Portulaca oleracea
Portulak
Volksnamen: Sommerportulak, Gemüseportulak, Burzelkraut
Foto: ZooFari · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Portulak ist ein wärmeliebendes Sommergemüse mit dicken, saftigen Blättern und einem nussig-säuerlichen Geschmack. Die niederliegenden Triebe wachsen schnell und liefern dir den ganzen Sommer über frische Blätter für Salate. Als Sukkulente verträgt er Trockenheit besser als die meisten Blattgemüse.
Pflegehinweise
Säe ab Mitte Mai (KW 20) direkt ins warme Beet, denn Portulak keimt erst ab 20 °C zuverlässig. Halte die Erde locker und sonnig, gieße mäßig und ernte regelmäßig die jungen Triebspitzen, so verzweigt die Pflanze und treibt bis September immer wieder nach.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, nährstoffreich
Portulak mag lockeren, gut durchlässigen Boden — sandig-lehmige Mischungen sind ideal, Staunässe verträgt er nicht. Ein eher magerer Boden ist völlig okay; vor der Aussaat lockerst du die Erde flach auf und arbeitest etwas reifen Kompost ein.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Apr–Mai
Zur Beetvorbereitung im Frühjahr arbeitest du vor der Aussaat (ab Mitte Mai) etwas reifen Kompost flach ein — das reicht für die ganze Saison. Als Schwachzehrer braucht Portulak keine Nachdüngung; nur bei sehr sandigen, ausgewaschenen Böden kannst du beim Einarbeiten etwas Hornspäne ergänzen.
Überwinterung
Portulak ist bei uns einjährig und stirbt schon bei der ersten Frostnacht vollständig ab — die Pflanze selbst musst du nicht überwintern. Lass im Herbst einzelne Pflanzen aussamen oder ernte reife Samen ab und lagere sie kühl und trocken, dann säst du ab Mitte Mai nach den Eisheiligen neu aus.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
Portulak (Portulaca oleracea) vermehrst du am einfachsten durch Direktsaat: Streue die winzigen Samen ab Mitte Mai bis August direkt ins Beet und drücke sie nur leicht an — er ist Lichtkeimer und darf nicht mit Erde bedeckt werden, schon wenige Millimeter Erde schaden der Keimung. Die Keimung gelingt zuverlässig erst ab Bodentemperaturen um 20–22 °C, daher lohnt eine frühere Aussaat kaum. Bei warmem Boden keimt er schnell, meist nach fünf bis zehn Tagen; erste junge Blätter kannst du schon nach rund vier Wochen ernten. Portulak sät sich danach zuverlässig selbst aus — willst du das eindämmen, entferne die Blütenstände, bevor die Samenkapseln aufspringen. Für die vegetative Vermehrung (etwa um eine besondere Pflanze über die Saison zu halten) schneidest du 5–8 cm lange, kräftige Triebspitzen ab, entfernst die untersten Blätter und steckst sie entweder in ein Glas Wasser oder direkt in ein lockeres, feuchtes Sand-Erde-Gemisch. Dank seiner sukkulenten Triebe bewurzelt er sehr willig: an einem warmen, hellen Standort bilden sich oft schon nach wenigen Tagen, spätestens nach ein bis zwei Wochen, Wurzeln. Halte das Substrat dabei nur leicht feucht, Staunässe lässt die Stecklinge faulen. Am verlässlichsten klappt das im Sommer bei Temperaturen über 20 °C.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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