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Thymus vulgaris

Thymian

Volksnamen: Echter Thymian, Gartenthymian

Thymian

Beschreibung

Echter Thymian ist ein niedriger, winterharter Halbstrauch mit winzigen Blättern und kräftig-würzigem Aroma, ein Eckpfeiler der mediterranen Küche und ein Magnet für Bienen, wenn er rosa blüht. Er gedeiht selbst in kargem Boden und macht sich gut am sonnigen Beetrand oder im Kräutertopf.

Pflegehinweise

Setze ihn an einen vollsonnigen, trockenen Platz mit durchlässigem, kalkhaltigem Boden, Staunässe verträgt er gar nicht. Gieße sparsam und schneide ihn nach der Blüte um ein Drittel zurück, damit er kompakt bleibt und nicht verholzt. Ernte die Triebspitzen am aromatischsten kurz vor der Blüte im Juni an einem sonnigen Vormittag.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–88.0

Bodenart

sandig, durchlässig, kalkliebend, mager, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Thymian braucht einen sehr durchlaessigen, sandig bis kiesig-steinigen Boden ohne Staunaesse — schwere Lehm- oder Tonboeden lockerst du mit Sand und feinem Kies auf. Ein magerer, eher kalkhaltiger Boden ist ideal: zu viel Naehrstoff geht auf Kosten des Aromas.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Duenge nur einmal im Jahr im Fruehjahr zum Neuaustrieb: eine duenne Schicht reifen Kompost flach um die Pflanze verteilen, gern mit etwas Hornspaenen leicht eingearbeitet. Im Herbst nicht mehr duengen, das schwaecht die Winterhaerte.

Überwinterung

Thymian ist im Beet winterhart und übersteht DACH-Tiefland-Winter im Freien — der eigentliche Feind ist Winternässe, nicht die Kälte: Setz ihn auf durchlässigen, eher sandigen Boden und etwas erhöht, damit kein Wasser staut, und deck ihn bei strengem Dauerfrost locker mit Reisig oder trockenem Laub ab. Kübel-Thymian stellst du an eine geschützte Hauswand, wickelst den Topf mit Jute oder Kokosgewebe ein und stellst ihn auf Holz oder eine Platte, damit der Wurzelballen nicht von unten durchfriert.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung
  • Absenker

Stecklinge (empfohlene Methode): Schneide im Frühjahr oder Frühsommer 5–8 cm lange, noch nicht verholzte und noch nicht blühende Triebspitzen direkt unter einem Blattknoten ab. Entferne die unteren Blätter und stecke die Stecklinge in sandige Anzuchterde. Halte die Erde gleichmäßig feucht und stelle die Töpfe hell, aber ohne direkte Mittagssonne. Nach etwa sechs bis acht Wochen sind die Stecklinge angewurzelt – erkennbar am Neuaustrieb – und können ausgepflanzt werden.

Aussaat: Thymian ist ein Lichtkeimer – bedecke die feinen Samen beim Auslegen nicht mit Erde, sondern drücke sie nur leicht an. Starte die Voranzucht ab Ende Februar drinnen bei rund 16–20 °C; die Keimung erfolgt nach etwa 10–21 Tagen. Ab Mitte April kannst du auch direkt ins Freiland säen. Pikiere die Jungpflanzen nach vier bis fünf Wochen und pflanze sie nach den Eisheiligen aus. Beachte: Aus selbst geernteten Samen wachsen oft Pflanzen, die von der Mutterpflanze abweichen, weil Thymian leicht kreuzt – für sortenechte Vermehrung sind Stecklinge zuverlässiger.

Teilung: Alle drei bis vier Jahre vergreist Thymian und wächst von der Mitte her kahl. Grabe die Pflanze im Frühjahr aus, teile den Wurzelstock in mehrere Teile mit je eigenen Wurzeln und Trieben und setze die Teile sofort wieder ein. Das verjüngt die Pflanze und du gewinnst mehrere neue Exemplare auf einmal. Arbeite vorsichtig, damit die Mutterpflanze die Teilung gut übersteht.

Absenker: Biege im Mai oder Juni einen langen, bodennah wachsenden Seitentrieb zur Erde, fixiere ihn mit einem Drahtbügel oder einem Stein und bedecke die Stelle leicht mit Erde. Nach drei bis vier Monaten hat der Trieb eigene Wurzeln gebildet und kann von der Mutterpflanze getrennt und verpflanzt werden.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel KohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 32 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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Wo du diese Pflanze bekommst

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