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Valerianella locusta

Feldsalat

Volksnamen: Rapunzel, Ackersalat, Nüsslisalat

Feldsalat

Beschreibung

Feldsalat ist das wertvollste Wintergemüse im Hausgarten und trotzt selbst strengem Frost. Seine kleinen, nussig schmeckenden Rosetten erntest du frisch, wenn sonst kaum etwas wächst. Sorten wie ‚Vit’ sind robust und schossfest.

Pflegehinweise

Säe ihn ab August (KW 33) bis Oktober breitwürfig oder in Reihen aufs abgeerntete Beet. Drücke die Saat gut an und halte sie bis zur Keimung feucht. Im Winter brauchst du kaum zu gießen; ernte die Rosetten mit dem Messer knapp über dem Boden, dann treiben sie oft nochmal nach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Feldsalat mag mittelschwere, lehmig-humose Böden mit guter Kalkversorgung und neutralem pH. Staunässe vermeidest du, indem du sandige Böden mit reifem Kompost verbesserst und schwere Tonböden auflockerst — durchlässige Struktur ist hier wichtiger als hohe Nährstoffmengen.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Jul–Aug

Feldsalat braucht kaum Düngung und passt als Nachkultur ideal hinter zehrende Vorkulturen. Arbeitest du vor der Aussaat im Juli bis August eine dünne Schicht reifen Kompost flach in die oberste Bodenschicht ein, reicht das meist aus. Auf stickstoffbetonte Düngung verzichtest du bewusst — sie fördert die Nitratanreicherung im Blatt.

Überwinterung

Feldsalat ist klassisches Wintergemüse und bleibt im Freiland im Boden — kein Ausgraben, kein Einlagern. Von Oktober bis März erntest du die Rosetten direkt vom Beet; bei strengem Dauerfrost decke ihn mit Vlies oder Reisig ab, dann bleibt er erntefähig.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Feldsalat vermehrst du ausschließlich über Aussaat — andere Methoden kommen bei dieser einjährigen Rosettenpflanze nicht in Frage. Für die Hauptkultur säst du von Mitte Juli bis Mitte September direkt ins Freiland: Ziehe flache Rillen von etwa 1–2 cm Tiefe, lege die Samen im Abstand von 5–10 cm aus und bedecke sie mit Erde, dann drücke die Saat sanft an. Feldsalat ist ein Dunkelkeimer und braucht diesen Erdschluss zum Keimen — säst du zu flach oder lässt die Samen offen liegen, keimt er schlecht. Halte das Beet in den ersten zwei bis drei Wochen durchgängig feucht; bei Trockenheit und Wärme verweigert er die Keimung. Die Keimtemperatur liegt ideal bei rund 15 °C; bei sommerlicher Hitze über 20–25 °C keimt er kaum, dann hilft eine Aussaat in den kühleren Abendstunden oder Schattieren bis zum Aufgehen. Die Keimung dauert geduldfordernde 10–18 Tage. Für eine Ernte ab Spätherbst säst du Ende Juli, für die Winterernte unter Vlies oder Frühbeet Mitte September. Eine Frühjahrsaussaat im März/April ist ebenfalls möglich, sobald der Boden dauerhaft über 5 °C liegt — sie liefert eine Frühjahrsernte, neigt bei steigenden Temperaturen aber zum Schießen. Willst du eigenes Saatgut gewinnen, lass im Frühjahr ein paar Pflanzen blühen und stehen: Die Samen reifen ab Ende Mai / Anfang Juni; schneide die Pflanzen dann ab und trockne sie in einer flachen Kiste, damit die ausfallenden Samen aufgefangen werden. Trocken gelagert bleiben sie 2–3 Jahre keimfähig. Samenfeste (offen bestäubte) Sorten eignen sich dafür am besten — F1-Hybriden fallen im Folgejahr nicht sortenecht.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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