Tetragonia tetragonioides
Neuseeländer Spinat
Volksnamen: Neuseeländerspinat, Neuseelandspinat
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Neuseeländer Spinat ist der Sommer-Ersatz für echten Spinat: Er liebt Hitze und schießt im Gegensatz zum Gartenspinat auch bei langen Tagen nicht in die Blüte. Die fleischigen, dreieckigen Blätter wuchern über den Boden und liefern dir von Juni bis zum ersten Frost kontinuierlich Erntegut. Wegen des Oxalsäuregehalts solltest du die Blätter vor dem Verzehr kurz blanchieren.
Pflegehinweise
Weiche die harten Samen einen Tag in lauwarmem Wasser ein und säe ab Ende April nach Frostgefahr an einen sonnigen, nährstoffreichen Platz. Gib jeder Pflanze viel Raum, denn sie breitet sich weit aus. Pflücke regelmäßig die jungen Triebspitzen, das hält die Pflanze buschig und produktiv bis Oktober.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Gib Neuseeländer Spinat einen lockeren, gut durchlässigen Boden — sandiger Lehm oder lehmiger Sand mit ordentlich Humus ist ideal, Staunässe verträgt er nicht. Er ist salztolerant und kommt sogar mit küstennahen, leicht salzigen Böden zurecht.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Apr–Aug
Arbeite einige Wochen vor der Aussaat im Frühjahr reifen Kompost flach in den Boden ein — auf gut versorgten Gartenböden reicht das als Grundversorgung meist aus. Bei nährstoffärmerem Boden kannst du dabei etwas Hornspäne untermischen, die den Stickstoff langsam freigeben. Wächst die Pflanze im Hochsommer schwach, hilft ein gelegentlicher Nachschub mit verdünnter Brennnesseljauche.
Überwinterung
Neuseeländer Spinat verträgt keinen Frost und stirbt im DACH-Tiefland im Winter ab — führe ihn als Einjahreskultur und säe im Frühjahr neu aus (ab Februar im Haus vorziehen). Alternativ topfst du im Herbst kräftige Triebe ein und überwinterst sie hell und frostfrei bei etwa 5 bis 10 Grad, dann hast du im Frühjahr fertige Jungpflanzen.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Neuseeländer Spinat vermehrst du ausschließlich über Samen — vegetative Methoden sind für diese einjährige Art nicht praktikabel. Die harte Samenschale hemmt die Keimung, daher weichst du die Samen vor der Aussaat 24 Stunden in lauwarmem Wasser ein; wer sichergehen will, raut die Schale zusätzlich vorsichtig mit einer Nagelfeile an. Für die Vorkultur säst du ab Mitte Februar bis März je 2–3 Samen knapp 1 cm tief in Töpfe bei mindestens 20 °C Raumtemperatur. Die Keimung dauert je nach Temperatur 2–6 Wochen — Geduld ist nötig, die Erde darf in dieser Zeit nicht austrocknen. Nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) pflanzt du die Jungpflanzen mit 50 × 50 cm Abstand ins Freiland. Direktsaat ins Freiland ist ab Mai möglich, sobald der Boden dauerhaft über 10 °C warm ist. Zur Saatguternte lässt du einzelne Triebe ausreifen: Die kantigen Samen werden braun und fallen leicht ab — früh ernten und nachtrocknen lassen. Eigenes Saatgut bleibt bei kühler, trockener und dunkler Lagerung etwa drei Jahre keimfähig.
Mischkultur
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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