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Asparagus officinalis

Spargel

Volksnamen: Gemüsespargel, Bleichspargel, Grünspargel

Spargel

Beschreibung

Spargel ist eine langlebige Staude, die nach geduldigem Anwachsen über fünfzehn Jahre und mehr erntet werden kann. Aus dem Wurzelstock treiben im Frühjahr die zarten Stangen, die du als Bleichspargel im Erddamm oder als Grünspargel ans Licht wachsen lässt. Wer ihn pflanzt, legt eine Investition für ein Jahrzehnt an.

Pflegehinweise

Pflanze die Jungpflanzen im Frühjahr in einen tief ausgehobenen, sandig-humosen Graben und decke sie nach und nach mit Erde ab. Verzichte die ersten beiden Jahre komplett auf das Stechen, damit sich die Pflanze kräftigt. Ab dem dritten Jahr stichst du von Mitte April bis spätestens 24. Juni (Johanni · KW 26) und lässt danach das Laub für die nächste Saison aufwachsen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Spargel wurzelt bis zu einem Meter tief, darum braucht er einen tiefgründig gelockerten, gut durchlässigen Sand- oder lehmigen Sandboden ohne Staunässe — steht das Grundwasser höher als rund einen Meter unter der Oberfläche, ist der Platz ungeeignet. Der ideale pH-Wert hängt von der Bodenart ab (auf reinem Sand eher sauer um 5,5–6,2, auf sandigem Lehm bis neutral um 7,0); kalke nur nach Bodenprobe.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Jun, Jul

Arbeite vor der Pflanzung reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist tief in den Pflanzgraben ein. Ab dem zweiten Standjahr im Frühjahr (März, zum Austrieb) Kompost flach um die Reihen verteilen und leicht einharken; die zweite und wichtigere Gabe folgt direkt nach dem Ernteende (Ende Juni/Juli) mit Kompost und Hornspänen, denn jetzt baut die Pflanze ihre Wurzelspeicher fürs nächste Jahr auf. Ab dem Spätherbst keine stickstoffbetonte Düngung mehr — leg eine Düngepause von November bis Ende Januar ein.

Überwinterung

Schneide das Spargelkraut erst zurück, wenn es im Herbst vollständig braun und abgestorben ist — so wandern alle Nährstoffe noch in den Wurzelstock; das Schnittgut nicht kompostieren, sondern entsorgen, damit keine Spargelfliegen überwintern. Junge Anlagen und Beete in rauen Lagen deckst du danach locker mit Laub, Kompost oder Reisig ab und räumst die Abdeckung im Frühjahr vor dem Austrieb wieder weg.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung

Spargel lässt sich auf zwei Wegen vermehren: per Aussaat oder durch Teilung etablierter Wurzelstöcke (Spargelklauen).

Aussaat: Starte die Voranzucht ab Mitte März drinnen. Weiche die Samen ein bis zwei Tage in lauwarmem Wasser ein, das verkürzt die Keimung. Säe sie dann etwa 1,5–2 cm tief in Töpfe und halte die Erde gleichmäßig feucht und warm — entscheidend ist eine konstante Temperatur von 20–25 °C. Sei geduldig: Selbst unter guten Bedingungen dauert die Keimung drei bis sechs Wochen, manchmal länger. Im Folgejahr — nach dem letzten Frost, also ab Mitte Mai — setzt du die kräftigen Jungpflanzen mit etwa 40 cm Abstand ins Beet. Bis zur ersten Ernte vergehen so mindestens drei Jahre. Wichtig zu wissen: Spargel ist zweihäusig, und fast alle modernen Sorten sind F1-Hybriden. Aus deren Samen wächst die Sorte NICHT sortenecht nach — die Nachkommen spalten in ihren Eigenschaften auf. Sortenecht bleibst du nur über die Teilung oder über gekauftes Saatgut bzw. fertige Klauen einer benannten Sorte. Der Reiz der Aussaat liegt also weniger in der Sortentreue als im günstigen Start aus vielen Pflanzen.

Teilung (Rhizomteilung): Diese Methode spart ein ganzes Anbaujahr und gibt die Sorteneigenschaften zuverlässig weiter. Grab im Frühjahr (März bis April, sobald der Boden frostfrei ist) kräftige, mindestens drei bis vier Jahre alte Spargelpflanzen vorsichtig aus — alternativ im Spätherbst, wenn das Laub eingezogen ist. Teile den Wurzelstock mit einem scharfen, sauberen Spaten oder Messer in mehrere Abschnitte; jedes Teilstück braucht ein gut entwickeltes Wurzelwerk und mindestens einen kräftigen Triebansatz (Knospe). Pflanze die Teilstücke sofort wieder ein, ebenfalls mit etwa 40 cm Abstand und den Triebknospen knapp unter der Oberfläche. Schon im zweiten Standjahr sind erste zarte Stangen möglich.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Spargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.

Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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