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Leucanthemum vulgare

Margerite

Volksnamen: Wiesen-Margerite, Gewöhnliche Wucherblume, Weiße Wucherblume

Margerite

Beschreibung

Die Wiesen-Margerite ist die Inbegriff-Sommerblume mit schlichten weißen Strahlen um eine sonnengelbe Mitte und blüht von Mai bis Juli auf jeder mageren Wiese. Sie ist eine wertvolle Nahrungsquelle für unzählige Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge und versamt sich gern selbst. Im naturnahen Garten ist sie unverzichtbar.

Pflegehinweise

Säe die Margerite ab April (KW 16) direkt ins Beet oder pflanze sie an einen sonnigen Platz mit durchlässigem, eher magerem Boden, zu viel Dünger lässt sie kippen. Gieße nur bei anhaltender Trockenheit. Schneide nach der Blüte (Juli · KW 29) zurück, das regt einen zweiten Flor an und verhindert übermäßige Selbstaussaat. Alle paar Jahre teilst du die Horste im Frühjahr.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, mager, kalkliebend

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Du pflanzt Margeriten am besten in durchlässigen, eher mageren Boden — schwach saure bis neutrale Standorte (pH etwa 5,5–7,5) sind ideal, Kalk wird vertragen, ist aber kein Muss. Staunässe vermeiden, sehr nährstoffreiche oder stark gedüngte Böden schwächen Blühfreude und Winterhärte.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im zeitigen Frühjahr, wenn die ersten neuen Triebe erscheinen, arbeitest du etwas reifen Kompost flach in die obere Bodenschicht ein; ergänzend kannst du Hornspäne als organischen Langzeitdünger oberflächlich einharken. Eine einmalige Gabe im Frühjahr reicht für die ganze Saison — auf eine zweite Düngung im Sommer oder Herbst verzichtest du, da zu viel Nährstoff üppiges Blattwachstum auf Kosten der Blüten fördert.

Überwinterung

Die Wiesen-Margerite ist eine heimische Wildstaude und übersteht den DACH-Winter im Beet ohne zusätzlichen Schutz. Lass die vertrockneten Stängel über den Winter stehen und schneide sie erst im März oder April beim Neuaustrieb knapp über dem Boden zurück; Kübelpflanzen stellst du windgeschützt auf eine Holzunterlage und packst den Topf in Vlies, damit der Wurzelballen nicht durchfriert.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung
  • Stecklinge

Die Wiesenmargerite lässt sich auf drei Wegen vermehren: Aussaat, Teilung und Stecklinge.

Aussaat: Säe Samen ab März im Haus vor oder ab April direkt ins Freiland. Drücke die Samen nur leicht an und bedecke sie höchstens hauchdünn mit Erde, da sie zum Keimen Licht brauchen; halte das Substrat gleichmäßig feucht. Jungpflanzen aus Vorkultur kannst du ab Mitte Mai auspflanzen. Im Freiland säen sich Margeriten oft auch selbst aus. Da es sich um die Wildart handelt, fallen die Sämlinge sortentypisch aus.

Teilung: Teile ältere Horste alle zwei bis vier Jahre, um die Blühfreudigkeit zu erhalten – Margeriten sind kurzlebige Stauden, die ohne Teilung nach vier bis fünf Jahren vergreisen und kaum noch blühen. Der beste Zeitpunkt ist das frühe Frühjahr, bevor der neue Austrieb kräftig wird; alternativ geht es auch im Herbst nach der Blüte. Hebe den Wurzelballen aus und trenne ihn je nach Größe mit einem scharfen Spaten oder mit den Händen in mehrere vitale Teilstücke mit je ausreichend Wurzelwerk. Pflanze die Teilstücke sofort wieder ein.

Stecklinge: Schneide im Spätsommer (August bis September) etwa 10–15 cm lange, nicht verholzte Triebspitzen ohne Knospen. Entferne die unteren Blätter und stecke die Stecklinge in feuchtes Anzuchtsubstrat. Stelle den Topf an einen hellen, warmen, frostfreien Ort und halte die Erde gleichmäßig feucht – eine aufgelegte Folie erhöht die Luftfeuchtigkeit und fördert die Bewurzelung. Ab Mai, nach den ersten milden Nächten, kommen die bewurzelten Stecklinge ins Freiland.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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