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Allium cepa

Speisezwiebel

Volksnamen: Küchenzwiebel, Bolle

Speisezwiebel

Beschreibung

Die Zwiebel gehört in jede Küche und ist als Steckzwiebel kinderleicht zu kultivieren. In der Mischkultur mit Möhre ist sie ein bewährtes Duo, beide vertreiben sich gegenseitig die Schädlinge.

Pflegehinweise

Stecke die Steckzwiebeln ab März so in die Erde, dass die Spitze gerade herausschaut, an einen sonnigen, eher trockenen Platz. Halte das Beet unkrautfrei und stelle das Gießen ein, sobald das Laub vergilbt, dann reift die Zwiebel zur lagerfähigen Ernte.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeLauchgewächse
WasserbedarfMittel

Zwiebeln brauchen einen lockeren, durchlaessigen Boden ohne Staunaesse; ideal ist ein sandig-lehmiger, humoser Standort. Schwere Boeden vorab mit reifem Kompost und etwas Sand auflockern, sehr sandige mit Kompost verbessern; frischen Stallmist meidest du, weil er Faeulnis foerdert.

Lauchgewächse (Zwiebel, Knoblauch, Lauch) mittelzehrend — 4 Jahre Pause beugt Zwiebelfäule und Lauchmotte vor; gute Nachbarn für Möhren.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Mai

Bereite das Beet im Fruehjahr mit etwas reifem Kompost vor, mehr braucht die Zwiebel als Schwachzehrer nicht. Auf zusaetzliche Stickstoffgaben verzichtest du weitgehend, und ab Ende Mai duengst du gar nicht mehr, damit die Zwiebel ausreift statt nur Laub zu bilden.

Überwinterung

Im normalen Sommeranbau ist die Speisezwiebel eine Lagerpflanze: Sobald im Sommer rund zwei Drittel des Laubs welk und umgeknickt sind, ziehst Du die Zwiebeln aus der Erde und lässt sie luftig und schattig nachtrocknen, bis die Schale papiertrocken ist. Danach lagerst Du sie kühl, dunkel und trocken in offenen Netzen oder belüfteten Holzkisten (kein Plastik, sonst staut sich Feuchtigkeit). Lass normale Sommerzwiebeln nicht im Beet — bei Nässe und Frost faulen sie; nur eigens gezüchtete Wintersteckzwiebeln überwintern im Boden, wenn sie vor dem Frost bleistiftstarke Triebe gebildet haben.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Kindel

Die Speisezwiebel vermehrst du auf zwei bewährten Wegen: per Aussaat (Saatzwiebel-Methode) oder per Steckzwiebeln (vorgezogene kleine Tochterzwiebeln).

Aussaat: Ziehe Zwiebeln ab Mitte Februar bis Anfang März im Haus oder Gewächshaus vor — etwa 2 cm tief, ein paar Korn pro Anzuchttopf, bei rund 15–20 °C (Keimung in 2–4 Wochen). Sind die Jungpflanzen kräftig genug und droht kein Nachtfrost mehr (Mitte bis Ende April), pflanzt du sie ins Freiland: 5–10 cm Abstand in der Reihe, 20–25 cm Reihenabstand, vollsonnig. Direkte Freilandaussaat ist ab März/April möglich, sobald der Boden frostfrei ist — Saatrinne rund 2 cm tief.

Steckzwiebeln: Steckzwiebeln sind kleine, etwa haselnussgroße Tochterzwiebeln aus enger Vorjahres-Aussaat — die einfachere und schnellere Methode, weil sie sicherer erntereif werden. Stecke sie von Ende März bis April so in die Erde, dass nur die Spitze knapp herausschaut, mit 5–10 cm Abstand in der Reihe und etwa 20–25 cm Reihenabstand. Wähle einen vollsonnigen, warmen Standort. Geerntet wird, sobald das Laub vergilbt und umknickt sowie weitgehend eingetrocknet ist — bei Frühjahrspflanzung typisch ab Juli bis September. Nach der Ernte gut nachtrocknen lassen, bevor du die Zwiebeln einlagerst.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel KnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerieGewürzfenchel und 15 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ErdbeereApfelHimbeereBirneKletterroseAronia und 53 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel InkarnatkleeRotkleeWeißkleeLupineBlauregenZottelwicke und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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