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Salvia officinalis

Salbei

Volksnamen: Echter Salbei, Küchensalbei

Salbei

Beschreibung

Echter Salbei ist ein winterharter Halbstrauch mit samtig-grauen Blättern und würzig-herbem Aroma, das zu Saltimbocca, Nudeln und deftigen Gerichten passt. In der Küche und als Aufguss hat er eine lange Tradition; im Beet hält sein Duft Kohlweißling und Möhrenfliege fern.

Pflegehinweise

Pflanze ihn an einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem, kalkhaltigem Boden, Salbei verträgt Trockenheit gut und braucht kaum zusätzliches Wasser. Schneide ihn jedes Frühjahr im März kräftig zurück, damit er buschig bleibt und nicht von unten verholzt. Ernte die Blätter am aromatischsten kurz vor der Blüte an einem trockenen Vormittag.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, durchlässig, kalkliebend, mager, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum und braucht einen mageren, gut durchlässigen Boden ohne Staunässe — kalkhaltig und eher trocken ist ideal. Lockere schwere, lehmige Böden mit Sand oder feinem Kies auf; zu viel Humus und Stickstoff schwächen Aroma und Winterhärte.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Arbeite im Frühjahr (März/April) eine dünne Schicht reifen Kompost flach um die Pflanze ein. Auf sehr mageren Sandböden kannst du zusätzlich etwas Hornspäne oberflächlich einarbeiten. Einmal im Jahr reicht völlig — zu viel Stickstoff verwässert das Aroma und fördert weiche, frostanfällige Triebe.

Überwinterung

Echter Salbei übersteht den DACH-Tiefland-Winter im Beet in der Regel ohne besonderen Schutz — wichtiger als Frost ist ein durchlässiger Boden, denn Winternässe schadet den Wurzeln mehr als Kälte. Schneide ihn erst im Frühjahr zurück und decke junge oder exponiert stehende Pflanzen sowie buntlaubige Sorten mit etwas Laub oder Reisig ab; Kübel rückst du windgeschützt an die Hauswand, umwickelst sie mit Vlies und stellst sie auf eine Holzunterlage.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Aussaat
  • Teilung

Salbei lässt sich am zuverlässigsten über Stecklinge vermehren: Schneide von Ende April bis Anfang Juni halbverholzte Triebspitzen von 6–10 cm Länge ab — weder ganz weich noch bereits vollständig verholzt. Entferne die Blätter im unteren Drittel und stecke die Stecklinge in feuchtes, nährstoffarmes Anzuchtsubstrat. Stelle sie hell, aber ohne direkte Mittagssonne. Nach 3–5 Wochen, wenn sich neue Triebe zeigen, sind Wurzeln vorhanden und du kannst die Jungpflanzen einpflanzen.

Für Absenker wählst du im Sommer einen langen, biegsamen Trieb vom Rand des Strauches, drückst die Mitte in einem flachen Graben auf den Boden, bedeckst sie mit Erde und beschwerst sie mit einem Stein. Die Triebspitze schaut heraus. Der Trieb bleibt mit der Mutterpflanze verbunden und wird so weiterversorgt — nach einigen Wochen haben sich Wurzeln gebildet und du kannst ihn abtrennen.

Aussaat gelingt ab März auf der Fensterbank oder direkt im Mai ins Freiland (Lichtkeimer, nur leicht andrücken, nicht bedecken; besser besprühen als gießen). Die Keimung dauert 2–3 Wochen. Eigengesammelten Samen von ausgereiften Blütenständen im Herbst bei trockener Witterung abnehmen und trocken lagern. Beachte: Viele bunte Zuchtsorten (z. B. ‚Purpurascens') werden nicht sortenecht aus Samen, da die Nachkommen variieren.

Teilung empfiehlt sich bei älteren, aus dem Zentrum ausgelichteten Pflanzen: Grabe den Stock im frühen Frühjahr aus, teile ihn mit zwei Grabegabeln oder einem scharfen Spaten und setze die kräftigen Außenteile mit ausreichend Wurzelmasse neu ein. Jedes Teilstück braucht mehrere Knospen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel KohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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