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Phaseolus vulgaris var. nanus

Buschbohne

Volksnamen: Gartenbohne, Krupbohne, Fisole

Buschbohne

Beschreibung

Die Buschbohne wächst kompakt ohne Rankhilfe und liefert schon ab Juli reichlich zarte Hülsen. Als Schmetterlingsblütler sammelt sie über Knöllchenbakterien Stickstoff und hinterlässt das Beet besser, als sie es vorfand. Roh sind die Bohnen wegen Phasin ungenießbar, erst gekocht werden sie bekömmlich.

Pflegehinweise

Stecke die Samen erst ab Mitte Mai · KW 20, wenn keine Nachtfröste mehr drohen, in Horsten zu fünf Korn rund 3 cm tief. Häufle die Pflänzchen leicht an, damit sie standfest werden. Gieße regelmäßig an der Basis, vor allem während der Blüte, und ernte die Hülsen jung und laufend, das fördert den Nachschub.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.28.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfMittel

Die Buschbohne mag lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — sandig-lehmig bis mittelschwer ist ideal. Wichtiger als hoher Nährstoffgehalt sind Durchlüftung und Wasserdurchlässigkeit; schwere, verdichtete oder staunasse Böden verträgt sie schlecht, und frisch gedüngte oder stickstoffreiche Flächen meidest du besser. Vor der Aussaat wartest du eine Bodentemperatur von mindestens 10 °C ab.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Die Buschbohne braucht kaum Düngung: Als Hülsenfrucht bindet sie über Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst Luftstickstoff, eine Stickstoffgabe ist deshalb überflüssig und sogar schädlich. Im Frühjahr arbeitest du vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach ein — das verbessert vor allem die Bodenstruktur. Auf sehr mageren Böden kannst du bereits im Herbst des Vorjahres etwas Hornspäne flach einarbeiten. Während des Wachstums düngst du nicht mehr nach.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillPetersilieKorianderKümmelPastinakePetersilienwurzel und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel ButternutHokkaidoSpaghettikürbisMexikanische MinigurkeInka-GurkeBittermelone und 6 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel SchnittlauchNarzisseSchneeglöckchenZierlauchBärlauchSchmucklilie

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

6 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlingmittelApr–Aug
Blattläuse

Aphidoidea

Blattläuse sind die häufigsten Saugschädlinge im Garten.

Mehr zu Blattläuse
KrankheitmittelJun–Sep
Brennfleckenkrankheit der Bohne

Colletotrichum lindemuthianum

Die Brennfleckenkrankheit ist eine Pilzkrankheit an Busch-, Stangen- und Feuerbohnen, die vor allem die Hülsen entstellt.

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KrankheitmittelJul–Sep
Bohnenrost

Uromyces appendiculatus

Bohnenrost ist eine Pilzkrankheit, die vor allem im Hochsommer an Busch-, Stangen- und Feuerbohnen auftritt.

Mehr zu Bohnenrost
KrankheithochMai–Sep
Weißstängeligkeit (Sklerotinia)

Sclerotinia sclerotiorum

Die Weißstängeligkeit wird vom Pilz Sclerotinia sclerotiorum verursacht und befällt viele Gemüsearten, besonders Salate und Bohnen.

Mehr zu Weißstängeligkeit (Sklerotinia)
SchädlingmittelMai–Sep
Gemeine Spinnmilbe

Tetranychus urticae

Die Gemeine Spinnmilbe tritt vor allem bei trockener Hitze im Gewächshaus auf und saugt an der Blattunterseite, wodurch die Blätter zuerst hell gesprenkelt, dann fahl-bronzefarben werden und…

Mehr zu Gemeine Spinnmilbe
KrankheithochMai–Okt
Weißstängeligkeit (Sclerotinia-Fäule)

Sclerotinia sclerotiorum

Die Weißstängeligkeit, auch Sclerotinia-Fäule, ist eine breit wirtende Pilzkrankheit, die Salat, Bohnen und viele weitere Kulturen befällt.

Mehr zu Weißstängeligkeit (Sclerotinia-Fäule)

Sorten

6 Sorten
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