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Petroselinum crispum

Petersilie

Volksnamen: Peterling, Petersil

Petersilie

Beschreibung

Petersilie ist das meistgenutzte Küchenkraut und darf in keinem Garten fehlen. Die glatte Sorte schmeckt würziger, die krause sieht dekorativer aus. Sie ist zweijährig: im ersten Jahr erntest du Blätter, im zweiten schießt sie in die Blüte.

Pflegehinweise

Säe sie ab März (KW 12) direkt ins Beet, sie ist ein Dunkelkeimer und braucht Geduld, bis zu drei Wochen bis zum Auflaufen. Wähle einen halbschattigen Platz und halte den Boden gleichmäßig feucht. Pflanze sie nie ans gleiche Beet wie im Vorjahr, denn Petersilie verträgt sich nicht mit sich selbst.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, feucht

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Petersilie braucht einen tiefgründigen, lockeren und humusreichen Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit — Staunässe lässt die Wurzeln faulen. Beachte die Bodenmüdigkeit: Setze Petersilie (wie alle Doldenblütler) nur alle 3–5 Jahre an denselben Platz.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Jul

Arbeite im Frühjahr reifen Kompost flach in die Beetoberfläche ein und mische Hornspäne als langsam wirkende Stickstoffquelle unter. Lässt das Wachstum im Frühsommer nach, kannst du mit einer weiteren kleinen Kompostgabe nachhelfen. Da Petersilie zweijährig ist, versorgst du sie im zweiten Standjahr zum Vegetationsbeginn erneut mit Kompost.

Überwinterung

Petersilie ist zweijährig und übersteht den DACH-Tiefland-Winter im Beet — das Grün friert bei strengem Frost zurück, treibt aber im Frühjahr aus der Wurzel neu aus. An windigen oder kalten Standorten deckst du die Wurzeln mit einer lockeren, luftdurchlässigen Schicht aus Stroh, Laub oder Reisig ab; Kübel stellst du an eine geschützte Hauswand oder packst sie ein, weil sie schneller durchfrieren als das offene Beet.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Petersilie vermehrst du ausschließlich per Aussaat — vegetative Methoden (Stecklinge, Teilung) sind wegen der empfindlichen Pfahlwurzel in der Praxis kaum erfolgreich, und die Pflanze bildet weder Ausläufer noch Rhizome zum Teilen. Die Samen keimen sehr langsam (2–4 Wochen, bei kühlem Boden bis 6 Wochen), deshalb hilft es, sie vor der Aussaat einige Stunden bis über Nacht in lauwarmem Wasser einzuweichen — das weicht die harte Samenschale auf. Säe direkt ins Freiland ab Mitte März, sobald sich der Boden auf etwa 10–12 °C erwärmt hat, oder zieh ab Februar/März auf der Fensterbank vor. Petersilie ist ein Dunkelkeimer: Drücke die Samen rund 1 cm tief in die Erde und bedecke sie gut, damit sie kein Licht bekommen. Halte das Substrat während der gesamten Keimzeit gleichmäßig feucht, ohne Staunässe — schon ein einziges Austrocknen kann die Keimung verderben. Petersilie ist zweijährig: Erst im zweiten Jahr (Blüte Juni/Juli) bildet sie Samendolden. Lass dafür einzelne Pflanzen stehen und ernte die Dolden, wenn sich die Samen von hellgrün über beige nach braun verfärbt haben. Trockne die abgeschnittenen Dolden kopfüber an einem luftigen Ort nach, reibe dann die Samen heraus und bewahre sie kühl, dunkel und trocken auf — sie bleiben etwa 2–3 Jahre keimfähig.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeNarzisseRocamboleElefantenknoblauch und 11 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Korbblütler (Asteraceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleGewöhnlicher SonnenhutHerbstaster und 50 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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