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Rosa canina

Hundsrose

Volksnamen: Hagebutte, Heckenrose, Wildrose

Hundsrose

Beschreibung

Die Hundsrose ist die häufigste Wildrose unserer Hecken und trägt im Spätsommer die leuchtend roten Hagebutten, die randvoll mit Vitamin C stecken. Aus dem Fruchtfleisch kochst du Mus und Marmelade, getrocknet ergeben die Schalen einen fruchtig-säuerlichen Tee. Ihre zartrosa Blüten im Juni sind eine beliebte Anlaufstelle für Wildbienen.

Pflegehinweise

Pflanze die Hundsrose im Herbst (Oktober · KW 42) an einen sonnigen Platz, sie ist extrem anspruchslos und wächst auf fast jedem Boden. Ernte die Hagebutten ab September, am besten nach dem ersten Frost (Oktober/November · KW 43-46), wenn sie weich und süßer geworden sind. Schneide den Strauch im Winter nur aus, um ihn licht und vital zu halten.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–88.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Die Hundsrose ist beim Boden anspruchslos: Fast jeder durchlässige Gartenboden geht, von sandig-lehmig bis humos. Entscheidend ist gute Drainage — Staunässe verträgt sie nicht, kurze Trockenheit dagegen gut. Tiefgründige, eher kalkhaltige Böden mag sie besonders, denn sie wurzelt tief.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Düngen musst du die Hundsrose im Normalfall nicht — auf gut versorgten Gartenböden kommt sie ganz ohne aus. Wenn der Boden mager ist, kannst du im Frühjahr (März/April) eine dünne Lage reifen Kompost flach um den Strauch einarbeiten. Bei der Pflanzung helfen Hornspäne im Pflanzloch beim Anwuchs. Zu viel Stickstoff treibt nur Blattwerk auf Kosten von Blüten und Hagebutten.

Schnitt

MonateFeb–Mär
SaisonSpätwinter
SchnittartAuslichtungsschnitt

Lichte deine Hundsrose im Spätwinter (Feb–März, KW 6–11) aus und nimm dafür die alten, mehrjährigen Triebe (älter als 2 Jahre) bodennah heraus — die jüngeren Triebe bleiben stehen, denn an ihnen blüht sie im nächsten Jahr. Schließe stärkere Schnitte vor dem 1. März ab (Vogelschutz) und lass die Hagebutten als Vogelfutter bis dahin hängen.

Überwinterung

Die Hundsrose ist vollständig winterhart und braucht im DACH-Tiefland keinerlei Winterschutz — sie verliert im Herbst ihr Laub und übersteht Frost problemlos ohne Abdeckung. Im späten Winter (Februar bis März) lichtest du sie aus, indem du die dreijährigen Triebe bodennah herausschneidest; das hält den Strauch vital und fördert die Hagebutten an den jüngeren Trieben.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Absenker
  • Ausläufer

Rosa canina lässt sich auf vier Wegen vermehren, die alle ohne chemische Hilfsmittel gut gelingen.

Aussaat (einfach, aber langwierig): Entnimm die Samen im Herbst aus reifen Hagebutten und wasche das Fruchtfleisch gründlich ab. Stratifiziere die Samen: einige Wochen warm in feuchtem Sand, anschließend mehrere Wochen kühl gelagert — Hagebuttensamen haben eine zähe Keimruhe, die diese Behandlung bricht. Säe im Frühjahr in Anzuchterde aus, etwa 1 cm tief. Die Keimung kann mehrere Monate, manchmal bis zu zwei Jahre dauern — Geduld ist gefragt. Die so erzogenen Pflanzen sind sortenechte Wildrosen.

Stecklinge (zuverlässig, im Sommer): Schneide im Spätsommer halbverholzte, nicht blühende Triebe von etwa 10–15 cm Länge mit 4–5 Augen. Entferne die unteren Blätter und Stacheln, behalte oben 1–2 Blattpaare. Stecke die Stecklinge in durchlässige, sandige Erde und halte sie gleichmäßig feucht, am besten unter einer luftigen Abdeckung. Die Wurzelbildung dauert mehrere Wochen. Hartholzstecklinge gelingen alternativ im Herbst: 20–25 cm lange verholzte Triebe direkt ins Freiland stecken. Stecklinge gelten gerade bei Wildrosen als sehr erfolgreich.

Absenker (sehr einfach, im Frühsommer): Biege im Juni — direkt nach der Blüte, solange die Triebe noch biegsam sind — einen langen Jungtrieb bogenförmig zur Erde, scharre ihn an der tiefsten Stelle 5–8 cm tief ein und fixiere ihn mit einer Astgabel, einem Haken oder einem Stein. Das Triebende bleibt aufrecht. Halte die Erde gleichmäßig feucht. An der Bogenstelle bilden sich ab dem Herbst Wurzeln. Im folgenden Frühjahr trennst du den eingewurzelten Absenker von der Mutterpflanze und pflanzt ihn um.

Ausläufer (schnellste Methode, im Herbst oder zeitigen Frühjahr): Rosa canina bildet kräftig Wurzelausläufer rund um die Mutterpflanze. Steche im Herbst oder vor dem Austrieb im Frühjahr einen gut bewurzelten Ausläufer mit dem Spaten ab, achte auf ausreichend Wurzelmasse, kürze das Grün um etwa ein Drittel und pflanze ihn an den neuen Standort. Diese Jungpflanzen wachsen rasch an. Hinweis: Weil canina stark Ausläufer treibt, lohnt an Wegen oder Beeträndern eine Wurzelsperre.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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