Ribes rubrum 'Weiße'
Weiße Johannisbeere
Volksnamen: Weiße Ribisel
Foto: Marie-Lan Nguyen · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Weiße Johannisbeere ist die milde, fast honigsüße Schwester der roten Sorte und schmeckt frisch vom Strauch herrlich. Ihre durchscheinenden Beeren sind ein hübscher Blickfang und bei Kindern beliebt. Sorten wie ‚Weiße Versailler’ tragen zuverlässig und reich.
Pflegehinweise
Setze den Strauch im Herbst (Oktober · KW 43) an einen sonnigen Platz in lockeren, humosen Boden. Sie fruchtet am mehrjährigen Holz, schneide im Winter (Februar · KW 7) nur die ältesten, abgetragenen Triebe heraus und halte die Mitte licht. Mulche den Wurzelbereich und wässere bei Trockenheit gleichmäßig.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich
Du brauchst einen mittelschweren, humosen Boden, der Feuchtigkeit gut hält, aber keine Staunässe bildet — sandige Lehmböden mit guter Durchlüftung sind ideal. Als Flachwurzler profitiert die Weiße Johannisbeere von reichlich Humus in den oberen 20–30 cm; vor dem Pflanzen den Boden lockern, Kompost einarbeiten und anschließend mulchen.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Feb, Mär, Okt, Nov
Im Spätherbst legst du eine Lage gut verrotteten Kompost rund um den Strauch auf und harkst sie leicht ein, damit das organische Material über Winter einzieht. Im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb arbeitest du flach eine weitere Kompostgabe mit Hornspänen ein, um den hohen Stickstoff- und Kaliumbedarf für Triebwachstum und Fruchtansatz zu decken. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hält zusätzlich Feuchtigkeit und liefert kontinuierlich Nährstoffe; ergänzend kannst du im Frühjahr Beinwell- oder Brennnesseljauche gießen. Arbeite Dünger immer nur flach ein, um die empfindlichen flachen Wurzeln zu schonen.
Schnitt
Die Weiße Johannisbeere (Ribes rubrum) trägt an zwei- bis dreijährigem Holz (Spornen) — lichte sie aus, indem du jährlich die 3–4 ältesten Gerüsttriebe (über 4–5 Jahre, dunkles Holz) bodennah entfernst und 3–4 kräftige Jungtriebe stehen lässt. Bester Zeitpunkt ist direkt nach der Ernte (Juli/August · KW 28–32); ein Auslichten im laubfreien Spätwinter (Februar/März) ist als Alternative ebenfalls möglich.
Überwinterung
Weiße Johannisbeeren sind vollständig winterhart und brauchen im Beet keinen Frostschutz; eine dünne Mulchschicht aus Laub oder Kompost um die Wurzeln genügt. Kübel-Exemplare stellst du an eine geschützte Hauswand und packst den Topf in Vlies oder Jute, da die Wurzeln im Gefäß stärker frostgefährdet sind als im Boden.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Absenker
Die zuverlässigste Methode ist die Vermehrung durch verholzte Steckhölzer: Schneide im Spätherbst nach dem Laubfall einjährige, bleistiftdicke Triebe in ca. 20 cm lange Stücke. Jedes Steckholz braucht mindestens zwei bis drei Knospen; schneid oben gerade über einer Knospe und unten schräg ab, damit kein Regenwasser auf der Schnittstelle steht und du das obere Ende klar erkennst. Lockere die Erde vorher tief und steck die Hölzer in lockere, humusreiche Erde, sodass nur das oberste Drittel mit ein bis zwei Knospen herausschaut. Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber vermeide Staunässe. Bis zum folgenden Herbst haben sich kräftige Wurzeln gebildet; dann pflanzt du die Jungsträucher an ihren endgültigen Standort. Als etwas bequemere Alternative eignet sich der Absenker: Biege im Frühjahr einen langen, bodennahen Trieb in einem flachen Bogen zur Erde, ritze die Rinde an der tiefsten Stelle leicht an, befestige den Trieb mit einem Haken oder einem Stein und bedecke diese Stelle fingerbreit mit Erde. Die Triebspitze bleibt aufrecht. Halte die Stelle feucht; bis zum Herbst ist der Absenker bewurzelt und du kannst ihn vom Mutterstrauch abtrennen und umpflanzen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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Sorten
4 Sorten‚Blanka‘
Eine ertragreiche, spät reifende weiße Johannisbeere aus tschechischer Züchtung, die für ihre außergewöhnlich langen Trauben bekannt ist.
‚Primus‘
Eine gesunde, zuverlässige weiße Johannisbeere aus tschechischer Züchtung, die für ihren milden Geschmack und ihre Robustheit geschätzt wird.
‚Weiße Versailler‘
Die klassische weiße Johannisbeere schlechthin und seit über 150 Jahren in Hausgärten zu Hause.
‚Zitavia‘
Eine moderne weiße Johannisbeere aus tschechischer Züchtung, die durch gesundes Laub und gleichmäßigen Behang überzeugt.
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