Sortenpass
Zwetschge ‚Katinka’
Prunus domestica subsp. domestica · Rosaceae
- Reifezeit
- früh
- Wuchsstärke
- schwach
Über diese Sorte
Die früheste Zwetschge im Sortiment: schon Mitte/Ende Juli reif und damit der Saisonauftakt. Sie ist selbstfruchtbar, scharkatolerant und wächst eher schwach — gut geeignet für kleine Gärten oder als zusätzlicher Baum für die frühe Ernte. Die Früchte essen sich am besten frisch, lange lagern lassen sie sich nicht.
Mild-süß und saftig, mit kleinerem Stein als die späten Sorten. Eine Naschzwetschge für den Hochsommer, wenn die Hauszwetschge noch lange nicht so weit ist.
Schnitt
Schneide deine Zwetschge im Sommer direkt nach der Ernte (Juli bis Anfang September) bei trockenem, warmem Wetter, dann heilen die Wunden am besten. Halte den Erhaltungsschnitt jährlich und zurückhaltend; vernachlässigte Bäume verjüngst du über mehrere Jahre verteilt, ebenfalls im Sommer.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
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Frostspanner (Kleiner Frostspanner)
Operophtera brumata
Der Kleine Frostspanner fällt im Frühjahr durch seine grünen, beim Kriechen „Katzenbuckel“-spannenden Raupen auf, die ab dem Austrieb Knospen, Blüten und junge Blätter durchlöchern und verspinnen. Die Weibchen sind flügellos und wandern im milden Spätherbst zu Fuß die Stämme hinauf, um an den Knospen ihre Eier abzulegen. Bei Massenvermehrung bleibt von jungen Trieben nur das Blattgerippe.
Vorbeugen
Lege ab Ende September Leimringe um Stamm und Pfahl, um die hochwandernden Weibchen vor der Eiablage abzufangen, und erneuere den Leim bei Verschmutzung über den ganzen Herbst. Fördere Meisen mit Nistkästen — eine Brut vertilgt Tausende Raupen — und schüttle bei beginnendem Fraß die Raupen morgens auf eine ausgebreitete Plane; bei starkem Befall hilft eine Bacillus-thuringiensis-Spritzung gegen die jungen Raupen.
Pflaumenwickler
Grapholita funebrana
Der Pflaumenwickler ist das Pendant zum Apfelwickler an Steinobst: Der Falter legt ab Juni Eier an junge Früchte, die Raupe bohrt sich zum Stein durch und löst Gummifluss sowie vorzeitige, „falsche“ Reife mit Fruchtfall aus. Aufgeschnittene Früchte zeigen die rötliche Raupe und einen kotgefüllten Gang. Bei warmem Spätsommer folgt eine schädlichere zweite Generation im August.
Vorbeugen
Hänge ab Anfang Juni Pheromonfallen zur Flugkontrolle auf und lege Wellpappe-Fanggürtel um den Stamm, in denen sich die Raupen verpuppen — regelmäßig kontrollieren und entsorgen. Sammle befallenes Fallobst täglich auf, bürste lose Altborke ab und fördere Meisen und Ohrwürmer als natürliche Gegenspieler; bei starkem Druck hilft das Granulosevirus-Präparat (Cydia-pomonella-Granulovirus) nach Pheromon-Warnung.
