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Prunus spinosa

Schlehe

Volksnamen: Schlehdorn, Schwarzdorn, Heckendorn

Schlehe

Beschreibung

Die Schlehe ist ein dorniger Wildstrauch, der im März als Erster die kahle Hecke weiß überschäumt und damit eine frühe Bienenweide bildet. Ihre kleinen, blauschwarzen Früchte sind roh herb und adstringierend, werden aber nach dem ersten Frost milder und ergeben Likör, Gelee und Wildfruchtsaft. Als undurchdringliche Dornenhecke bietet sie Vögeln und Insekten wertvollen Schutz.

Pflegehinweise

Pflanze die Schlehe im Herbst (Oktober/November · KW 42-46) an einen sonnigen Platz, sie ist äußerst anspruchslos und gedeiht auch auf magerem, trockenem Boden. Achte beim Standort darauf, dass sie über Wurzelausläufer dichte Bestände bildet. Ernte die Früchte nach dem ersten Frost (November · KW 45) oder lege sie kurz ins Gefrierfach, das nimmt ihnen die Herbe.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.88.0

Bodenart

sandig, lehmig, tonig, durchlässig, trocken, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Die Schlehe ist sehr anpassungsfähig und kommt auf sandigen, lehmigen wie tonigen Böden zurecht, solange der Boden durchlässig ist und keine Staunässe entsteht. Sie bevorzugt kalkhaltige, eher trockene bis frische Standorte, verträgt Magerstandorte gut und meidet dauerhaft nasse sowie stark saure Böden.

Düngung

Schwachzehrer

Als genügsames Wildgehölz braucht die Schlehe kaum Düngung. Zeigt sie Mangel (hellere Blätter), arbeite im frühen Frühjahr eine dünne Schicht reifen Kompost flach im Wurzelbereich ein und harke bei Bedarf etwas Hornspäne oberflächlich ein; in etablierten Jahren ist keine weitere Düngung nötig.

Schnitt

MonateFeb–Mai
SaisonFrühjahr
SchnittartAuslichtungsschnitt

Lichte die *Schlehe* nach der Blüte (April/Mai) aus oder mach kräftige Rückschnitte im Spätwinter (Feb/März, nach der Hauptfrostperiode) — sie ist sehr schnittverträglich, von März bis September sind aber nur schonende Form- und Pflegeschnitte (Vogelschutz) erlaubt.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

3 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlingmittelApr–Jun
Frostspanner (Kleiner Frostspanner)

Operophtera brumata

Der Kleine Frostspanner fällt im Frühjahr durch seine grünen, beim Kriechen „Katzenbuckel“-spannenden Raupen auf, die ab dem Austrieb Knospen, Blüten und junge Blätter durchlöchern und verspinnen.

Mehr zu Frostspanner (Kleiner Frostspanner)
SchädlinghochJun–Sep
Pflaumenwickler

Grapholita funebrana

Der Pflaumenwickler ist das Pendant zum Apfelwickler an Steinobst: Der Falter legt ab Juni Eier an junge Früchte, die Raupe bohrt sich zum Stein durch und löst Gummifluss sowie vorzeitige, „falsche“…

Mehr zu Pflaumenwickler
KrankheitmittelApr–Sep
Schrotschusskrankheit

Wilsonomyces carpophilus

Die Schrotschusskrankheit wird durch den Pilz Wilsonomyces carpophilus verursacht und befällt vor allem Steinobst wie Kirsche, Pflaume, Pfirsich und Aprikose.

Mehr zu Schrotschusskrankheit

Erfahrungen aus echten Gärten

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