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Amelanchier lamarckii

Kupfer-Felsenbirne

Volksnamen: Felsenbirne, Korinthenbaum, Felsenmispel

Kupfer-Felsenbirne

Beschreibung

Die Felsenbirne ist ein Ganzjahres-Schmuckstück: Im April überzieht sie sich mit weißen Blütensternen, im Juni reifen die kleinen, süßen Beeren, die an Heidelbeeren mit feiner Marzipannote erinnern, und im Herbst leuchtet sie orangerot. Die Früchte schmeckst du frisch vom Strauch oder verarbeitest sie zu Marmelade und Saft. Vögel lieben sie ebenso – wer ernten will, ist schnell.

Pflegehinweise

Pflanze die Felsenbirne im Herbst (Oktober · KW 42) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem Boden – sie ist genügsam und stadtklimafest. Ernte die Beeren ab Mitte Juni (KW 25), sobald sie tiefviolett und weich sind, sonst kommen dir die Amseln zuvor. Ein Schnitt ist selten nötig; lichte allenfalls im Winter alte Triebe aus.

Schnitt

MonateFeb–Mär
SaisonSpätwinter
SchnittartAuslichtungsschnitt

Die *Kupfer-Felsenbirne* ist sehr schnittarm — junge Sträucher brauchst du in den ersten Jahren gar nicht zu schneiden. Lichte ältere Exemplare an einem frostfreien Tag im Spätwinter (Ende Februar bis Anfang März, KW 8–10) locker aus: alte und zu dicht stehende Triebe bodennah entfernen, hart zurückschneiden mag sie nicht.

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

KrankheithochApr–Aug

Feuerbrand

Erwinia amylovora

Feuerbrand ist eine hochansteckende Bakterienkrankheit an Kernobst und verwandten Rosengewächsen — und in vielen Bundesländern meldepflichtig. Befallene Triebspitzen welken, verfärben sich braun-schwarz und biegen sich hakenförmig zum Hirtenstab; bei feuchter Wärme treten milchige Schleimtröpfchen aus, die das Bakterium weiterverbreiten. Unbehandelt kann ein Baum innerhalb einer Saison absterben.

Vorbeugen

Schneide befallene Triebe großzügig bis weit ins gesunde Holz zurück (mindestens 30–50 cm) und desinfiziere die Schere nach jedem Schnitt. Entsorge das Schnittgut über den Hausmüll oder verbrenne es — niemals kompostieren. Verzichte auf starke Stickstoffgaben, die weichen Neutrieb fördern, und melde Verdachtsfälle dem Pflanzenschutzdienst deines Bundeslands.

Erfahrungen aus echten Gärten

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