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Fragaria × ananassa

Erdbeere

Volksnamen: Gartenerdbeere, Ananas-Erdbeere

Erdbeere

Beschreibung

Die Erdbeere ist die süßeste Belohnung im Frühsommer und gelingt schon im kleinsten Beet oder Balkonkasten. Frühe Sorten wie ‚Korona’ tragen ab Mai, immertragende wie ‚Mara des Bois’ bis in den Herbst. Über Ausläufer vermehrt sie sich fast von selbst.

Pflegehinweise

Pflanze sie idealerweise im August (KW 33), damit sie bis zum Winter kräftig einwurzelt und im nächsten Jahr reich trägt. Mulche mit Stroh, damit die Früchte sauber und trocken bleiben. Schneide nach der Ernte (Juli · KW 28) die alten Blätter zurück und entferne überzählige Ausläufer.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Erdbeeren wollen einen lockeren, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden mit hohem Humusanteil; Staunässe musst du unbedingt vermeiden, sonst drohen Wurzelfäule und Botrytis. Der pH-Wert darf ruhig leicht im sauren Bereich liegen (etwa 5,5–6,5) — kalke nur sparsam und nur bei deutlich zu niedrigem Boden-pH.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Jul, Aug

Zu Vegetationsbeginn im Frühjahr (etwa März) gibst du eine flache Gabe reifen Kompost oder arbeitest Hornspäne oberflächlich ein, damit die Pflanze sanft ins Wachstum startet. Der Hauptdüngetermin ist direkt nach der Ernte im Juli/August — dann legt die Pflanze schon die Blütenknospen fürs nächste Jahr an und freut sich über reifen Kompost oder Laubhumus, flach eingearbeitet. Dünge zurückhaltend mit Stickstoff: zu viel davon fördert weiches Blattwerk und macht die Pflanze anfälliger für Botrytis.

Überwinterung

Im Beet: Entferne im Herbst nur welkes und krankes Laub, decke die flachen Wurzeln dann mit einer lockeren Schicht Stroh, Laub oder Reisig ab und lass das Herz der Pflanze frei — das schützt gegen Kahlfrost ohne Schneedecke und gegen Temperaturwechsel. Nimm den Schutz erst ab, wenn keine starken Spätfröste mehr drohen, denn die jungen Blüten erfrieren leicht; im Kübel stellst du den Topf windgeschützt an die Hauswand, setzt ihn auf Holz oder Styropor und umwickelst ihn mit Vlies oder Jute, weil Kübel die Bodenwärme verlieren und deutlich frostempfindlicher sind als im Freiland.

Vermehrung

Methoden

  • Ausläufer
  • Teilung
  • Aussaat

Die einfachste und häufigste Methode ist die Vermehrung über Ausläufer: Ab dem zweiten Standjahr bildet die Erdbeerpflanze lange, kriechende Triebe, an denen sich Tochterpflanzen entwickeln. Drücke die Jungpflanzen nach der Ernte (Juli–August) mit einem Drahthaken in die Erde oder setze sie in kleine, erdgefüllte Töpfe, die du rund um die Mutterpflanze aufstellst. Lass die Verbindung zur Mutterpflanze zunächst bestehen – sie versorgt den Ableger, bis er eigene Wurzeln gebildet hat. Sobald die Ableger kräftig aussehen und neue Blätter zeigen, trennst du den Ausläufer mit einer sauberen Schere von der Mutterpflanze ab. Die bewurzelten Jungpflanzen kannst du dann von Mitte Juli bis Ende August an den neuen Standort setzen. So vermehrst du sortenecht – die Jungpflanzen sind genetisch identisch mit der Mutterpflanze.

Bei Sorten ohne Ausläufer (z. B. manche Monatserdbeeren) teilst du ältere, dicht gewordene Horste im Frühjahr nach dem letzten Frost oder im Spätsommer nach der Ernte. Grabe die Pflanze aus, teile den Wurzelstock mit einem scharfen, sauberen Messer in zwei bis drei Teile – jedes Teilstück muss ausreichend Wurzeln und mindestens eine intakte Herzknospe besitzen. Pflanze die Teilstücke sofort wieder ein und gieße gut an. Arbeite hier behutsam, weil das Teilen die Pflanze leichter beschädigt als die Ausläufer-Vermehrung.

Die Aussaat aus Samen ist aufwendiger und bei Kultursorten (Fragaria × ananassa) nicht sortenecht – die Nachkommen weichen in Ertrag und Fruchtqualität häufig von der Mutterpflanze ab. Sinnvoll ist sie vor allem für Wild- und Alpenerdbeeren, ausläuferlose Monatserdbeeren oder spezielle Aussaat-Züchtungen. Erdbeersamen sind Lichtkeimer: nicht mit Erde bedecken, sondern auf feuchte Anzuchterde legen, nur leicht andrücken und hell bei 18–22 °C keimen lassen (Februar bis März oder August bis September). Halte die Temperatur möglichst konstant. Die Keimzeit beträgt zwei bis sechs Wochen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel SpeisezwiebelNarzissePerlzwiebelSchneeglöckchenZierlauchBärlauch und eine weitere Art im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

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