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Laurus nobilis

Lorbeer

Volksnamen: Echter Lorbeer, Gewürzlorbeer

Lorbeer

Beschreibung

Der Echte Lorbeer ist ein immergrüner, aromatischer Mittelmeerstrauch, dessen ledrige Blätter die klassische Würze für Suppen, Schmorgerichte und Eingelegtes liefern. Du kannst ganzjährig einzelne Blätter ernten, sie entfalten getrocknet sogar noch mehr Aroma. In den DACH-Ländern lebt er meist im Kübel und übersteht im geschützten Stand kurze leichte Fröste, junge Pflanzen sollten aber frostfrei überwintern.

Pflegehinweise

Stelle den Lorbeer von Mai (KW 19) bis Oktober halbschattig bis sonnig nach draußen, junges Laub verträgt pralle Mittagssonne schlecht. Gieße gleichmäßig und lasse die Erde nur leicht abtrocknen, Staunässe meiden. Überwintere ihn hell und kühl bei 0 bis 10 Grad. Schneide ihn im Frühjahr (April · KW 15) in Form, er verträgt auch kräftigen Formschnitt zur Kugel oder Pyramide.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Pflanze den Lorbeer in humose, gut durchlässige Erde — Staunässe verträgt er nicht. Schwerer, verdichteter Tonboden ist ungeeignet; arbeite hier Sand und Kompost ein, damit Wasser abziehen kann. Anders als oft behauptet ist Lorbeer kein ausgesprochener Kalkmeider: Er gedeiht von leicht sauer bis leicht alkalisch (etwa pH 6 bis 7,5). Erst auf stark kalkhaltigem Boden kann es zu hellen Blättern (Eisenmangel) kommen.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Aug

Versorge den Lorbeer im Frühjahr mit reifem Kompost und etwas Hornspänen, flach um den Wurzelbereich eingearbeitet — das deckt den moderaten Bedarf für die Saison. Im Kübel kannst du über die Wachstumszeit zusätzlich regelmäßig organisch flüssig nachdüngen. Ab dem Spätsommer die Düngung einstellen, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen.

Überwinterung

Lorbeer ist nur bedingt winterhart und braucht im DACH-Tiefland Schutz. Im Kübel holst du ihn vor dem ersten Frost an einen hellen, frostfreien Ort (kühl, etwa 5-10 °C) — er ist immergrün, also nicht dunkel stellen, und nur sparsam gießen, sobald die Erde oben abgetrocknet ist. Ausgepflanzt (nur in milden Lagen) mulchst du den Wurzelbereich dick mit Laub oder Reisig und wickelst die Krone bei Frostansage mit Vlies ein, das du bei Tauwetter wieder abnimmst.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Aussaat

Stecklinge (empfohlene Methode): Nimm von Juli bis August etwa 15 cm lange, halbverholzte Triebspitzen – sie sollten weder noch ganz weich noch schon stark verholzt sein. Schneide direkt unter einem Blattknoten. Entferne die Blätter im unteren Drittel, sodass nur ein bis zwei Blattpaare bleiben, und kürze die verbleibenden Blätter auf die Hälfte, um die Verdunstung zu reduzieren. Stecke die Stecklinge in eine Mischung aus Anzuchterde und grobem Sand (1:1) und halte das Substrat gleichmäßig feucht. Stelle die Töpfe warm und hell, aber ohne direkte Sonne. Die Bewurzelung kann mehrere Wochen bis Monate dauern; sobald sich kräftige Wurzeln und neue Triebe zeigen, topfst du in nährstoffreichere Erde um.

Absenker (zuverlässig, aber langsam): Biege im Frühjahr oder Frühsommer einen jungen, biegsamen Trieb zur Erde, ritze ihn an der Bodenkontaktstelle mit einem Messer leicht ein, beschwere die Stelle mit Erde und halte sie feucht. Die Mutterpflanze versorgt den Absenker während der Wurzelbildung – nach etwa zwei Monaten bis hin zu mehreren Monaten hat er eigene Wurzeln gebildet und kann abgetrennt werden. Besonders praktisch bei im Freiland kultivierten Sträuchern.

Aussaat (für Geduldige): Entnehme die Kerne aus reifen, frischen Früchten (Herbst) und säe sie möglichst frisch aus, da die Keimfähigkeit schnell nachlässt. Weiche die Samen vorher ein bis zwei Tage in Wasser ein. Halte das Saatgefäß warm (um die 20 °C) und gleichmäßig feucht, aber nicht nass – die Samen faulen leicht. Die Keimung erfolgt erratisch und kann mehrere Wochen bis drei, vier Monate dauern; rechne damit, dass nur etwa die Hälfte aufgeht. Für sortenechte Kultivare ungeeignet, da die Nachkommen variieren.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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