Tagetes patula
Studentenblume
Volksnamen: Tagetes, Sammetblume, Franzosenkraut
Kategorie-BildBeschreibung
Die Studentenblume ist die unermüdliche Mischkultur-Heldin im Gemüsebeet: Ihre Wurzeln scheiden Stoffe aus, die schädliche Nematoden im Boden zurückdrängen, weshalb sie gern zwischen Tomaten und Kartoffeln gepflanzt wird. Von Juni bis zum Frost überzieht sie sich mit dichten Polstern goldgelber bis rotbrauner Blüten und lockt dabei Schwebfliegen und Bienen an.
Pflegehinweise
Säe sie ab April auf der Fensterbank vor oder ab Mai direkt ins Beet und pflanze sie nach den Eisheiligen aus, denn sie ist frostempfindlich. Gib ihr einen sonnigen Platz und gieße morgens am Boden, ohne die Blüten zu nässen. Putze Verblühtes regelmäßig aus, dann blüht sie ohne Pause durch. Als Nematoden-Gründüngung lässt du einen dichten Bestand stehen und arbeitest die Pflanzen im Herbst flach in den Boden ein.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
durchlässig, humos, nährstoffreich, lehmig
Tagetes mögen lockeren, durchlässigen und humosen Gartenboden — Staunässe und schwerer, verdichteter Lehm sind ihr größter Feind. Schweren Boden lockerst du vor der Pflanzung mit Sand und reifem Kompost auf; einen mäßig nährstoffreichen Standort verträgt die Pflanze gut, zu fetter Boden geht auf Kosten der Blüten.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Apr–Jun
Im Frühjahr vor dem Auspflanzen (nach den Eisheiligen) reifen Kompost flach einarbeiten — das reicht in normalem Gartenboden meist für die ganze Saison. Auf sehr mageren oder sandigen Böden kannst du zusätzlich Hornspäne flach untermischen. Weniger ist mehr: Zu viel Stickstoff fördert nur Blattmasse und unterdrückt die Blüten.
Überwinterung
Tagetes patula ist einjährig und stirbt beim ersten Frost ab — überwintern lässt sie sich im Freien nicht. Schneide vor dem Frost die braunen, trockenen Samenstände ab, lass sie drinnen nachtrocknen und lagere die Samen kühl und dunkel; ab Mitte Mai nach den Eisheiligen säst du sie neu ins Beet.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Tagetes patula ist einjährig und frostempfindlich und wird im Hausgarten praktisch ausschließlich über Samen vermehrt. Zur Voranzucht streust du die Samen ab Ende Februar/März auf feuchte Anzuchterde und drückst sie nur leicht an — Tagetes sind Lichtkeimer, also nicht mit Erde abdecken. Stell die Aussaat hell, aber ohne direkte Sonne. Bei rund 18–20 °C und gleichmäßiger Feuchte keimen sie in etwa 1–2 Wochen. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, pflanzt du die abgehärteten Jungpflanzen ins Freiland. Direktsaat ins Beet ist ab Ende April möglich, sobald kein Frost mehr droht. Willst du selbst Samen gewinnen, lässt du einige Blütenköpfe vollständig an der Pflanze ausreifen und antrocknen; die reifen Samen sind dunkel und lassen sich leicht aus den getrockneten Köpfen lösen. Schneide sie an einem trockenen Tag ab und lagere die Samen kühl und trocken bis zur nächsten Saison. Beachte: Viele Sorten im Handel sind F1-Hybriden — aus selbst geernteten Samen wachsen dann oft uneinheitliche Pflanzen, die nicht der Mutterpflanze gleichen. Bei samenfesten Sorten klappt der Nachbau dagegen zuverlässig. Tagetes neigen außerdem zur Selbstaussaat — wer einzelne Fruchtstände stehen lässt, findet im Folgejahr oft junge Pflanzen im Beet.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel PaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChiliPeperoni und 7 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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