Zum Inhalt springen

Daucus carota subsp. sativus

Möhre

Volksnamen: Karotte, Gelbe Rübe

Möhre

Foto: Robert Couse-Baker · CC BY 2.0 · Quelle

Beschreibung

Die Möhre ist ein dankbares Wurzelgemüse für tiefgründige, lockere Böden und gelingt auch Anfängern. Neben Speisezwiebel und Knoblauch wächst sie besonders gut, der Geruch hält die Möhrenfliege fern.

Pflegehinweise

Säe dünn in lockere, steinfreie Erde und halte den Boden bis zum Auflaufen gleichmäßig feucht. Vereinzle die Sämlinge auf etwa Fingerbreite, damit die Wurzeln Platz haben, und häufle bei freiliegenden Schultern etwas Erde an.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
FruchtfolgeDoldenblütler
WasserbedarfMittel

Möhren brauchen einen tief gelockerten, steinfreien, sandig-lehmigen Boden mit etwas Humus — die Wurzeln wollen freie Bahn, sonst gabeln sie oder bleiben kurz. Vermeide Staunässe und Verschlämmung sowie frischen Mist vor der Aussaat; verwende nur gut verrottetes Material.

Doldenblütler (Möhre, Sellerie, Pastinake) mittelzehrend — 4 Jahre Pause hält Möhrenfliege und Bodenpilze klein.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Apr

Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat (März/April) gut verrotteten Kompost flach in den Boden ein. Auf leichten, humusarmen Böden kannst du zusätzlich Hornspäne als langsame Stickstoffquelle untermischen. Verzichte auf Jauche, Gülle und Frischmist — zu viel rasch verfügbarer Stickstoff treibt das Laub auf Kosten der Wurzel und fördert das Gabeln. Eine Nachdüngung während der Kultur ist nicht nötig.

Überwinterung

Möhren kannst du im Beet überwintern, wenn du sie schützt: Schneide nach dem Absterben das Kraut knapp über dem Boden ab, häufle die Rüben mit Erde an und decke das Beet mit einer dicken Schicht aus trockenem Stroh, Laub oder Heu ab, bei stärkerem Frost zusätzlich mit Vlies — so holst du sie portionsweise frisch heraus, solange der Boden nicht durchgefroren ist. Alternativ erntest du vor dem ersten harten Frost komplett und lagerst die Möhren in feuchtem Sand eingeschichtet kühl und dunkel im Keller.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Die Möhre wird ausschließlich durch Aussaat vermehrt. Für eigenes Saatgut lässt du im zweiten Standjahr ausgewählte, sortenechte Wurzeln stehen (oder überwinterst sie kühl und feucht in Sand eingelagert und pflanzt sie im Frühjahr wieder aus). Pflanze möglichst mehrere Wurzeln derselben Sorte (besser 10–30) für eine gute Bestäubung. Im Sommer des zweiten Jahres bilden sich die weißen Doldenblütenstände, die von Insekten bestäubt werden. Achtung: Kreuzungsgefahr mit der wilden Möhre (Daucus carota subsp. carota) — sie gehören zur selben Art und kreuzen leicht ein. Halte deshalb beim Samenbau großzügigen Abstand (mindestens 500 m, sicherer mehr) zu blühenden Wildmöhren oder anderen blühenden Sorten. Schneide die Hauptdolden ab, sobald die ersten Samen dunkel-braun werden; die äußeren Doldenzweige reifen nach. Hänge die Dolden kopfüber über einem Tuch an einem luftigen, trockenen Ort zum Nachtrocknen auf. Reibe die Samen anschließend aus den Dolden heraus und siebe die Spreu ab. Verwende nur samenfeste, keine F1-Hybridsorten — nur diese geben sortenechtes Saatgut weiter. Verzichte außerdem auf Pflanzen, die schon im ersten Jahr geschossen sind, denn diese Neigung vererbt sich. Für die direkte Ernte säst du von März bis Juni ins Freiland (Abstand ca. 3–4 cm in der Reihe, Reihenabstand 25–30 cm), bedecke die Samen nur 1–2 cm dünn mit Erde und halte die Oberfläche gleichmäßig feucht bis zum Keimen, das 2–3 Wochen oder etwas länger dauern kann.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel NarzisseSchneeglöckchenZierlauchBärlauchSchmucklilie

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Korbblütler (Asteraceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleGewöhnlicher SonnenhutHerbstaster und 44 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel StangenbohneFeuerbohneLimabohneSojabohneWeißkleeErdnuss und 22 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Für angemeldete Gärtner

Melde dich an, um Symptome, Schweregrad, Saison und Vorbeugung für all deine Pflanzen zu sehen.

Anmelden

Kostenloses Konto, in 30 Sekunden eingerichtet.

Sorten

7 Sorten
Alle 7 Sorten ansehen

Erfahrungen aus echten Gärten

Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.

Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.

Wenn du eigene Notizen anlegen willst, melde dich an oder leg ein Konto an.