Ribes × nidigrolaria
Jostabeere
Volksnamen: Josta
Foto: User:Zualio · CC BY 2.5 · Quelle
Beschreibung
Die Jostabeere ist eine Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere und vereint das Beste beider Eltern: aromatische dunkle Beeren ohne lästige Dornen. Sie wächst kräftig und ist robust gegen Mehltau und Säulenrost. Eine einzelne Pflanze trägt bereits gut, denn sie ist selbstfruchtbar.
Pflegehinweise
Setze den starkwüchsigen Strauch im Herbst (Oktober · KW 43) mit genügend Abstand an einen sonnigen Platz in humosen Boden. Schneide jährlich nach der Ernte einige der ältesten Triebe heraus, damit der Busch luftig bleibt. Mulche gut und wässere in trockenen Sommern, dann hängen die Zweige voller Beeren.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich, feucht
Gib der Jostabeere einen tiefgründigen, humusreichen und gleichmäßig feuchten Boden, der trotzdem gut durchlässig ist – Staunässe verträgt sie nicht. Ein lehmig-humoses Substrat hält Wasser und Nährstoffe; arbeite beim Pflanzen reichlich reifen Kompost ein.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Mär, Apr, Okt
Versorge die Jostabeere zweimal im Jahr: im Frühjahr zum Knospenschwellen, wenn der Stickstoffbedarf zum Austrieb am höchsten ist, reifen Kompost und Hornspäne flach um den Wurzelbereich einarbeiten. Im Herbst nach der Ernte eine Schicht gut verrotteter Mist oder Kompost als Mulch auflegen – das schützt den Boden und liefert langsam Nährstoffe nach. Für die Fruchtbildung ist eine gute Kaliumversorgung wichtig; kaliumreicher Kompost hilft hier.
Schnitt
Lichte die *Jostabeere* erst ab dem dritten Standjahr direkt nach der Ernte (Juli/August) maßvoll aus und entferne Triebe, die älter als fünf bis sechs Jahre sind, bodennah. Kürze die Triebe nicht ein und lass 6–8 verschieden alte Gerüsttriebe stehen — sie fruchtet an ein- und mehrjährigem Holz.
Überwinterung
Die Jostabeere ist vollständig winterhart und braucht im DACH-Tiefland keinen Winterschutz — lass den Strauch einfach im Freien stehen. Wähle nur einen Platz ohne Kaltluftsee, denn die frühe Blüte ist spätfrostempfindlich; bei angekündigtem Spätfrost kannst du die blühenden Triebe kurz mit Vlies abdecken, um den Fruchtansatz zu sichern.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Absenker
Die Jostabeere lässt sich am zuverlässigsten über Steckhölzer (Hartholzstecklinge) vermehren – das ist die einfachste und erfolgreichste Methode. Schneide zwischen Herbst und Frühjahr (etwa September bis Februar) bleistiftstarke, einjährige und kräftige Triebe in 15–20 cm lange Stücke, jeweils mit mehreren Knospen. Besonders gut eignen sich gesunde Triebe aus dem äußeren, lichtreichen Bereich des Strauchs. Stecke sie etwa zur Hälfte tief in lockere Erde oder einen Topf, sodass nur die obersten zwei Knospen herausschauen, und gieße gründlich an. An einem hellen, mäßig warmen Platz bilden sie Wurzeln; im nächsten Herbst kannst du die jungen Sträucher an ihren endgültigen Standort pflanzen.
Als zweite Methode eignet sich die Absenker-Vermehrung (Layering): Biege im Frühjahr einen langen, gesunden, bodennahen Trieb bogenförmig zur Erde, fixiere die Mitte mit einem Draht, Haken oder Stein und häufe etwas Erde darüber. Die Triebspitze bleibt frei und zeigt nach oben. Nach etwa 6–12 Monaten hat der Absenker eigene Wurzeln gebildet und kann vom Mutterstrauch abgetrennt und versetzt werden.
Aussaat ist zwar biologisch möglich, liefert aber wegen der Hybridnatur (Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere) keine sortenechten Nachkommen – daher für die Praxis nicht empfehlenswert. Nur die vegetative Vermehrung über Steckhölzer und Absenker erhält die Eigenschaften der Mutterpflanze.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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Sorten
3 Sorten‚Jogranda‘
Jogranda fällt durch ihre besonders großen Beeren auf, die einzeln und nicht in Trauben am dornenlosen Strauch hängen.
‚Josta‘
Die Ur-Jostabeere ist eine dornenlose Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere und damit der unkomplizierte Klassiker fürs Beet.
‚Jostine‘
Jostine ist eine ertragsstarke Weiterzüchtung der Jostabeere mit etwas größeren, aromatischeren Beeren als die Ur-*‚Josta'*.
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