Crataegus monogyna
Eingriffeliger Weißdorn
Volksnamen: Weißdorn, Hagedorn, Mehlbeerbaum

Foto: Didier Descouens · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Der Weißdorn ist ein klassischer Heckenstrauch, der im Mai über und über mit weißen, leicht herb duftenden Blütendolden bedeckt ist und im Herbst leuchtend rote Apfelfrüchtchen trägt. Die mehligen Früchte lassen sich zu Gelee oder Fruchtmus verarbeiten. Blätter, Blüten und Früchte sind ein arzneilich gut untersuchter Bestandteil der Pflanzenheilkunde und in Arzneibüchern verzeichnet.
Pflegehinweise
Pflanze den Weißdorn im Herbst (Oktober · KW 42) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz – er ist genügsam und stadtklimafest. Als dichte, dornige Hecke ist er ein hervorragender Vogelschutz. Schneide ihn im Spätwinter (Februar · KW 8) in Form; er verträgt selbst starken Rückschnitt klaglos und treibt willig wieder aus.
Schnitt
Den Eingriffeligen Weißdorn musst du im Freiwuchs kaum schneiden — lichte ihn nur alle paar Jahre im Spätwinter (Februar bis Mitte März, KW 6–11) aus und nimm zu dichte oder alte Triebe bodennah heraus. Ab März bis September sind starke Rückschnitte gesetzlich tabu (Brutzeitschutz), und nach dem Sommer sitzen schon die Blütenknospen fürs nächste Jahr.
Krankheiten & Schädlinge
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Feuerbrand
Erwinia amylovora
Feuerbrand ist eine hochansteckende Bakterienkrankheit an Kernobst und verwandten Rosengewächsen — und in vielen Bundesländern meldepflichtig. Befallene Triebspitzen welken, verfärben sich braun-schwarz und biegen sich hakenförmig zum Hirtenstab; bei feuchter Wärme treten milchige Schleimtröpfchen aus, die das Bakterium weiterverbreiten. Unbehandelt kann ein Baum innerhalb einer Saison absterben.
Vorbeugen
Schneide befallene Triebe großzügig bis weit ins gesunde Holz zurück (mindestens 30–50 cm) und desinfiziere die Schere nach jedem Schnitt. Entsorge das Schnittgut über den Hausmüll oder verbrenne es — niemals kompostieren. Verzichte auf starke Stickstoffgaben, die weichen Neutrieb fördern, und melde Verdachtsfälle dem Pflanzenschutzdienst deines Bundeslands.
Frostspanner (Kleiner Frostspanner)
Operophtera brumata
Der Kleine Frostspanner fällt im Frühjahr durch seine grünen, beim Kriechen „Katzenbuckel“-spannenden Raupen auf, die ab dem Austrieb Knospen, Blüten und junge Blätter durchlöchern und verspinnen. Die Weibchen sind flügellos und wandern im milden Spätherbst zu Fuß die Stämme hinauf, um an den Knospen ihre Eier abzulegen. Bei Massenvermehrung bleibt von jungen Trieben nur das Blattgerippe.
Vorbeugen
Lege ab Ende September Leimringe um Stamm und Pfahl, um die hochwandernden Weibchen vor der Eiablage abzufangen, und erneuere den Leim bei Verschmutzung über den ganzen Herbst. Fördere Meisen mit Nistkästen — eine Brut vertilgt Tausende Raupen — und schüttle bei beginnendem Fraß die Raupen morgens auf eine ausgebreitete Plane; bei starkem Befall hilft eine Bacillus-thuringiensis-Spritzung gegen die jungen Raupen.
Erfahrungen aus echten Gärten
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