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Claytonia perfoliata

Winterportulak

Volksnamen: Postelein, Tellerkraut, Kubaspinat

Winterportulak

Beschreibung

Winterportulak ist dein robustestes Wintergemüse: Die zart-saftigen, milden Blätter wachsen, wenn sonst kaum etwas im Beet steht. Die charakteristischen tellerförmigen Blätter umschließen den Blütenstand und schmecken roh im Salat erfrischend mild. Selbst unter Schnee bleibt die Pflanze grün und erntefähig.

Pflegehinweise

Säe von August bis Oktober breitwürfig ins abgeerntete Beet, gern auch unter Vlies oder im kalten Gewächshaus. Gieße in trockenen Herbstwochen, danach braucht Postelein kaum Pflege. Ernte ab November bis ins Frühjahr, indem du die Rosetten mehrmals knapp über dem Boden abschneidest, sie treiben zuverlässig nach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, feucht, durchlässig

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 2 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Winterportulak mag lockeren, durchlaessigen Boden mit gutem Humusanteil und haelt die Erde am liebsten gleichmaessig frisch bis feucht — laengere Trockenheit vertraegt er schlecht, Staunaesse aber ebenso wenig. Auf schweren Tonboeden hilft etwas eingearbeiteter Sand und reifer Kompost.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Sep–Okt

Als Schwachzehrer braucht Winterportulak kaum Naehrstoffe. Arbeite vor der Herbstaussaat etwas reifen Kompost flach ein — das reicht fuer die kurze Kulturdauer; auf gut versorgten Vorkulturbeeten kannst du ganz darauf verzichten.

Überwinterung

Winterportulak ist winterannuell: Du säst ihn ab August/September aus, er wächst als Rosette durch den Winter und übersteht Frost bis etwa -15 °C im Freiland ohne Schutz — nichts eingraben oder reinholen. Lass im Frühjahr ein paar Pflanzen aussamen, dann kommt er im folgenden Herbst oft von selbst wieder.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Winterportulak (Claytonia perfoliata) vermehrst du ausschließlich über Samen – vegetative Methoden sind für diese einjährige Art nicht praxistauglich, da sie keine Rhizome, Ausläufer, Brutzwiebeln oder verholzten Triebe bildet. Säe direkt ins Freiland, am besten zwischen Mitte August und Ende September. Wichtig: Winterportulak keimt nur in der Kühle – erst wenn die Bodentemperatur unter etwa 12 °C fällt (ideal sind 8–12 °C), geht die Saat auf. Ist es bei der Aussaat noch zu warm, keimen die Samen nicht. Da Winterportulak ein Lichtkeimer ist, drückst du die Samen nur leicht an oder deckst sie mit höchstens 0,5 cm Erde ab. Mische das sehr feine Saatgut vor dem Ausbringen mit etwas Sand, damit es sich gleichmäßig verteilen lässt, und halte das Substrat bis zur Keimung (etwa 7–14 Tage) gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Ein Reihenabstand von rund 10 cm genügt, da die Rosetten kompakt bleiben. Das Besondere: Hat sich Winterportulak einmal im Garten etabliert, sät er sich nach der Blüte zuverlässig selbst aus und kehrt Jahr für Jahr ohne dein Zutun wieder – nach dem ersten Mal musst du also kaum noch aktiv säen. Behalte den Wuchsort im Blick, da er sich stellenweise stark ausbreitet. Unerwünschte Keimlinge lassen sich leicht ausreißen, weil sie nur flach wurzeln. Möchtest du die Selbstaussaat begrenzen, erntest du die Triebe samt Blüten vor der Samenreife.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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