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Apium graveolens var. rapaceum

Knollensellerie

Volksnamen: Wurzelsellerie, Zeller

Knollensellerie

Beschreibung

Der Knollensellerie bildet eine kräftige, würzige Knolle, die als Suppengrün, Püree oder Rohkostsalat unentbehrlich ist. Er hat eine lange Kulturzeit und braucht einen nährstoffreichen, gleichmäßig feuchten Boden, um große Knollen zu bilden. Das Laub lässt sich wie Stangensellerie verwenden.

Pflegehinweise

Säe ab Februar warm auf der Fensterbank vor und pflanze die Jungpflanzen ab Mitte Mai (KW 20) flach — die Knolle soll oben aus der Erde schauen. Gieße reichlich und gleichmäßig, denn Trockenheit lässt die Knollen klein und hohl bleiben. Entferne im Spätsommer die unteren Blätter und die seitlichen Wurzeln am Knollenrand, dann werden die Knollen rund und glatt; ernte vor dem ersten strengen Frost.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

3 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlinghochMai–Okt

Möhrenfliege

Psila rosae

Die Möhrenfliege legt ihre Eier an den Wurzelhals von Doldenblütlern, und die Maden fressen rostbraune Gänge dicht unter der Schale der Rübe. Befallene Möhren und Pastinaken werden bitter, holzig und faulen im Lager schnell. Ein erstes Zeichen ist rötlich verfärbtes Laub. Die Fliege fliegt in zwei bis drei Generationen von Mai bis in den Herbst.

Vorbeugen

Spanne ein engmaschiges Kulturschutznetz (Maschenweite ≤ 0,8 mm) direkt nach der Aussaat über das Beet — die Fliege findet die Pflanzen über den Duft und muss draußen bleiben. Verziehe die Reihen nur abends bei Windstille und drücke die Erde danach gut an, damit kein Duft entweicht. Eine Mischkultur mit Zwiebeln oder Lauch maskiert den Möhrengeruch, und ein Fruchtwechsel mit mehrjähriger Pause hält die Population niedrig.

KrankheitmittelJun–Sep

Sellerie-Blattfleckenkrankheit

Septoria apiicola

Die Sellerie-Blattfleckenkrankheit ist die wichtigste Pilzkrankheit an Knollen- und Stangensellerie. Auf den Blättern bilden sich rundliche, hellbraune Flecken mit dunklem Rand, in deren Zentrum winzige schwarze Pünktchen sitzen — die Sporenbehälter des Pilzes. Bei starkem Befall vergilbt das Laub flächig und vertrocknet, was Ertrag und Knollengröße deutlich mindert.

Vorbeugen

Verwende gebeiztes oder mindestens zwei Jahre altes Saatgut, denn der Pilz überdauert auf dem Korn. Halte einen weiten Pflanzabstand für rasche Abtrocknung, gieße morgens an die Wurzel statt über das Laub und entferne erste befallene Blätter sofort. Eine drei- bis vierjährige Anbaupause auf der Fläche unterbricht den Infektionszyklus.

KrankheithochMai–Okt

Weißstängeligkeit (Sclerotinia-Fäule)

Sclerotinia sclerotiorum

Die Weißstängeligkeit, auch Sclerotinia-Fäule, ist eine breit wirtende Pilzkrankheit, die Salat, Bohnen und viele weitere Kulturen befällt. An der Stängelbasis entsteht eine wässrige, weiche Fäule mit watteartigem weißem Pilzbelag; darin bilden sich schwarze, harte Dauerkörper (Sklerotien), die jahrelang im Boden überleben. Befallene Pflanzen welken plötzlich und fallen um.

Vorbeugen

Pflanze weit und luftig, damit die Bestände nach Regen rasch abtrocknen, und gieße morgens an die Wurzel statt über das Laub. Entferne kranke Pflanzen samt anhaftender Erde sofort und entsorge sie über den Hausmüll — die Sklerotien überdauern im Kompost. Halte eine mehrjährige Anbaupause und meide enge Fruchtfolgen mit anderen anfälligen Kulturen wie Bohne, Möhre oder Sellerie.

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