Agrimonia eupatoria
Odermennig
Volksnamen: Gemeiner Odermennig, Ackermennig, Leberklette
Foto: Didier Descouens · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Odermennig ist eine heimische Wiesenstaude mit schlanken, gelb blühenden Ähren, deren Kraut traditionell als mild-herber Haustee verwendet wird. Die getrockneten Blätter und Blüten ergeben einen angenehm würzigen Aufguss. Im naturnahen Garten ist die Pflanze pflegeleicht und insektenfreundlich.
Pflegehinweise
Säe Odermennig im Frühjahr oder Herbst an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit kalkhaltigem, durchlässigem Boden. Er ist anspruchslos und braucht kaum Pflege oder Wassergaben. Ernte das blühende Kraut von Juni bis August zur Vollblüte und trockne es luftig im Schatten. Im Spätherbst ziehst du die welken Stängel ein.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, durchlässig, kalkliebend, mager, humos
Odermennig liebt durchlässige, lehmige und kalkhaltige Böden — im DACH-Tiefland also typische Lösslehm- oder Kalkscherbenböden. Saure, verdichtete oder dauerhaft nasse Böden meidet er; mager bis normal nährstoffversorgt und eher trocken ist ideal. Lass den Boden zwischen den Wassergaben antrocknen.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Odermennig braucht kaum Dünger — er ist ein Magerstandort-Kraut. Wenn überhaupt, verteilst du im frühen Frühjahr vor dem Austrieb eine dünne Lage reifen Kompost flach um die Pflanze. Auf normalem Gartenboden mit gelegentlicher Kompostgabe ist gar keine separate Düngung nötig; zu viele Nährstoffe gehen auf Kosten der Blüte.
Überwinterung
Odermennig ist eine vollkommen winterharte Staude und braucht keinen Winterschutz. Lass die abgestorbenen Triebe über den Winter als Insektenquartier stehen und schneide sie erst im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb bodennah zurück.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
Odermennig lässt sich am zuverlässigsten durch Aussaat vermehren. Sammle die hakigen Früchtchen ab Juli/August, sobald sie sich leicht von der Ähre lösen lassen, und säe sie direkt im Herbst an Ort und Stelle aus — als Kaltkeimer brauchen die Samen eine natürliche Kälteperiode, um im darauffolgenden Frühjahr zu keimen. Drücke die Samen nach der Aussaat nur leicht an und bedecke sie höchstens dünn mit Erde; tief vergraben keimen sie schlechter. Wer im Frühjahr aussäen möchte, stratifiziert die Samen zuvor rund 4–6 Wochen feucht-kalt im Kühlschrank. Die Keimrate ist erfahrungsgemäß eher zurückhaltend, gib den Samen also Zeit und säe lieber etwas reichlicher. Etablierte Pflanzen bilden ein kräftiges, tiefgehendes Wurzelwerk; eine Teilung gelingt deshalb am besten im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb oder alternativ im frühen Herbst. Stich den Wurzelballen großzügig aus, teile ihn mit dem Spaten und pflanze die Teilstücke sofort an ihren neuen Standort — vollsonnig bis halbschattig, durchlässiger und möglichst kalkhaltiger Boden. Junge Sämlinge, die sich per Selbstaussaat rund um die Mutterpflanze ansiedeln, kannst du früh im Frühjahr umpflanzen, solange die Wurzeln noch nicht zu tief sitzen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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