussaat

Schneeglöckchen vermehrst du am besten kurz nach der Blüte im März, solange das Laub noch grün ist – diese Methode nennt sich „Teilen im Grünen". Hebe den Zwiebel-Horst mit einer Grabgabel vorsichtig aus dem Boden, ziehe die Tochterzwiebeln (Brutzwiebeln) behutsam auseinander und achte darauf, dass an jeder Brutzwiebel ein Stück der Zwiebelbodenplatte hängt, denn dort entstehen die Saugwurzeln. Pflanze die Zwiebeln sofort wieder ein – sie dürfen nicht austrocknen – etwa 7–8 cm tief und mit 5–10 cm Abstand, in humusreichen, frischen, halbschattigen Boden. Alle 3–5 Jahre teilen hält den Bestand blühfreudig. Zur Aussaat säst du frisch gereiften Samen direkt nach der Ernte in ein Saatbeet oder eine Saatschale; die Samen sind Kaltkeimer, brauchen also eine Kältephase über den Winter und keimen unregelmäßig über ein bis zwei Winter. Bis zur ersten Blüte dauert es bei Sämlingen rund 3–4 Jahre. Gefüllte oder besondere Sorten (z. B. ‚Flore Pleno') sind oft steril und lassen sich ohnehin nur vegetativ über Brutzwiebeln vermehren – Aussaat liefert nie eine sortenreine Kopie, daher bleib bei Sorten bei der Teilung.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ErdbeereApfelHimbeereBirneKletterroseAronia und 53 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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