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Dahlia pinnata

Knollen-Dahlie

Volksnamen: Dahlie, Georgine

Knollen-Dahlie

Beschreibung

Die Knollen-Dahlie blüht von Juli bis zum ersten Frost in einer enormen Bandbreite von Formen und Farben und ist eine der dankbarsten Schnittblumen im Bauerngarten. Sie wächst aus überwinterten Knollen und liefert über Monate Nachschub für die Vase.

Pflegehinweise

Treibe die Knollen ab Mitte April frostfrei vor und pflanze sie nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) an einen sonnigen Platz in nährstoffreichen Boden. Gieße regelmäßig und durchdringend, besonders in Hitzeperioden, und schneide Verblühtes konsequent ab für eine lange Blüte. Hole die Knollen nach dem ersten Frost im Oktober aus dem Boden und überwintere sie frostfrei und trocken.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfHoch

Dahlien brauchen einen lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — Staunässe lässt die Knollen faulen. Schwere Lehmböden arbeitest du vor dem Pflanzen mit reifem Kompost und etwas Sand auf; der pH liegt am besten leicht sauer bei etwa 6,5.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mai–Jul

Beim Pflanzen der Knollen ab Mitte Mai gibst du reifen Kompost ins Pflanzloch und arbeitest Hornspäne flach ein — das trägt durch die Anwachsphase. Während der Wachstums- und Blütezeit (Juni bis August) legst du etwa alle drei bis vier Wochen mit organischem Dünger nach. Ab Ende August stellst du die Düngung ein, damit die Knollen ausreifen und gut überwintern.

Überwinterung

Nach dem ersten Nachtfrost (das Laub wird schwarz) die Stängel auf etwa 10–15 cm zurückschneiden und die Knollen an einem trockenen Tag vorsichtig mit der Grabegabel ausstechen. Erde abschütteln, die Knollen ein paar Tage abtrocknen lassen und dann kühl (etwa 5–8 °C), dunkel und frostfrei in trockenem Sand oder Sägespänen lagern, ohne dass sie sich berühren; gelegentlich auf Fäulnis prüfen und nach den Eisheiligen wieder einpflanzen.

Vermehrung

Methoden

  • Teilung
  • Stecklinge
  • Aussaat

Drei Methoden stehen dir zur Verfügung, wobei Knollenteilung und Stecklinge für sortenechte Nachzucht die wichtigsten sind. Aus Samen gezogene Dahlien fallen nicht sortenecht.

Knollenteilung (Division): Hole die Knollen Ende Februar bis Anfang März aus dem Winterquartier. Warte, bis an der Krone (dem Stängelansatz) kleine Augen sichtbar austreiben – erst dann erkennst du sicher, wo neue Triebe entstehen. Lassen sich die Augen schwer erkennen, stell die Knollen ein paar Tage warm und hell, bis sie sich zeigen. Teile mit einem sauberen, scharfen Messer so, dass jedes Teilstück mindestens ein Auge und ein Stück des Mutterstängels (Kronenhals) trägt – Teilstücke ohne Auge bleiben „blind" und treiben nicht aus. Schrumpelige Knollen kannst du vor dem Teilen eine Stunde in kühlem Wasser einweichen. Die Teilstücke direkt in feuchtem, nicht nassem Substrat anwachsen lassen.

Stecklinge (Cutting): Lege die Knollen ab Anfang Februar halb eingegraben in Erde warm (16–18 °C) und hell an, sodass die Triebspitzen sichtbar bleiben. Wenn die Triebe 6–8 cm lang sind und zwei bis drei Blattpaare tragen, schneidest du sie knapp über der Knolle ab. Topfe sie sofort in gut durchlässige Anzuchterde und halte das Substrat gleichmäßig feucht, ohne zu vernässen; regelmäßiges Lüften beugt Schimmel vor. Ab Ende März kannst du die Jungpflanzen tagsüber ins Freie stellen zum Abhärten, nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Beet auspflanzen.

Aussaat (Seed): Ab Februar bis Anfang April Samen nur knapp 0,5 cm tief in Anzuchterde säen, abdecken und bei ca. 20 °C feucht halten. Beachte: Aussaat eignet sich nur für nicht-sortengebundene Dahlien (z. B. Mischungen) oder Neuzüchtungen – die Dahlie ist eine natürliche Hybride und wird von Insekten fremdbestäubt, deshalb blühen Sämlingsnachkommen in Farbe und Form abweichend von der Muttersorte. Blüte meist ab August im ersten Jahr.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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