Astrantia major
Sterndolde
Volksnamen: Große Sterndolde, Stränze, Astrantie
Foto: Audrius Meskauskas · Public Domain · Quelle
Beschreibung
Die Sterndolde ist eine zierliche Schönheit des frischen Halbschattens: Ihre sternförmigen Blütenstände aus einem Kranz spitzer Hüllblätter wirken wie kleine, pergamentene Strohblumen in Weiß, Rosa und tiefem Weinrot. Sie blüht von Juni bis weit in den September, ist eine wertvolle Insektenweide und eignet sich hervorragend als lang haltbare Schnitt- und Trockenblume.
Pflegehinweise
Setze sie in nährstoffreichen, humosen und gleichmäßig frischen Boden in den Halbschatten oder lichten Schatten, pralle Mittagssonne mit Trockenheit mag sie nicht. Gieße in Trockenphasen, damit sie nicht vorzeitig vergreist. Schneidest du sie nach der ersten Blüte zurück, treibt sie oft ein zweites Mal aus. Sie sät sich an passenden Standorten gern selbst aus; ungewünschten Sämlingen kommst du durch Ausputzen der Samenstände zuvor.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, kalkliebend, nährstoffreich
Die Sterndolde mag dauerhaft frisch-feuchten, humosen Lehmboden mit guter Wasserspeicherung – am liebsten neutral bis leicht kalkhaltig. Bei magerem oder sandigem Boden arbeitest du beim Pflanzen reifen Kompost ein und mulchst, um die Feuchtigkeit zu halten; Staunässe vermeidest du trotzdem.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Apr
Im Frühjahr (März/April) verteilst du eine dünne Lage reifen Kompost flach um die Staude und harkst ihn leicht ein – das reicht als Jahresversorgung. Optional kannst du Hornspäne oberflächlich einarbeiten; auf mineralische Dünger reagiert die Sterndolde empfindlich, eine zweite Gabe im Sommer ist unnötig.
Überwinterung
Die Sterndolde ist eine voll winterharte Staude und übersteht den DACH-Tiefland-Winter im Beet ohne Schutz; im Herbst kannst du die Stängel bodennah zurückschneiden. Nur im Kübel braucht sie Schutz: Gefäß an die Hauswand rücken, auf eine Holzunterlage stellen und mit Vlies umwickeln, weil die Wurzeln dort rundum dem Frost ausgesetzt sind.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
Die Sterndolde vermehrst du am zuverlässigsten durch Teilung – das ist gleichzeitig die einzige Methode, die bei Kultursorten sortenecht bleibt, und bei vielen benannten Sorten ohnehin die einzige Option (z. B. ist 'Roma' steril und setzt keinen keimfähigen Samen an, kann also nur geteilt werden). Teile etablierte Horste am besten im frühen Frühjahr zum Austriebsbeginn: Wässere die Pflanze vorher gut, grabe den Wurzelballen vollständig aus und trenne ihn mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke, die jeweils kräftige Wurzeln und Austriebe haben. Die feinen Wurzeln trocknen an der Luft schnell aus – pflanze die Teilstücke daher zügig wieder ein, mit etwa 30–45 cm Abstand, und gieße gut an. Größere Stücke kannst du direkt an ihren neuen Platz setzen, kleinere ziehst du erst in Töpfen kräftig. Die Aussaat eignet sich vor allem für die Wildform Astrantia major. Beachte: Nicht alle Sorten setzen keimfähigen Samen an, und eigengeerntete Samen von Kultursorten weichen meist vom Muttertyp ab (andere Färbung, anderer Wuchs) – für sortenechte Pflanzen nimm daher immer die Teilung. Samen sind Kaltkeimer und brauchen eine Kälteperiode von mehreren Wochen: Säe frische Samen von Herbst bis Winter direkt ins Freiland oder in Töpfe, die du draußen überwintern lässt – Schneeauflage fördert die Keimung. Alternativ kannst du ab Februar im Kalthaus bzw. Frühbeet aussäen. Die Jungpflanzen keimen ab dem Frühjahr und brauchen bis zur ersten Blüte noch 1–2 Jahre.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Korbblütler (Asteraceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel KopfsalatStudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalat und 57 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.
Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.
