Prunus spinosa
Schlehe
Volksnamen: Schlehdorn, Schwarzdorn, Heckendorn
Foto: CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Schlehe ist ein dorniger Wildstrauch, der im März als Erster die kahle Hecke weiß überschäumt und damit eine frühe Bienenweide bildet. Ihre kleinen, blauschwarzen Früchte sind roh herb und adstringierend, werden aber nach dem ersten Frost milder und ergeben Likör, Gelee und Wildfruchtsaft. Als undurchdringliche Dornenhecke bietet sie Vögeln und Insekten wertvollen Schutz.
Pflegehinweise
Pflanze die Schlehe im Herbst (Oktober/November · KW 42-46) an einen sonnigen Platz – sie ist äußerst anspruchslos und gedeiht auch auf magerem, trockenem Boden. Achte beim Standort darauf, dass sie über Wurzelausläufer dichte Bestände bildet. Ernte die Früchte nach dem ersten Frost (November · KW 45) oder lege sie kurz ins Gefrierfach, das nimmt ihnen die Herbe.
Schnitt
Lichte die *Schlehe* nach der Blüte (April/Mai) aus oder mach kräftige Rückschnitte im Spätwinter (Feb/März, nach der Hauptfrostperiode) — sie ist sehr schnittverträglich, von März bis September sind aber nur schonende Form- und Pflegeschnitte (Vogelschutz) erlaubt.
Krankheiten & Schädlinge
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Frostspanner (Kleiner Frostspanner)
Operophtera brumata
Der Kleine Frostspanner fällt im Frühjahr durch seine grünen, beim Kriechen „Katzenbuckel“-spannenden Raupen auf, die ab dem Austrieb Knospen, Blüten und junge Blätter durchlöchern und verspinnen. Die Weibchen sind flügellos und wandern im milden Spätherbst zu Fuß die Stämme hinauf, um an den Knospen ihre Eier abzulegen. Bei Massenvermehrung bleibt von jungen Trieben nur das Blattgerippe.
Vorbeugen
Lege ab Ende September Leimringe um Stamm und Pfahl, um die hochwandernden Weibchen vor der Eiablage abzufangen, und erneuere den Leim bei Verschmutzung über den ganzen Herbst. Fördere Meisen mit Nistkästen — eine Brut vertilgt Tausende Raupen — und schüttle bei beginnendem Fraß die Raupen morgens auf eine ausgebreitete Plane; bei starkem Befall hilft eine Bacillus-thuringiensis-Spritzung gegen die jungen Raupen.
Pflaumenwickler
Grapholita funebrana
Der Pflaumenwickler ist das Pendant zum Apfelwickler an Steinobst: Der Falter legt ab Juni Eier an junge Früchte, die Raupe bohrt sich zum Stein durch und löst Gummifluss sowie vorzeitige, „falsche“ Reife mit Fruchtfall aus. Aufgeschnittene Früchte zeigen die rötliche Raupe und einen kotgefüllten Gang. Bei warmem Spätsommer folgt eine schädlichere zweite Generation im August.
Vorbeugen
Hänge ab Anfang Juni Pheromonfallen zur Flugkontrolle auf und lege Wellpappe-Fanggürtel um den Stamm, in denen sich die Raupen verpuppen — regelmäßig kontrollieren und entsorgen. Sammle befallenes Fallobst täglich auf, bürste lose Altborke ab und fördere Meisen und Ohrwürmer als natürliche Gegenspieler; bei starkem Druck hilft das Granulosevirus-Präparat (Cydia-pomonella-Granulovirus) nach Pheromon-Warnung.
Erfahrungen aus echten Gärten
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