Ribes rubrum 'Weiße'
Weiße Johannisbeere
Volksnamen: Weiße Ribisel
Foto: Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Die Weiße Johannisbeere ist die milde, fast honigsüße Schwester der roten Sorte und schmeckt frisch vom Strauch herrlich. Ihre durchscheinenden Beeren sind ein hübscher Blickfang und bei Kindern beliebt. Sorten wie ‚Weiße Versailler’ tragen zuverlässig und reich.
Pflegehinweise
Setze den Strauch im Herbst (Oktober · KW 43) an einen sonnigen Platz in lockeren, humosen Boden. Sie fruchtet am mehrjährigen Holz, schneide im Winter (Februar · KW 7) nur die ältesten, abgetragenen Triebe heraus und halte die Mitte licht. Mulche den Wurzelbereich und wässere bei Trockenheit gleichmäßig.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich
Du brauchst einen mittelschweren, humosen Boden, der Feuchtigkeit gut hält, aber keine Staunässe bildet — sandige Lehmböden mit guter Durchlüftung sind ideal. Als Flachwurzler profitiert die Weiße Johannisbeere von reichlich Humus in den oberen 20–30 cm; vor dem Pflanzen den Boden lockern, Kompost einarbeiten und anschließend mulchen.
Düngung
Starkzehrer
Im Spätherbst legst du eine Lage gut verrotteten Kompost rund um den Strauch auf und harkst sie leicht ein, damit das organische Material über Winter einzieht. Im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb arbeitest du flach eine weitere Kompostgabe mit Hornspänen ein, um den hohen Stickstoff- und Kaliumbedarf für Triebwachstum und Fruchtansatz zu decken. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hält zusätzlich Feuchtigkeit und liefert kontinuierlich Nährstoffe; ergänzend kannst du im Frühjahr Beinwell- oder Brennnesseljauche gießen. Arbeite Dünger immer nur flach ein, um die empfindlichen flachen Wurzeln zu schonen.
Schnitt
Die Weiße Johannisbeere (Ribes rubrum) trägt an zwei- bis dreijährigem Holz (Spornen) — lichte sie aus, indem du jährlich die 3–4 ältesten Gerüsttriebe (über 4–5 Jahre, dunkles Holz) bodennah entfernst und 3–4 kräftige Jungtriebe stehen lässt. Bester Zeitpunkt ist direkt nach der Ernte (Juli/August · KW 28–32); ein Auslichten im laubfreien Spätwinter (Februar/März) ist als Alternative ebenfalls möglich.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Nematus ribesii
Die Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii) legt ihre Eier an die Blattunterseiten von Stachelbeeren und Johannisbeeren, wo die grünen, schwarz gepunkteten Larven schlüpfen.
Mehr zu StachelbeerblattwespeSorten
4 Sorten‚Blanka’
Eine ertragreiche, spät reifende weiße Johannisbeere aus tschechischer Züchtung, die für ihre außergewöhnlich langen Trauben bekannt ist.
‚Primus’
Eine gesunde, zuverlässige weiße Johannisbeere aus tschechischer Züchtung, die für ihren milden Geschmack und ihre Robustheit geschätzt wird.
‚Weiße Versailler’
Die klassische weiße Johannisbeere schlechthin und seit über 150 Jahren in Hausgärten zu Hause.
‚Zitavia’
Eine moderne weiße Johannisbeere aus tschechischer Züchtung, die durch gesundes Laub und gleichmäßigen Behang überzeugt.
Erfahrungen aus echten Gärten
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