Gladiolus × hortulanus
Gladiole
Volksnamen: Schwertblume, Siegwurz
Foto: 3268zauber · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Gladiole schickt im Hochsommer hohe Blütenähren in die Höhe und ist eine klassische, langlebige Schnittblume für den Strauß. Die Knollen treiben jedes Jahr neu aus und lassen sich gut gestaffelt setzen, sodass von Juli bis September immer etwas blüht.
Pflegehinweise
Lege die Knollen ab Mitte April bis Mai gestaffelt rund 10 cm tief in lockeren, sonnigen Boden, alle zwei Wochen ein paar neue verlängern die Blütezeit. Stütze die hohen Stängel an windigen Standorten und gieße bei Trockenheit. Grabe die Knollen nach dem ersten Frost aus, trockne sie ab und überwintere sie frostfrei und luftig.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Wähle einen tiefgründig gelockerten, humosen und gut durchlässigen Boden – am besten sandig-lehmig. Staunässe musst du unbedingt vermeiden, sonst faulen die Knollen; schwere Lehmböden lockerst du mit grobem Sand auf, leichte Sandböden reicherst du mit reifem Kompost an.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Jul
Beim Pflanzen der Knollen im April/Mai arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein. In der Hauptwachstumsphase (Mai bis Juli) versorgst du die Pflanzen alle drei bis vier Wochen organisch nach, etwa mit Komposttee. Setze dabei nicht zu stark auf Stickstoff – das bringt viel Laub, aber schwächere Blütenstiele. Nach der Blüte stellst du die Düngung ein, damit die Knolle ihre Reserven einlagern kann.
Überwinterung
Grab die Gladiolen-Knollen vor dem ersten Frost aus (etwa Mitte Oktober bis Anfang November, wenn das Laub welkt), lass sie an einem luftigen, frostfreien Platz ein bis zwei Wochen trocknen und sortiere weiche oder faule Knollen aus. Die gesunden Knollen lagerst du den Winter über trocken, dunkel und frostfrei bei rund 5 bis 8 Grad (zum Beispiel im Keller) und pflanzt sie ab Ende April wieder aus, wenn keine Fröste mehr drohen.
Vermehrung
Methoden
- Kindel
- Teilung
Die einfachste und zuverlässigste Methode ist die Vermehrung über Brutknollen (Kormel): Wenn du die Knollen im Herbst – etwa sechs Wochen nach der Blüte, spätestens Anfang Oktober – ausgräbst, findest du am Grund der Mutterknolle zahlreiche kleine Tochterknöllchen. Trenne diese vorsichtig von Hand ab, behalte vor allem die größten (etwa erbsen- bis murmelgroß), lass sie einige Tage an einem luftigen Ort antrocknen und lagere sie frostfrei, kühl und trocken (idealerweise um 5–8 °C) über den Winter ein – am besten in Papiertüten oder locker in Sand. Ab Ende April, nach den Eisheiligen, pflanzt du die Kormel etwa 5–8 cm tief ins Freiland. Plane zwei bis drei Jahre Geduld ein, bis die Tochterknollen blühfähig sind – in den ersten Jahren bilden sie nur Blätter und sammeln Kraft.
Alternativ kannst du große, kräftige Mutterknollen mit mehreren deutlich sichtbaren Augen im Frühjahr kurz vor dem Einpflanzen teilen. Schneide die Knolle mit einem sauberen, scharfen Messer so, dass jedes Teilstück mindestens ein Auge UND ein Stück der Basisplatte (die flache Unterseite, an der die Wurzeln austreiben) trägt – ohne Basisplatte wurzelt das Teilstück nicht. Lass die Schnittflächen kurz antrocknen, bevor du die Stücke einpflanzt. Diese Methode liefert schneller blühfähige Pflanzen als die Kormel-Anzucht.
Sortenreinheit ist bei beiden Methoden gewährleistet, da du vegetativ vermehrst. Verzichte auf Samenvermehrung bei Garten-Gladiolen – da Gladiolus × hortulanus ein Hybride ist, entsprechen die Sämlinge nicht der Muttersorte und zeigen meist unvorhersehbare Farben.
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Gute Nachbarn
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