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Magazin4. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit

Dezember: Der Garten schläft, der Plan fürs neue Jahr wächst

Im Dezember ruht der Garten unter Raureif und Schnee. Du erntest den Grünkohl fürs Fest, schüttelst den Schnee von den Ästen, fütterst die Vögel und lässt bei einer Tasse Tee schon das nächste Gartenjahr im Kopf entstehen.

Das Gartenkern-Team
Garten & Redaktion
Raureif überzieht die Nadeln und Zweige einer Tanne im Winter
Im Dezember ruht der Garten unter Raureif und Schnee. · Foto: Ian Schneider, CC0
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Der Dezember ist der stillste Monat im Garten. Der Boden ruht unter Raureif und Schnee, die Beete schlafen, und die aktive Arbeit ist auf ein Minimum geschrumpft. Genau das ist sein Geschenk: Er gibt dir Zeit, zurückzublicken und vorauszudenken, während draußen die Natur Kraft für das neue Jahr sammelt.

Der Dezember umfasst grob KW 49 bis 52.

Die Weihnachtsernte

Auch jetzt musst du nicht ganz auf Eigenes verzichten. Die Wintersteher halten tapfer durch, und Grünkohl gehört auf vielen Tischen fest zum Festessen. Dazu kommen Rosenkohl, Porree, Pastinake, Schwarzwurzel und der zähe Feldsalat. Ernte an einem frostfreien Tag, gefrorene Blätter brechen sonst leicht.

Winterschutz kontrollieren und Schnee abschütteln

Nach einem nassen Schneefall lohnt die Runde durch den Garten. Schwerer Schnee kann Äste und Hecken unter seiner Last brechen lassen.

Ein verschneiter Hausgarten mit schneebedeckten Beeten und Sträuchern
Eine geschlossene Schneedecke ist der beste Frostschutz, den der Boden bekommen kann.· Foto: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0
Der Dezember arbeitet leise. Während oben alles ruht, bereitet sich unter dem Schnee schon das nächste Jahr vor.
Ein Rotkehlchen mit oranger Brust sitzt an einem Wintertag auf einem Zweig
Wer im Winter füttert, gewinnt im Frühjahr fleißige Helfer. · Foto: David Perez, CC BY-SA 4.0

Für die Vögel da sein

Jetzt ist die wichtigste Zeit der Winterfütterung. Bei Frost und Schnee finden Rotkehlchen, Meisen und Finken kaum noch Nahrung, und eine verlässliche Futterstelle bringt sie gut durch die kalte Zeit.

Häng das Futter katzensicher auf, halt die Stelle sauber, und stell an Frosttagen eine flache Schale mit Wasser bereit. Die Vögel danken es dir im Frühjahr, indem sie unermüdlich Blattläuse und Raupen aus deinen Beeten holen.

Zeit zum Planen und Träumen

Das ist die schönste Dezemberarbeit, und sie geht bei einer Tasse Tee: Du planst das nächste Gartenjahr. Blätter durch dein Gartentagebuch und schau, was gut lief und was nicht. Skizzier den Beetplan und denk an die Fruchtfolge, damit Tomaten und Kohl den Platz wechseln. Sichte dein Saatgut, mach bei altem eine Keimprobe und bestell rechtzeitig nach, bevor die Lieblingssorten vergriffen sind.

An milden, frostfreien Tagen kannst du außerdem schon mit dem Winterschnitt an Apfel und Birne beginnen. Und drinnen bringen eine Amaryllis oder ein paar Kräuter auf der Fensterbank etwas Grün in die dunkelste Zeit des Jahres.

Dein Dezember in Kürze

  • ErntenGrünkohl, Rosenkohl und Porree an frostfreien Tagen fürs Fest holen.
  • Schnee managenVon Hecken und Koniferen abschütteln, auf Beeten liegen lassen.
  • Vögel fütternKatzensichere Futterstelle und Wasser bereitstellen und sauber halten.
  • PlanenGartentagebuch durchsehen, Beetplan zeichnen, Saatgut bestellen.
  • SchneidenAn milden Tagen den Winterschnitt an Kernobst beginnen.
  • Grün ins HausBarbarazweige schneiden, Amaryllis und Kräuter auf der Fensterbank ziehen.

Häufige Fragen

Kann ich im Dezember überhaupt noch ernten?

Ja. Die Wintersteher wie Grünkohl, Rosenkohl, Porree und Feldsalat stehen den ganzen Monat im Beet und schmecken nach Frost sogar besser. Ernte einfach nach Bedarf an einem Tag, an dem die Blätter nicht gefroren sind.

Muss ich den Schnee von den Beeten räumen?

Nein, im Gegenteil. Auf Beeten und Wintergemüse ist die Schneedecke ein natürlicher Schutz vor strengem Frost. Abschütteln solltest du den Schnee nur von immergrünen Gehölzen, Hecken und Koniferen, deren Äste unter der Last brechen können.

Ist der Dezember zu früh für die Gartenplanung?

Ganz und gar nicht, er ist ideal dafür. In Ruhe geplant, mit Blick aufs vergangene Jahr und rechtzeitig bestelltem Saatgut, startest du entspannt und gut vorbereitet in die neue Saison, statt im Frühjahr in Hektik zu verfallen.

Dein Dezember auf einen Blick

Der Dezember verlangt wenig und schenkt viel: den Grünkohl fürs Fest, einen ruhigen Blick über den verschneiten Garten und die Muße, das nächste Jahr zu entwerfen. Genieß diese Pause, sie gehört genauso zum Gärtnern wie das Säen und Ernten.

In Gartenkern blätterst du durch dein Gartenjahr, siehst, was wann reif war, und legst schon die ersten Aussaaten für das neue Jahr an. Und dann, wenn im Januar die ersten Tage wieder länger werden, beginnt der Kreis von vorn, mit einem Garten, der sich an alles mit dir erinnert.

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