Ribes × nidigrolaria
Jostabeere
Volksnamen: Josta
Foto: User:Zualio · CC BY 2.5 · Quelle
Beschreibung
Die Jostabeere ist eine Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere und vereint das Beste beider Eltern: aromatische dunkle Beeren ohne lästige Dornen. Sie wächst kräftig und ist robust gegen Mehltau und Säulenrost. Eine einzelne Pflanze trägt bereits gut, denn sie ist selbstfruchtbar.
Pflegehinweise
Setze den starkwüchsigen Strauch im Herbst (Oktober · KW 43) mit genügend Abstand an einen sonnigen Platz in humosen Boden. Schneide jährlich nach der Ernte einige der ältesten Triebe heraus, damit der Busch luftig bleibt. Mulche gut und wässere in trockenen Sommern, dann hängen die Zweige voller Beeren.
Schnitt
Lichte die *Jostabeere* erst ab dem dritten Standjahr direkt nach der Ernte (Juli/August) maßvoll aus und entferne Triebe, die älter als fünf bis sechs Jahre sind, bodennah. Kürze die Triebe nicht ein und lass 6–8 verschieden alte Gerüsttriebe stehen — sie fruchtet an ein- und mehrjährigem Holz.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Sorten
3 Sorten‚Jogranda’
Jogranda fällt durch ihre besonders großen Beeren auf, die einzeln und nicht in Trauben am dornenlosen Strauch hängen. Sie reift über einen längeren Zeitraum, sodass du mehrfach durchpflücken kannst, und liefert reichlich Frucht für Saft und Marmelade. Der Wuchs ist stark und gesund, mit guter Widerstandskraft gegen Mehltau und Rost. Als selbstfruchtbare Jostabeere trägt sie allein, ein Pollenspender wie eine Johannisbeere in der Nähe erhöht den Ertrag.
Milder und süßer als die meisten Jostabeeren, mit angenehmer Saftigkeit und nur dezenter Säure. Die großen Beeren eignen sich gut zum direkten Naschen.
‚Josta’
Die Ur-Jostabeere ist eine dornenlose Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere und damit der unkomplizierte Klassiker fürs Beet. Sie wächst kräftig und breit, braucht also etwas Platz, dankt es dir aber mit reichem Ertrag und großer Robustheit gegen Mehltau und Rost. Die Beeren reifen im Hochsommer und sind selbstfruchtbar, sodass schon ein einzelner Strauch trägt. Ein zweiter Josta-Strauch oder eine Johannisbeere in der Nähe steigert den Ertrag aber spürbar.
Mild-säuerlich mit einem Hauch des herben Johannisbeer-Aromas, ohne dessen Strenge. Frisch vom Strauch angenehm saftig, eingekocht entfaltet sie ein dunkles, beerig-rundes Aroma.
‚Jostine’
Jostine ist eine ertragsstarke Weiterzüchtung der Jostabeere mit etwas größeren, aromatischeren Beeren als die Ur-*‚Josta'*. Sie reift früh in der Jostabeeren-Saison und lässt sich dank gleichmäßiger Beerengröße angenehm pflücken. Der Strauch wächst stark und aufrecht, ist dornenlos und zeigt sich robust gegen Mehltau und Rost. Als selbstfruchtbare Sorte trägt sie allein, profitiert aber von einem zweiten Strauch in der Nähe.
Vollmundig und kräftig fruchtig, mit deutlich mehr Johannisbeer-Note als die alte Josta. Roh schon gut zu naschen, im Gelee aromatisch und tiefdunkel.
Erfahrungen aus echten Gärten
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