Ribes nigrum
Schwarze Johannisbeere
Volksnamen: Cassis, Ahlbeere
Foto: Public Domain · Quelle
Beschreibung
Die Schwarze Johannisbeere bringt aromatische, vitaminreiche Beeren mit dem typischen Cassis-Geschmack, ideal für Saft, Gelee und Likör. Ihre Triebe duften würzig, wenn man sie streift. Sorten wie ‚Titania’ sind robust gegen die Säulenrost-Krankheit und tragen reich.
Pflegehinweise
Pflanze den Strauch im Herbst (Oktober · KW 43) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz in humosen, feuchten Boden. Sie trägt vor allem am einjährigen Holz, schneide deshalb jährlich nach der Ernte die ältesten Triebe bodennah heraus. Mulche gut und gieße in Trockenphasen, damit die Beeren saftig werden.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, feucht, durchlässig, nährstoffreich
Pflanze die Schwarze Johannisbeere in einen humosen, nährstoffreichen und dauerhaft frischen Lehmboden, der Feuchtigkeit hält, aber keine Staunässe bildet. Mulche die Wurzelzone mit Laub oder Häckselgut und vermeide Bodenverdichtung; der Boden darf kalkverträglich neutral sein, sehr saure Lagen mag sie nicht.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Feb, Mär, Okt, Nov
Verteile im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb reifen Kompost flächig unter dem Strauch und arbeite Hornspäne flach ein, damit beim Austrieb Nährstoffe bereitstehen. Nach der Ernte im Herbst gibst du erneut etwas Kompost zur Bodenstärkung; ab Beginn der Fruchtreife nicht mehr düngen.
Schnitt
Schneide die Schwarze Johannisbeere direkt nach der Ernte (Juli/August): Sie trägt vor allem an ein- und zweijährigem Holz, deshalb nimmst du jährlich die Gerüstäste, die älter als 3 Jahre sind, bodennah heraus. Lass 3-4 kräftige Neutriebe stehen - als Ausweichtermin geht auch der frostfreie Spätwinter (Februar/März).
Überwinterung
Die Schwarze Johannisbeere ist vollständig winterhart und braucht im Freiland keinen Winterschutz. Schneide im Spätwinter vor dem Austrieb alte, abgetragene Triebe (dunkle, knorrige Rinde, drei Jahre und älter) bodennah heraus, damit der Strauch gesund und ertragreich bleibt. Kübel-Exemplare stellst du geschützt und isolierst den Topf mit Vlies oder Jutesack, damit die Wurzeln bei Dauerfrost nicht durchfrieren.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Absenker
Die einfachste und zuverlässigste Methode ist die Stecklingsvermehrung mit verholzten Steckhölzern. Schneide im späten Herbst nach dem Laubfall einjährige, kräftige Triebe heraus und teile sie in ca. 20–25 cm lange Stücke mit mindestens drei Knospen. Das untere Ende schneidest du schräg, das obere gerade. Stecke die Hölzer so tief in lockere, humose Erde, dass nur zwei bis drei Knospen aus der Erde schauen – der Rest treibt unten Wurzeln. Achte darauf, dass die Knospen nach oben zeigen. Halte den Boden gleichmäßig feucht. Bis zum nächsten Sommer haben sich Wurzeln gebildet; dann kannst du die Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort setzen. Die erste Ernte erwartet dich nach etwa drei Jahren.
Als zweite Methode eignet sich der Absenker, besonders wenn du nur eine oder zwei Pflanzen nachziehen möchtest. Biege im Frühjahr einen langen, biegsamen Trieb des Mutterbusches bogenförmig zur Erde, fixiere die Biegung mit einem Stein oder einem Holzspieß und bedecke die Mitte des Bogens mit etwas Erde. Der Triebansatz und die Spitze bleiben frei. Über den Sommer bilden sich an der unterirdischen Stelle Wurzeln. Im Herbst trennst du den bewurzelten Abschnitt hinter der Verwurzelungsstelle ab und pflanzt die junge Pflanze um.
Mischkultur
Gute Nachbarn
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Sorten
6 Sorten‚Ben Lomond‘
Eine spät blühende Sorte aus dem schottischen Ben-Zuchtprogramm, deren späte Blüte sie weniger anfällig für Spätfröste macht.
‚Ben Nevis‘
Eine kräftig wachsende Sorte aus dem schottischen Ben-Programm, die spät blüht und dadurch gut mit Spätfrösten zurechtkommt.
‚Ben Sarek‘
Eine kompakte, niedrig wachsende Sorte, die sich ideal für kleine Gärten, Töpfe und Balkone eignet.
‚Bona‘
Eine moderne, sehr großfruchtige Sorte mit beeindruckend langen Trauben, an denen die Beeren dicht sitzen.
‚Ometa‘
Eine bewährte ältere Sorte aus deutscher Züchtung, die für ihre Robustheit und gleichmäßig hohen Erträge geschätzt wird.
‚Titania‘
Eine robuste, ertragreiche schwarze Johannisbeere, die in vielen Gärten zum verlässlichen Standard geworden ist.
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Aus dem Magazin
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