Artemisia dracunculus
Estragon
Volksnamen: Dragon, Kaisersalat
Foto: No machine-readable author provided. Ies assumed (based on copyright c… · Public Domain · Quelle
Beschreibung
Estragon ist das feine Kraut der französischen Küche mit einem warmen, leicht süßlichen Anis-Aroma. Der aromatischere Französische Estragon bildet keine keimfähigen Samen, daher kommt er als Pflanze ins Beet, der robustere Russische Estragon lässt sich säen, schmeckt aber milder.
Pflegehinweise
Setze Estragon an einen sonnigen Platz in durchlässigen, nicht zu nassen Boden. Schneide ihn im Sommer regelmäßig zurück, damit er buschig bleibt und nicht verholzt. Decke ihn in rauen Lagen über Winter mit Laub ab und teile den Horst alle drei bis vier Jahre, sonst lässt das Aroma nach.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, humos, durchlässig, mager
Stell Estragon auf lockeren, gut durchlässigen Boden – sandig-lehmig mit reichlich Humus ist ideal. Staunässe verträgt er nicht, schwere Tonböden also vor der Pflanzung mit Sand auflockern. Ein nährstoffreicher Boden ist gut fürs Wachstum; nur sehr fett und dauernass solltest du ihn nicht stellen, das geht aufs Aroma.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Apr
Arbeite im Frühjahr zu Vegetationsbeginn (März/April) eine Lage reifen Kompost flach ein, ergänzt durch etwas Hornspäne für die langsame Stickstoffnachlieferung. Bei magerem Standort kannst du im Sommer mit gut verrottetem Kompost nachlegen. Vermeide plötzliche Stickstoffspitzen – sie treiben das Blattwachstum, schwächen aber das Aroma.
Überwinterung
Schneide die Triebe im Herbst halbhoch zurück und decke den Wurzelbereich mit Laub, Reisig oder Tannenzweigen ab — besonders der empfindliche Französische Estragon braucht diesen Schutz. Im Kübel überwinterst du sicherer: stell den Topf hell, kühl und frostfrei (Keller, Treppenhaus) und wickle das Gefäß gegen Bodenfrost ein.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Teilung
Echter Französischer Estragon (Artemisia dracunculus 'Sativa') ist weitgehend steril und lässt sich nicht zuverlässig über Samen vermehren — nur vegetativ bleibst du sortenecht und aromatisch. Du hast zwei bewährte Wege:
Teilung (Frühjahr): Alle drei bis vier Jahre nimmst du die Staude im frühen Frühjahr, sobald die ersten Triebspitzen sichtbar werden, aus dem Boden. Der Wurzelstock ist stark verfilzt — teile ihn mit einem scharfen Messer (bei dicken Horsten notfalls mit dem Spaten) in Segmente mit je zwei bis drei Knospen. Arbeite zügig und pflanze die Teilstücke sofort wieder ein, damit die Wurzeln nicht austrocknen, und gieße gut an. Die Teilung verjüngt die Mutterpflanze und verbessert das Wachstum der Folgejahre.
Stecklinge (Sommer): Schneide im Sommer krautige Triebspitzen von 8–15 cm Länge knapp unter einem Blattknoten ab. Entferne die Blätter im unteren Drittel. Stecke die Stecklinge einzeln in Anzuchterde oder feuchten Sand und stelle sie hell, aber nicht vollsonnig, und gleichmäßig feucht. Nach etwa vier Wochen sind sie meist bewurzelt. Junge Pflanzen aus Spätsommer-Stecklingen überwinterst du frostfrei und pflanzt sie erst im nächsten Frühling nach den letzten Frösten ins Freiland.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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