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Allium sativum

Knoblauch

Volksnamen: Knofel

Knoblauch

Beschreibung

Knoblauch ist robust, winterhart und ein natürlicher Gesundheitspolizist im Beet, sein Geruch hält Schädlinge von Möhre und Erdbeere fern. Im Herbst gesteckt liefert er die kräftigsten Knollen.

Pflegehinweise

Stecke einzelne Zehen mit der Spitze nach oben am besten im Oktober, damit sie über den Winter Wurzeln bilden, oder zeitig ab Februar. Knoblauch braucht einen sonnigen, durchlässigen Boden und wenig Wasser; geerntet wird, wenn das Laub zu zwei Dritteln vergilbt ist.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
FruchtfolgeLauchgewächse
WasserbedarfMittel

Knoblauch will lockeren, humosen und gut durchlässigen Boden — ideal ist sandiger Lehm oder lehmiger Sand, der Wasser speichert, aber zügig ableitet. Schwere, verdichtete Böden vor dem Pflanzen tief lockern und mit reifem Kompost verbessern; Staunässe lässt die Zehen faulen und ist unbedingt zu vermeiden.

Lauchgewächse (Zwiebel, Knoblauch, Lauch) mittelzehrend — 4 Jahre Pause beugt Zwiebelfäule und Lauchmotte vor; gute Nachbarn für Möhren.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Okt

Bei der Herbstpflanzung im Oktober reifen Kompost flach in den Boden einarbeiten, damit die Wurzeln gut anwachsen. Im Frühjahr mit Vegetationsbeginn (März/April) organischen Stickstoff nachgeben — Hornspäne oder selbst angesetzte Brennnesseljauche eignen sich gut. Ab etwa Juni keinen Stickstoff mehr geben: sonst wächst das Laub auf Kosten der Knolle und die Lagerfähigkeit leidet.

Überwinterung

Knoblauch überwintert direkt im Beet: Die Zehen bleiben nach der Herbstpflanzung (September bis Oktober) im Boden und treiben im Frühjahr von selbst aus — eine dünne Schicht Stroh oder Laub schützt vor Frost-Tau-Wechseln, ist aber kein zwingender Überlebensschutz. Achte auf durchlässigen Boden gegen Staunässe; im Kübel stellst du das Gefäß nah an eine Hauswand und wickelst es zum Schutz vor dem Durchfrieren in Vlies.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel

Knoblauch vermehrst du ausschließlich vegetativ – echte keimfähige Samen bilden Kultursorten so gut wie nie. Die wichtigste Methode: Kurz vor dem Stecken löst du die Zehen einzeln aus einer reifen, gesunden Knolle und bewahrst die papierartige Hülle dabei so weit wie möglich. Ideal steckst du sie von Ende September bis November mit der Spitze nach oben etwa 5–10 cm tief in lockere, gut durchlässige Erde, Reihenabstand 30 cm, Abstand in der Reihe 15–20 cm. Herbstpflanzung liefert durch die längere Standdauer im Frühjahr deutlich größere Knollen als Frühjahrspflanzung (März/April). Als zweite Methode nutzt du Bulbillen (Luftzwiebeln): Schossende Sorten bilden im Sommer an den Schäften kleine Brutzwiebeln in zylindrischen Hüllen. Du erntest sie ab September, wenn die Blätter der Mutterpflanze einziehen, und lagerst sie schattig und trocken bis zum nächsten Frühjahr. Dann steckst du sie 1–2 cm tief mit 15–20 cm Abstand. Im ersten Jahr entstehen kleine Rundlinge (einzehige Knöllchen), die du im Herbst ausgräbst, trocken lagerst und im folgenden Herbst wie normale Zehen wieder steckst – erst dann erhältst du vollwertige, gut entwickelte Knollen. Der Vorteil dieser zweijährigen Methode: Du kannst Sorten verjüngen und vermehrst ohne Virus-Akkumulation, die sich über Generationen aufbaut.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 16 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ApfelBirneAroniaApfelroseMirabellePflaume und 46 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel InkarnatkleeRotkleeWeißkleeLupineBlauregenZottelwicke und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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