Salvia rosmarinus
Rosmarin
Volksnamen: Antonkraut
Foto: Miguel Angel Masegosa Martínez · CC BY 2.0 · Quelle
Beschreibung
Rosmarin ist ein mediterraner Halbstrauch mit nadelartigen Blättern und intensivem, harzigem Aroma, unverzichtbar zu Kartoffeln, Lamm und Ofengemüse. Winterhärtere Sorten wie ‚Arp’ überstehen im Weinbauklima auch kalte Winter im Freien, in rauen Lagen überwintert er besser im Topf.
Pflegehinweise
Pflanze ihn an den wärmsten, vollsonnigen Platz im Garten in durchlässigen, eher kargen Boden, Staunässe ist sein größter Feind. Gieße nur sparsam und lass die Erde zwischendurch abtrocknen. Schneide nach der Blüte ab Juni leicht zurück, aber nie ins alte, blattlose Holz, und schütze ihn in kalten Lagen mit Reisig oder einem Vlies.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, durchlässig, mager, kalkliebend, trocken
Rosmarin stammt von den kalkigen Felsenküsten des Mittelmeers und braucht einen durchlässigen, eher trockenen und mageren Boden. Schwere, lehmige oder dauerfeuchte Böden mag er nicht — arbeite bei Bedarf reichlich Sand oder feinen Kies ein, denn Staunässe führt zu Wurzelfäule. Kalkhaltige, leicht alkalische Erde kommt seinem Naturstandort am nächsten.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Rosmarin braucht sehr wenig Nährstoffe. Arbeite im Frühjahr beim Neuaustrieb (März/April) etwas reifen Kompost flach um die Pflanze ein; im Topf reicht eine kleine Gabe Hornspäne an der Oberfläche. Ab dem Spätsommer nicht mehr düngen, damit die Pflanze ausreift und gut in den Winter geht.
Überwinterung
Pflanze deinen Rosmarin an einen geschützten, sonnigen Platz an einer Südwand, decke den Wurzelbereich ab Herbst mit Laub oder Reisig ab und hülle die Triebe locker in Vlies, damit er bei Wintersonne nicht austrocknet. Kübel stellst du an eine helle, kühle und frostfreie Stelle, und im Frühjahr nimmst du den Schutz schrittweise wieder ab, sobald kein Dauerfrost mehr droht.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Absenker
- Aussaat
Stecklinge (Hauptmethode): Schneide im späten Frühjahr bis Frühsommer oder alternativ im frühen Herbst 5–10 cm lange, noch nicht verholzte Triebspitzen schräg mit einem scharfen Messer ab — nicht während der Blüte, sonst bewurzeln sie kaum. Entferne die unteren Blätter, sodass nur 2–3 Blattpaare oben verbleiben. Stecke die Stecklinge in durchlässige, nährstoffarme Anzuchterde oder stelle sie zum Vorwurzeln ins Wasserglas. Halte die Erde gleichmäßig feucht und stelle den Topf hell und warm (ca. 20 °C). Erste Wurzeln bilden sich nach 2–3 Wochen, neue Triebe nach 4–8 Wochen.
Absenker (layering): Besonders für kriechende oder niederliegende Sorten geeignet. Biege einen biegsamen Trieb der Mutterpflanze im Frühjahr oder Sommer nach unten in eine flache Bodenmulde (ca. 5–8 cm tief), fixiere ihn mit einem Drahtbügel und bedecke den Kontaktbereich mit Erde. Nach einigen Wochen bis Monaten bilden sich Wurzeln; danach den Absenker vom Mutterstrauch abtrennen und an den gewünschten Standort setzen.
Aussaat (nur als Ergänzung): Rosmarin ist ein Lichtkeimer — drücke die Samen nur leicht an, ohne sie zu bedecken. Säe von Februar bis April in feuchte, sandige Anzuchterde bei 16–24 °C. Die Keimung ist unregelmäßig und dauert 15–35 Tage, manchmal auch länger. Die Aussaat ist deutlich langsamer als Stecklinge und die Keimrate fällt oft gering aus; sortenechte Eigenschaften können verloren gehen. Für Arten-Rosmarin aus Saatgut trotzdem möglich.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel KohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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