Sorten
Sorten von Kürbis
Welche Sorte zu dir passt, hängt von Standort, Platz und Geschmack ab. Hier findest du die Sorten von Kürbis mit ihren Eigenheiten.
- ‚Atlantic Giant‘Die Rekordsorte für alle, die einen echten Riesen ziehen wollen, daraus stammen die Hunderte-Kilo-Kürbisse von den Wiegemeisterschaften. Im Hausgarten wird eine Frucht je Pflanze mit etwas Mühe schon erstaunlich groß und ist das Staunen der Kinder wert. Der Geschmack ist mild und eher wässrig, der Fokus liegt klar auf Größe und Schaueffekt, nicht auf der Küche. Gib ihm einen fetten Komposthaufen, sehr viel Wasser und reichlich Raum für die langen Ranken.
- ‚Blue Hubbard‘Ein alter amerikanischer Riese mit dicker, blaugrauer Schale und gewaltigen, tropfenförmigen Früchten von oft fünf bis zehn Kilo. Die harte Schale macht ihn zu einem der besten Lagerkürbisse überhaupt, kühl gelagert bleibt er bis ins Frühjahr hinein gut. Das dichte, trocken-mehlige Fleisch ist süß und kräftig im Geschmack, ideal für Suppe, Püree und Ofengerichte. Er braucht viel Platz und eine lange, warme Saison, um voll auszureifen.
- ‚Gelber Zentner‘Eine alte, robuste Landsorte und der klassische Einlege- und Kompottkürbis der Großmutterküche. Die großen, runden, leuchtend gelben Früchte werden zehn bis zwanzig Kilo schwer und tragen sehr zuverlässig, selbst auf einfachem Boden. Das Fleisch ist mild und neutral im Geschmack, weshalb es sich hervorragend süß-sauer einlegen oder zu Chutney und Kompott verarbeiten lässt. Robust, anspruchslos und gut lagerfähig, ein dankbarer Kürbis für Einsteiger und große Familien.
- ‚Muscade de Provence‘Ein prächtiger französischer Muskatkürbis mit flach-runder Form und tiefen Rippen, die die reife Frucht wie aus Bronze gegossen wirken lassen. Botanisch ist er ein Cucurbita moschata, gärtnerisch aber der klassische Provence-Speisekürbis und in DACH gut erhältlich. Das dicke, orangefarbene Fleisch ist süß, aromatisch und leicht muskatig, fein für Suppe, Püree und Kuchen. Er braucht eine lange Saison, dankt es dir aber mit langer Lagerfähigkeit.
- ‚Red Kuri‘Der wohl beliebteste Speisekürbis im Hausgarten und ein echter Allrounder. Die zwiebelförmigen, leuchtend orangeroten Früchte wiegen ein bis zwei Kilo und du kannst sie samt Schale verarbeiten, das spart Schälarbeit und gibt der Suppe eine schöne Farbe. Das feste, gelborange Fleisch schmeckt nussig nach Maronen und passt zu Suppe, Ofengemüse und Püree. Kühl und trocken gelagert hält die Frucht mehrere Monate.
- ‚Sweet Mama‘Eine ertragreiche F1-Sorte vom Buttercup-Typ mit dunkelgrünen, abgeflachten Früchten um ein bis zwei Kilo. Sie wächst kompakter und halbrankend, was sie für kleinere Beete handlicher macht als die langen Riesen-Ranken. Das orange Fleisch ist trocken, süß und maronig, einer der geschmacklich besten Speisekürbisse und schon mittelfrüh erntereif. Als Hybride bringt sie früh viele gleichmäßige Früchte, eignet sich aber nicht zur eigenen Saatgutgewinnung.
- ‚Uchiki Kuri‘Die ursprüngliche japanische Hokkaido-Sorte und der Klassiker hinter dem Namen, den viele einfach für den ganzen Typ verwenden. Die kleinen, tropfenförmigen Früchte sind orangerot und ergiebig, eine Pflanze trägt bei gutem Stand mehrere davon. Du verarbeitest sie mitsamt der dünnen Schale, das Fleisch ist fein, trocken und nussig. Sie reift etwas früher als andere Hokkaido-Typen, was in kühleren Lagen ein Vorteil ist.
