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Delphinium elatum

Rittersporn

Volksnamen: Hoher Rittersporn, Garten-Rittersporn

Rittersporn

Beschreibung

Der Hohe Rittersporn setzt mit seinen meterhohen, leuchtend blauen Blütenkerzen im Juni und Juli den eindrucksvollsten Akzent jeder Staudenrabatte. Hummeln steuern die Blüten den ganzen Tag an. Alle Pflanzenteile sind giftig, deshalb gehört er nicht in ein Beet, an dem kleine Kinder naschen.

Pflegehinweise

Pflanze den Rittersporn in nahrhaften, frischen Boden an einen sonnigen, windgeschützten Platz und stütze die hohen Stängel rechtzeitig, bevor ein Sommergewitter sie knickt. Schneide ihn direkt nach der ersten Blüte (Juli · KW 28) bodennah zurück und dünge nach, dann schiebt er bis September oft eine zweite Blüte nach. Gieße in Trockenphasen gründlich.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Rittersporn braucht einen tiefgründigen, humusreichen und gleichmäßig frischen Boden — lehmig-locker, gut durchlässig und ohne Staunässe. Auf schweren Tonböden arbeitest du Kompost und etwas Sand ein, damit die Flachwurzeln nicht ersticken; neutrale bis leicht kalkhaltige Böden kommen ihm entgegen, während saure Böden unter pH 6,5 Wuchs und Blühfreude mindern.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär, Apr, Jul

Im Frühjahr beim Austrieb (März–April) arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach in die Bodenoberfläche ein. Nach dem ersten Blütenflor (Juni/Juli) schneidest du die Staude bodennah zurück und gibst rund um den Stock erneut gut verrotteten Kompost oder Hornspäne, damit der zweite Flor im Spätsommer kräftig ausfällt.

Überwinterung

Rittersporn ist winterhart und übersteht den DACH-Winter im Freiland ohne Schutz. Schneide die Stiele im Spätherbst bodennah zurück; nur an kahlen, windexponierten Lagen kannst du etwas Laub oder Reisig auflegen.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung

Aussaat: Rittersporn ist Lichtkeimer – die Samen brauchen Helligkeit zum Keimen. Eine Kältebehandlung hilft: Leg die Samen ein bis zwei Wochen vor der Aussaat in ein feuchtes Tuch und stell sie in den Kühlschrank. Danach im Frühjahr in Anzuchterde säen und die Samen nur ganz leicht andrücken – nie mit Erde abdecken. Kühl und hell halten; bei rund 13–15 °C keimen sie meist innerhalb von zwei Wochen. Wichtig: Elatum-Hybriden geben bei Aussaat die Sorteneigenschaften oft nicht sicher weiter – für sortenechte Nachzucht bevorzuge Stecklinge oder Teilung.

Basalstecklinge (für Sortentreue): Das ist die zuverlässigste Methode, wenn du eine bestimmte Sorte erhalten willst. Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, sobald die Bodentriebe 8–10 cm lang sind – typisch März bis April. Entferne etwas Erde rund um den Stock und schneide einen Trieb dicht am Wurzelhals heraus, am besten mit einem kleinen Stück Wurzelmasse. Nimm nur feste, nicht hohle Triebe – hohle Stängel faulen beim Bewurzeln leicht. Steck den Steckling in durchlässiges Substrat (z. B. ein Erde-Sand-Gemisch), halte ihn gleichmäßig feucht und stell ihn hell, aber ohne direkte Sonne. Nach vier bis sechs Wochen ist er angewurzelt und kann ins Beet.

Teilung: Alle drei bis vier Jahre im frühen Frühjahr, sobald die ersten Triebe austreiben, lohnt sich die Teilung – der Stock verjüngt sich und blüht kräftiger. Grab die Pflanze großzügig aus, achte auf die fleischigen und etwas brüchigen Wurzeln und teile den Stock mit einem scharfen Spaten oder Messer. Jedes Teilstück braucht mindestens zwei bis drei Austriebe und intakte Wurzeln. Pflanz die Teile sofort wieder ein und gieße gut an.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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