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Anethum graveolens

Dill

Volksnamen: Gurkenkraut, Gartendill

Dill

Foto: Tepeyac · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Dill ist das klassische Gurkenkraut und würzt Salate, Fisch und eingelegtes Gemüse mit seinem feinen Aroma. Er wächst schnell, sät sich gern selbst aus und lockt mit seinen Blütendolden viele Nützlinge an. Junges Federlaub schmeckt am intensivsten.

Pflegehinweise

Säe ihn direkt ins Beet ab April (KW 15) und dann alle paar Wochen nach, damit du immer frisches Kraut hast. Wähle einen sonnigen, windgeschützten Platz, denn die hohen Pflanzen knicken leicht. Gieße bei Trockenheit, sonst schießt er schnell in die Blüte.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, sandig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Dill will lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt er nicht. Mittelschwere, sandige Lehmböden mit etwas Humus sind ideal; schwere, verdichtete Erde lockerst du vor der Aussaat mit reifem Kompost und etwas Sand auf. Der pH-Bereich 6,0–7,5 (leicht sauer bis neutral) passt gut; Dill ist weder kalkmeidend noch kalkbedürftig.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Dill ist ein Schwachzehrer und braucht kaum Nährstoffe. Im Frühjahr vor der Aussaat (März/April) arbeitest du etwas reifen Kompost flach ein — das reicht für die ganze Saison. Zu viel Stickstoff treibt üppiges Blatt auf Kosten des Aromas. Nur auf sehr ausgelaugten Böden harkst du zusätzlich eine kleine Gabe Hornspäne ein. In den letzten Wochen vor der Ernte nicht mehr düngen, damit sich das typische Dill-Aroma voll entfaltet.

Überwinterung

Dill ist einjährig und stirbt nach der Samenreife ab — kein Winterschutz rettet die Pflanze selbst. Lass im Herbst ein paar Dolden stehen: Die reifen Samen fallen auf den Boden, überstehen den Winter problemlos und keimen im Frühjahr von allein. Wer sichergehen will, sammelt reife Samen ein und lagert sie trocken und kühl bis zur Aussaat ab April.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Dill vermehrst du ausschließlich durch Direktsaat — Stecklinge, Teilung oder andere Methoden funktionieren nicht, weil die Pflanze eine empfindliche Pfahlwurzel ausbildet und sich schlecht verpflanzen lässt. Gestörte Wurzeln führen außerdem zu vorzeitigem Schossen. Säe ab Mitte März bis Ende Juli direkt an den endgültigen Standort: Die Samen einfach auf die leicht gelockerte, feuchte Erde streuen und nur ganz leicht andrücken oder mit einer Messerspitze Sand bzw. feiner Erde dünn abdecken — Dill ist ein Lichtkeimer und darf nicht tief eingearbeitet werden; eine hauchdünne Abdeckung schützt die Samen vor dem Verwehen. Bei Bodentemperaturen ab etwa 10 °C (ideal 15–20 °C) keimen die Samen nach rund 10 bis 20 Tagen. Sobald die Keimlinge etwa 5 cm groß sind, vereinzelst du auf rund 20–25 cm Abstand, damit die Pflanzen buschig wachsen. Für eine kontinuierliche Ernte säst du alle vier Wochen nach — so hast du von Mai bis in den Oktober frisches Kraut. Lässt du einzelne Pflanzen im Sommer aussamen, siedelt sich Dill im Folgejahr von selbst wieder an; die Samen überwintern problemlos im Boden und tauchen oft an unerwarteten Stellen auf.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel KnoblauchPorreeSchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauch und 11 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Korbblütler (Asteraceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleGewöhnlicher SonnenhutHerbstaster und 50 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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Wo du diese Pflanze bekommst

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