Ribes nigrum
Schwarze Johannisbeere
Volksnamen: Cassis, Ahlbeere
Foto: Public Domain · Quelle
Beschreibung
Die Schwarze Johannisbeere bringt aromatische, vitaminreiche Beeren mit dem typischen Cassis-Geschmack, ideal für Saft, Gelee und Likör. Ihre Triebe duften würzig, wenn man sie streift. Sorten wie *'Titania'* sind robust gegen die Säulenrost-Krankheit und tragen reich.
Pflegehinweise
Pflanze den Strauch im Herbst (Oktober · KW 43) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz in humosen, feuchten Boden. Sie trägt vor allem am einjährigen Holz — schneide deshalb jährlich nach der Ernte die ältesten Triebe bodennah heraus. Mulche gut und gieße in Trockenphasen, damit die Beeren saftig werden.
Schnitt
Schneide die Schwarze Johannisbeere direkt nach der Ernte (Juli/August): Sie trägt vor allem an ein- und zweijährigem Holz, deshalb nimmst du jährlich die Gerüstäste, die älter als 3 Jahre sind, bodennah heraus. Lass 3-4 kräftige Neutriebe stehen - als Ausweichtermin geht auch der frostfreie Spätwinter (Februar/März).
Mischkultur
Gute Nachbarn
Sorten
6 Sorten‚Ben Lomond’
Eine spät blühende Sorte aus dem schottischen Ben-Zuchtprogramm, deren späte Blüte sie weniger anfällig für Spätfröste macht. Du erntest etwas später als bei vielen anderen Sorten, dafür gleichmäßig und reich. Die festen Beeren eignen sich hervorragend zum Verarbeiten. Selbstfruchtbar, mit solider Gesundheit im Garten.
Deutlich herb und säurebetont mit dem klassischen, intensiven Johannisbeer-Charakter. Ihre Stärke spielt sie in Gelee, Likör und Saft aus.
‚Ben Nevis’
Eine kräftig wachsende Sorte aus dem schottischen Ben-Programm, die spät blüht und dadurch gut mit Spätfrösten zurechtkommt. Sie trägt zuverlässig und reich, mit festen Beeren an langen Trauben. Der starke, aufrechte Wuchs verlangt etwas Platz. Selbstfruchtbar und vor allem für die Verarbeitung eine verlässliche Wahl.
Herb und säurebetont mit intensivem, klassischem Johannisbeer-Aroma. Ihre Tiefe kommt in Saft, Gelee und Likör am besten zur Geltung.
‚Ben Sarek’
Eine kompakte, niedrig wachsende Sorte, die sich ideal für kleine Gärten, Töpfe und Balkone eignet. Trotz des gedrungenen Wuchses trägt sie reich und früh. Die Beeren sind groß und sitzen an kurzen Trauben, was die Ernte erleichtert. Selbstfruchtbar und mit guter Mehltauresistenz ist sie pflegeleicht und auch für Einsteiger gut geeignet.
Mild und angenehm aromatisch, weniger herb als viele ältere Sorten. Auch frisch vom Strauch ein Genuss.
‚Bona’
Eine moderne, sehr großfruchtige Sorte mit beeindruckend langen Trauben, an denen die Beeren dicht sitzen. Das macht die Ernte angenehm zügig. Sie liefert hohe Erträge und überzeugt mit guter Widerstandskraft gegen Mehltau und Rost. Selbstfruchtbar, kräftig im Wuchs und gut für Frischverzehr wie Verarbeitung geeignet.
Angenehm süßsäuerlich mit vollem Fruchtaroma, deutlich milder als alte Sorten. Die großen Beeren laden zum Naschen direkt vom Strauch ein.
‚Ometa’
Eine bewährte ältere Sorte aus deutscher Züchtung, die für ihre Robustheit und gleichmäßig hohen Erträge geschätzt wird. Sie blüht spät und entgeht so oft den Spätfrösten, die die Ernte gefährden können. Der starke, aufrechte Wuchs macht sie pflegeleicht. Selbstfruchtbar und auch in raueren Lagen zuverlässig.
Mild und harmonisch, mit weniger ausgeprägter Herbe als viele Johannisbeeren. Schmeckt frisch ebenso gut wie eingekocht.
‚Titania’
Eine robuste, ertragreiche schwarze Johannisbeere, die in vielen Gärten zum verlässlichen Standard geworden ist. Du erntest große, glänzende Beeren an langen Trauben, meist im Juli. Die Sorte ist selbstfruchtbar und braucht keinen Pollenspender. Besonders schätzen wirst du die starke Resistenz gegen Mehltau, die dir viel Pflanzenschutz erspart.
Kräftig und würzig im Aroma, mit der typischen herben Note schwarzer Johannisbeeren. Frisch eher säuerlich, gekocht entfaltet sie ihre ganze Tiefe in Gelee und Saft.
Erfahrungen aus echten Gärten
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