Antirrhinum majus
Löwenmäulchen
Volksnamen: Großes Löwenmaul, Löwenmaul
Foto: User:Haplochromis · CC BY 2.5 · Quelle
Beschreibung
Das Löwenmäulchen trägt von Juni bis in den Oktober dichte, aufrechte Blütenähren in fast allen Farben außer Blau. Drückt man die Blüten seitlich, schnappen sie wie kleine Mäuler auf, daher der Name. Hummeln müssen sich regelrecht hineinzwängen, um an den Nektar zu gelangen, was die Pflanze zu einer wichtigen Hummelweide macht. Sie ist eine beliebte, lang haltbare Schnittblume.
Pflegehinweise
Ziehe sie ab März auf der Fensterbank vor und pflanze sie ab Mitte April in die Sonne oder den lichten Halbschatten, leichte Spätfröste übersteht sie. Kneife die jungen Pflanzen einmal ein, dann verzweigen sie sich buschig. Gieße gleichmäßig am Boden und putze Verblühtes aus, das verlängert den Flor deutlich. In milden Wintern treibt sie an geschützten Plätzen im Folgejahr noch einmal aus.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, nährstoffreich
Löwenmäulchen brauchen lockere, humose und gut durchlässige Gartenerde. Staunässe musst du unbedingt vermeiden, denn die Wurzeln reagieren empfindlich auf Nässe — arbeite vor dem Pflanzen reichlich reifen Kompost ein.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Apr–Aug
Arbeite im Frühjahr vor dem Pflanzen reifen Kompost flach in den Boden ein. Während der Hauptblüte im Sommer kannst du mit organischem Flüssigdünger nachversorgen, dabei aber stickstoffbetonte Gaben zurückhalten — sonst entsteht Blattmasse auf Kosten der Blüten. Kübelpflanzen brauchen häufiger Nachschub.
Überwinterung
Löwenmäulchen sind im DACH-Tiefland nicht zuverlässig winterhart und werden meist einjährig gehalten — lass sie im Herbst absterben und plane Neuaussaat ein, oft sät sich die Pflanze von selbst aus. Willst du es trotzdem versuchen, schneide die Triebe nach der Blüte zurück, deck den Boden an einem geschützten, gut drainierten Standort mit Laub oder Reisig ab oder hol Kübel hell und kühl knapp über dem Gefrierpunkt ins frostfreie Quartier und gieße dort nur sehr sparsam.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
Löwenmäulchen vermehrst du am einfachsten über Aussaat. Die Samen sind Lichtkeimer — leg sie ab Februar bis März auf leicht angefeuchtete Anzuchterde und drücke sie nur an, ohne sie zuzudecken. Bei rund 16–20 °C keimen sie innerhalb von zwei bis drei Wochen. Stell die Schalen hell, aber nicht in die pralle Sonne. Die Jungpflanzen pikierst du, sobald sie kräftig genug sind, und pflanzt sie nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Beet. Wer besondere Sorten sortenecht erhalten oder einzelne Pflanzen überwintern möchte, kann von gesunden Mutterpflanzen Stecklinge von etwa 10 cm Länge schneiden — je nach Sorte und Witterung im Frühsommer oder im Spätsommer/frühen Herbst von halb verholzten Trieben. Die unteren Blätter entfernst du und steckst den Trieb in feuchtes Anzuchtsubstrat. Halt die Stecklinge hell und gleichmäßig feucht, bis sie eingewurzelt sind, und bring sie erst nach dem letzten Frost wieder nach draußen. Beachte: Aus eigenen Samen vermehrte Pflanzen sind nicht sortenecht — gekaufte Sorten und Hybriden können dabei aufspalten. Selbst ausgesäte Samen im Beet überwintern gelegentlich und keimen im Folgejahr.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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