Ipomoea batatas
Süßkartoffel
Volksnamen: Batate
Foto: Earth100 · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Süßkartoffel ist eine wärmeliebende Windengewächs-Knolle, die im Klima der letzten Jahre auch in deutschen Gärten erstaunlich gut gelingt. Anders als die Kartoffel ist sie botanisch keine Verwandte, bildet aber unter ihren bodendeckenden Ranken süße, orangefleischige Knollen.
Pflegehinweise
Ziehe die Jungpflanzen (Setzlinge) ab März vor und pflanze sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai · KW 20 ins warme Beet oder unter Folie, denn schon leichter Frost schadet ihr. Halte den Boden gleichmäßig feucht, gib der Pflanze viel Platz zum Ranken und ernte die Knollen im September oder Oktober, bevor das erste kalte Wetter kommt.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Gib der Süßkartoffel einen lockeren, sandig-lehmigen Boden mit viel Humus, der tiefgründig und gut durchlässig ist — Staunässe lässt die Knollen faulen. Schwere oder verdichtete Böden vorher tief auflockern; ein leicht saurer pH von 5,5 bis 6,5 ist ideal, kalkige Böden meidet sie.
Süßkartoffel & Co. brauchen warmen, lockeren Boden — etwa 3 Jahre Pause am selben Platz.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Aug
Arbeite im Frühjahr vor der Pflanzung reifen Kompost flach ins Beet ein, beim Auspflanzen der Stecklinge im Mai kannst du etwas Kompost ins Pflanzloch geben. In der Hauptwachstumsphase im Sommer hilft eine verdünnte Brennnessel- oder Kompostjauche; ab Spätsommer keine stickstoffbetonte Düngung mehr, sonst wächst nur das Laub und die Knollen bleiben klein.
Überwinterung
Süßkartoffel ist nicht winterhart — grab die Knollen vor dem ersten Frost aus und lass sie kurz an einem warmen, luftigen Ort nachreifen, damit die Haut abhärtet. Danach wickelst du sie einzeln in Zeitungspapier und lagerst sie frostfrei, dunkel und kühl bei rund 10–15 °C; kontrolliere sie ab und zu auf Fäulnis. Alternativ schneidest du im Herbst Stecklinge, lässt sie im Wasserglas Wurzeln bilden und überwinterst sie hell und kühl — so hast du im Frühjahr neue Jungpflanzen.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Teilung
Die einfachste und verbreitetste Methode ist die Stecklingsvermehrung über sogenannte Slips. Lege dafür im Januar oder Februar eine gesunde, unbehandelte Knolle (gern aus dem Bioladen) flach oder leicht schräg in feuchte Anzuchterde und stelle sie hell und warm (20-25 °C) auf. Alternativ steckst du Zahnstocher rund um die Mitte und hängst die Knolle mit der unteren Hälfte ins Wasserglas. Nach einigen Wochen treiben Sprosse aus - sobald diese etwa 10-15 cm lang sind und ein paar Blätter tragen, drehst du sie vorsichtig an der Basis ab oder schneidest sie knapp über der Knolle ab. Entferne die untersten Blätter und stelle die Slips in ein Wasserglas oder stecke sie direkt in feuchtes Substrat; bei Wärme bilden sie innerhalb von ein bis zwei Wochen Wurzeln. Warte mit dem Auspflanzen ins Freiland, bis die Nächte dauerhaft frostfrei sind und der Boden mindestens 18 °C hat - in Deutschland meist Ende Mai (etwa KW 21-22). Alternativ kannst du im Sommer Triebstecklinge von den langen Ranken schneiden (ca. 20-30 cm), die untersten Blätter entfernen und sie in Wasser oder feuchter Erde bewurzeln - so lassen sich Pflanzen für den nächsten Sommer überwintern. Die zweite Methode ist die Teilung: Beim Ernten im Herbst oder im Frühjahr aus dem Lager kannst du Knollen in Stücke aufteilen, solange jedes Stück mindestens ein Auge (einen Keimansatz) trägt. Pflanze die Stücke etwa eine Handbreit tief und halte sie warm und frostfrei, bis sie austreiben. Aussaat aus Samen ist für den Hausgarten nicht praktikabel, da die meisten Kultursorten kaum keimfähige Samen bilden, die Keimrate sehr gering ist und die Nachkommen nicht sortenecht wären.
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Gute Nachbarn
Lieber nicht
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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