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Coriandrum sativum

Koriander

Volksnamen: Chinesische Petersilie, Cilantro, Wanzendill

Koriander

Beschreibung

Koriander ist ein Kraut der Gegensätze: Die einen lieben das frische, zitrusartige Grün, andere nehmen es als seifig wahr, das liegt an einem Gen. Frisches Blattgrün würzt die asiatische und mexikanische Küche, die reifen Samen ergeben das warm-aromatische Gewürz. Er schießt bei Hitze schnell in die Blüte, weshalb sich eine gestaffelte Aussaat lohnt.

Pflegehinweise

Säe Koriander ab April direkt ins Beet an einen sonnigen bis halbschattigen Platz und wiederhole die Aussaat alle drei bis vier Wochen bis August für ständigen Nachschub. Halte den Boden gleichmäßig feucht, denn Trockenheit treibt ihn vorschnell zur Blüte. Ernte das Blattgrün jung und laufend; lass einige Pflanzen blühen und ausreifen, wenn du die würzigen Samen ernten möchtest.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, kalkliebend, humos

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Koriander braucht einen lockeren, gut durchlässigen Boden von sandig bis lehmig — Staunässe verträgt er gar nicht, schwere Böden lockerst du mit Sand auf. Ein leicht kalkhaltiger, mäßig humoser Boden ist ideal; zu stickstoffreicher Boden mindert das Aroma.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Frühjahr zur Aussaat (März/April) arbeitest du etwas gut verrotteten Kompost flach ein — das reicht im Freiland für die ganze Saison. Mehr braucht Koriander nicht, denn Überdüngung verschlechtert das Aroma und macht die Pflanze anfälliger. Im Kübel kannst du beim Pflanzen etwas Hornspäne untermischen.

Überwinterung

Koriander ist einjährig: Die Pflanze stirbt nach der Samenreife ab und lässt sich nicht überwintern. Lass im Herbst ein paar Samendolden ausreifen und fallen — die Samen überstehen den Winter im Boden und keimen im Frühjahr von selbst; alternativ sammelst du die reifen Früchte ein, lagerst sie kühl und trocken und säst ab April neu aus.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Koriander ist ein einjähriges Kraut und lässt sich ausschließlich per Aussaat vermehren — am besten als Direktsaat, da er Verpflanzen schlecht verträgt. Säe die Samen ab Mitte April direkt ins Beet oder in Töpfe, frühestens dann, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist (er ist etwas kälteempfindlich). Lege die Samen rund 1 cm tief ein und drücke sie leicht an. Für eine schnellere und gleichmäßigere Keimung kannst du die Samen vorher behutsam zwischen den Handflächen anknacken oder 12–24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen, um die harte Schale aufzuweichen — jedes Korn enthält eigentlich zwei Samen. Bei Bodentemperaturen um 12–22 °C keimen sie innerhalb von etwa 1–3 Wochen. Koriander schosst schnell, sobald er Stress durch Trockenheit oder zu viel Wärme bekommt — halte die Erde gleichmäßig feucht und wähle für lange Blatternte einen halbschattigen Platz. Für eine kontinuierliche Ernte säe alle 3–4 Wochen eine neue Portion aus (Staffelaussaat). Eigenes Saatgut gewinnst du, indem du die Samendolden nach der Reife im Spätsommer bis Herbst abschneidest, kopfüber an einem luftigen Ort nachtrocknen lässt und die Samen ausbrichst — richtig gelagert bleiben sie mehrere Jahre keimfähig.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Korbblütler (Asteraceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalatEissalat und 56 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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