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Sorbus aucuparia

Eberesche

Volksnamen: Vogelbeere, Vogelbeerbaum, Quitsche

Eberesche

Beschreibung

Die Eberesche ist ein kleiner, extrem winterharter Baum, der im Mai weiße Doldenblüten und ab August leuchtend orangerote Beerendolden trägt. Die Früchte der Wildform sind roh herb-bitter, gekocht und entbittert ergeben sie aber ein feines, säuerliches Gelee zu Wild und Käse, die Sorte ‚Edulis’ ist sogar mild genug zum direkten Verarbeiten. Vor allem aber ist der Baum eine unschätzbare Nahrungsquelle für über sechzig Vogelarten.

Pflegehinweise

Pflanze die Eberesche im Herbst (Oktober · KW 42) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz, sie ist anspruchslos, frosthart bis ins Hochgebirge und verträgt selbst raue Lagen. Sie braucht kaum Pflege. Ernte die Dolden im August/September komplett, wenn die Beeren voll ausgefärbt sind, und entbittere sie durch Kochen oder einen kurzen Frost vor der Verarbeitung.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 4.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, mager

LichtHalbschatten
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Die Eberesche ist ausgesprochen genügsam und wächst auf fast jedem Boden — von magerem Sand bis zu humosem Lehm —, solange kein Stauwasser entsteht und der Boden locker bleibt; sie reagiert empfindlich auf Verdichtung. Sie verträgt sauer bis schwach alkalisch (pH etwa 4,5–7,5); erst auf stark kalkhaltigem Boden über pH 7,5 droht Eisenmangel-Chlorose.

Düngung

Schwachzehrer

Etablierte Bäume auf normalem Gartenboden brauchst du in der Regel nicht zu düngen. Nur in den ersten Standjahren oder auf sehr mageren Böden hilft im Frühjahr reifer Kompost, flach in den Wurzelbereich eingearbeitet; auf kargem Sand kannst du zusätzlich Hornspäne ergänzen.

Schnitt

MonateFeb–Mär
SaisonSpätwinter
SchnittartAuslichtungsschnitt

Deine Eberesche braucht kaum Schnitt: lichte sie bei Bedarf im Spätwinter (Februar–März) locker aus und nimm alte, kranke oder zu dicht stehende Triebe bodennah heraus. Ein jährlicher Schnitt ist nicht nötig — ohne Laub siehst du die Krone am besten.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

KrankheithochApr–Aug
Feuerbrand

Erwinia amylovora

Feuerbrand ist eine hochansteckende Bakterienkrankheit an Kernobst und verwandten Rosengewächsen. Die bundesweite Meldepflicht in Deutschland ist mit Ablauf des 18.

Mehr zu Feuerbrand

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