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Astilbe arendsii

Prachtspiere

Volksnamen: Astilbe, Arends-Prachtspiere, Garten-Spierstaude

Prachtspiere

Beschreibung

Die Prachtspiere ist die Königin des feuchten Halbschattens: Von Juni bis August schweben ihre federleichten Blütenrispen in Weiß, Rosa, Lachs und tiefem Rot über fein gefiedertem, oft bronzefarben austreibendem Laub. Sie ist die ideale Partnerin für Funkien und Farne am Gehölzrand oder Teichufer und bleibt auch nach der Blüte mit ihren rostbraunen Samenständen attraktiv.

Pflegehinweise

Pflanze sie in humosen, dauerhaft frischen bis feuchten Boden in den Halbschatten, Trockenheit verzeiht sie nicht, dann werden die Blattränder braun. Gieße in heißen Wochen reichlich und mulche den Wurzelbereich, um die Feuchtigkeit zu halten. Teile den Horst alle drei bis vier Jahre im Frühjahr, weil er sich mit der Zeit nach oben aus dem Boden schiebt. Die Samenstände darfst du über den Winter als Struktur stehen lassen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

humos, lehmig, feucht, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 2 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfHoch

Prachtspieren wollen einen gleichmäßig feuchten, humusreichen und lockeren Boden – lehmige Anteile sind ideal, weil sie das Wasser gut halten. Staunässe verträgt sie nicht, kalkhaltige oder rein sandige Böden mag sie nicht. Sandigen Boden vor dem Pflanzen großzügig mit reifem Kompost aufbessern, damit die Feuchtigkeit nicht sofort versickert.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär, Apr, Jul

Im Frühjahr zum Austrieb (etwa März bis Mai) reifen Kompost flach um die Horste einarbeiten und mit etwas Hornspänen ergänzen – das deckt den hohen Nährstoffbedarf langsam und gleichmäßig. Nach der Blüte im Sommer kannst du eine dünne Mulchschicht aus Kompost nachlegen; das hält den Boden feucht, was für diese Feuchtigkeitszeigerin wichtig ist, und versorgt sie für das Folgejahr.

Überwinterung

Die Prachtspiere ist winterhart und übersteht den DACH-Tiefland-Winter im Freien ohne Schutz — lass das abgestorbene Laub stehen, es schützt die Krone, und schneide erst im Frühjahr vor dem Neuaustrieb bodennah zurück. Junge Pflanzen und Kübel deckst du vorsichtshalber mit Reisig oder Laub ab; den Topf stellst du windgeschützt und umwickelst ihn mit Vlies.

Vermehrung

Methoden

  • Teilung
  • Aussaat

Die zuverlässigste Methode ist die Teilung alle 3–4 Jahre, am besten im frühen Frühjahr (März) bevor neue Triebe erscheinen oder im Herbst (November) während der Ruheperiode. Grabe den Horst vollständig aus und teile den Rhizomballen mit einem scharfen Spaten oder Messer so, dass jedes Teilstück mindestens 3 kräftige Augen oder Triebe trägt – ein faustgroßes Stück ist das Minimum. Pflanze die Teilstücke sofort wieder in humusreichen, gleichmäßig feuchten Boden (Astilben mögen keine Trockenheit), mit einem Abstand von 40–60 cm (Zwergsorten 20–25 cm). Nach dem Einpflanzen gut angießen und mulchen.

Für die Aussaat sammelst du im Spätsommer reife Samenstände, wenn sie sich bräunlich verfärben, und trocknest sie in einem Papierbeutel nach. Astilben sind Lichtkeimer – lege das Saatgut deshalb nur oben auf feuchtes Substrat, nicht eindecken. Halte das Substrat durchgehend feucht; bei etwa 22–25 °C beginnt die Keimung nach zwei bis drei Wochen. Achtung: Hybridsorten (A. ×arendsii) geben ihre Sortenmerkmale über Samen nicht zuverlässig weiter – die Nachkommen variieren in Farbe und Wuchs, und Sämlinge brauchen rund drei Jahre bis zur ersten Blüte. Geeignet vor allem zur Gewinnung neuer Pflanzen aus Wildtypen oder wenn dir Sortenreinheit egal ist.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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