Pyrus pyraster
Wildbirne
Volksnamen: Holzbirne, Wilde Birne
Foto: Hectonichus · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Wildbirne ist die heimische Stammform unserer Kulturbirnen und ein selten gewordener Baum lichter Wälder und Hecken. Ihre kleinen, harten Früchte sind roh herb und nur teigig-überreif oder verarbeitet genießbar, ergeben aber aromatischen Most, Brand oder Dörrobst. Der knorrige Baum wird sehr alt, trotzt Trockenheit und ist ein ökologisch wertvoller Lebensraum für unzählige Insekten und Vögel.
Pflegehinweise
Pflanze die Wildbirne im Herbst (Oktober · KW 43) an einen vollsonnigen, warmen Standort mit tiefgründigem, eher trockenem Boden, Staunässe meidet sie. Gieße in den ersten Jahren bei Trockenheit, danach ist sie äußerst genügsam. Sie braucht praktisch keinen Schnitt, entferne nur totes Holz im Winter. Gib ihr Platz, denn sie wächst zu einem stattlichen Baum heran.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, tonig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich
Du pflanzt die Wildbirne am besten auf tiefgründigen, nährstoff- und basenreichen, gern kalkhaltigen Böden mit guter Durchlässigkeit — Staunässe und dauernasse, saure Standorte verträgt sie nicht. Lockere, lehmig-durchlässige Böden in sonniger, warmer Lage sind ideal; Trockenphasen steckt sie gut weg.
Düngung
Mittelzehrer
Im zeitigen Frühjahr (März bis April, vor dem Austrieb) reifen Kompost auf die Baumscheibe geben und flach einarbeiten; bei magerem Boden zusätzlich einen organischen Stickstofflieferanten wie Hornspäne oberflächig einharken. Im Herbst nicht mehr stickstoffbetont düngen, sonst reifen die Triebe schlecht aus. Auf von Natur aus nährstoffreichen Standorten kann die Düngung ganz entfallen.
Schnitt
Schneide die Wildbirne im Spätwinter (Feb–März, KW 6–11) in der Saftruhe vor dem Austrieb — dann heilen Wunden gut und du siehst die Triebstruktur. Anders als die Kulturbirne braucht sie keinen regelmäßigen Erhaltungsschnitt: ein bedarfsorientierter Auslichtungsschnitt für Totholz und Kronenform reicht.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
3 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Cacopsylla pyri
Der Birnenblattsauger (Cacopsylla pyri) ist eine kleine Sprungwanze, die an Birnbäumen saugt und dabei klebrigen Honigtau absondert.
Mehr zu BirnenblattsaugerContarinia pyrivora
Die Birnengallmücke ist eine kleine Mückenart, deren Larven sich direkt im jungen Fruchtfleisch von Birnen entwickeln.
Mehr zu BirnengallmückeNeonectria ditissima
Obstbaumkrebs wird durch den Pilz Neonectria ditissima verursacht und befällt vor allem Kernobst wie Apfel, Birne und Quitte.
Mehr zu ObstbaumkrebsErfahrungen aus echten Gärten
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