Pastinaca sativa
Pastinake
Volksnamen: Pastinak, Hammelmöhre
Foto: Olivier Pichard · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Pastinake ist ein altes, robustes Wurzelgemüse mit cremeweißer, süßlich-nussiger Wurzel, ein Klassiker der Winterküche für Suppen, Pürees und Ofengemüse. Sie braucht eine lange Kulturzeit, ist dafür aber sehr frosthart und wird durch Frost erst richtig süß. Anfänger sollten wissen: Die Samen keimen langsam und nur frisch zuverlässig.
Pflegehinweise
Säe frisches Saatgut ab März bis Mai dünn in tiefgründigen, steinfreien Boden und halte die Erde bis zum Auflaufen (oft 3 Wochen) gleichmäßig feucht. Vereinzle die Sämlinge auf etwa eine Handbreit und halte das Beet unkrautfrei. Ernte ab Oktober nach den ersten Frösten, die Wurzeln können den Winter über im Boden bleiben und werden frisch gestochen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig
Die Pastinake will tiefgründigen, mittelschweren Boden mit viel Humus — lehmige oder lößartige, gut wasserdurchlässige Böden sind ideal. Staunässe und verdichtete Stellen meidest du, sonst faulen die langen Rüben.
Doldenblütler (Möhre, Sellerie, Pastinake) mittelzehrend — 4 Jahre Pause hält Möhrenfliege und Bodenpilze klein.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Apr
Im Frühjahr vor der Aussaat arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das versorgt die Pastinake über die ganze Saison. Frischen Stallmist verwendest du nie, er fördert Gabelwuchs und lockt die Möhrenfliege an.
Überwinterung
Pastinaken bleiben den ganzen Winter im Boden — du musst nichts ausgraben oder einlagern. Die Wurzeln vertragen Frost problemlos und werden durch Kälte sogar süßer; du erntest nach Bedarf, solange der Boden nicht gefroren ist. Bei schneefreiem Dauerfrost deckst du das Beet mit einer Lage Reisig, Stroh oder Vlies ab, damit der Boden nicht tief durchfriert und du herankommst — und erntest im Frühjahr die letzten Wurzeln, bevor sie neu austreiben und holzig werden.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Pastinaken werden ausschließlich per Direktsaat ins Freiland vermehrt — eine vegetative Vermehrung ist nicht üblich und praktisch nicht sinnvoll, da die lange Pfahlwurzel das Umpflanzen nicht verträgt. Säe die Samen zwischen Mitte März und Ende April direkt an den endgültigen Standort, da Pastinaken keine Umpflanzung vertragen und sich sonst die Wurzeln verzweigen. Pastinake ist ein Lichtkeimer: Bringe die Samen nur etwa 1–2 cm tief in lockere, tiefgründige Erde ein und bedecke sie nur dünn — zu tiefe Saat keimt schlecht. Halte einen Reihenabstand von 30–40 cm ein und vereinzle die Jungpflanzen später auf 10–15 cm Pflanzabstand. Wichtig: Verwende ausschließlich frisches, einjähriges Saatgut, da die Keimfähigkeit schon nach einem Jahr stark nachlässt. Die Keimung dauert je nach Bodentemperatur etwa 2–4 Wochen (rund 15–28 Tage); ab ca. 8–12 °C Bodentemperatur keimt die Saat zuverlässiger. Um die ungleichmäßige und oft zähe Keimung zu verbessern, kannst du die Samen vor der Aussaat für rund 24 Stunden in lauwarmem Wasser quellen lassen. Halte das Saatbett bis zum Auflaufen der Keimlinge gleichmäßig feucht.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).
Zum Beispiel SpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauch und 11 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Korbblütler (Asteraceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalatEissalat und 56 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.
Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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Sorten
3 Sorten‚Gladiator F1‘
Eine moderne F1-Hybride mit glatten, gleichmäßigen weißen Wurzeln und besonders zuverlässigem, kräftigem Auflauf, auch…
‚Halblange Weiße‘
Eine bewährte alte Standardsorte mit kegelförmigen, cremeweißen Wurzeln von etwa 20 cm Länge, die klassische Pastinake für den Hausgarten.
‚Tender and True‘
Eine englische Liebhaber-Sorte mit langen, gleichmäßig geformten Wurzeln und feiner, glatter Haut, wenig Kernanteil, viel zartes Fruchtfleisch.
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Aus dem Magazin
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