Pastinaca sativa
Pastinake
Volksnamen: Pastinak, Hammelmöhre

Foto: Olivier Pichard · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Pastinake ist ein altes, robustes Wurzelgemüse mit cremeweißer, süßlich-nussiger Wurzel — ein Klassiker der Winterküche für Suppen, Pürees und Ofengemüse. Sie braucht eine lange Kulturzeit, ist dafür aber sehr frosthart und wird durch Frost erst richtig süß. Anfänger sollten wissen: Die Samen keimen langsam und nur frisch zuverlässig.
Pflegehinweise
Säe frisches Saatgut ab März bis Mai dünn in tiefgründigen, steinfreien Boden und halte die Erde bis zum Auflaufen (oft 3 Wochen) gleichmäßig feucht. Vereinzle die Sämlinge auf etwa eine Handbreit und halte das Beet unkrautfrei. Ernte ab Oktober nach den ersten Frösten — die Wurzeln können den Winter über im Boden bleiben und werden frisch gestochen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Lieber nicht
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Möhrenfliege
Psila rosae
Die Möhrenfliege legt ihre Eier an den Wurzelhals von Doldenblütlern, und die Maden fressen rostbraune Gänge dicht unter der Schale der Rübe. Befallene Möhren und Pastinaken werden bitter, holzig und faulen im Lager schnell. Ein erstes Zeichen ist rötlich verfärbtes Laub. Die Fliege fliegt in zwei bis drei Generationen von Mai bis in den Herbst.
Vorbeugen
Spanne ein engmaschiges Kulturschutznetz (Maschenweite ≤ 0,8 mm) direkt nach der Aussaat über das Beet — die Fliege findet die Pflanzen über den Duft und muss draußen bleiben. Verziehe die Reihen nur abends bei Windstille und drücke die Erde danach gut an, damit kein Duft entweicht. Eine Mischkultur mit Zwiebeln oder Lauch maskiert den Möhrengeruch, und ein Fruchtwechsel mit mehrjähriger Pause hält die Population niedrig.
Sorten
3 Sorten‚Gladiator F1’
Eine moderne F1-Hybride mit glatten, gleichmäßigen weißen Wurzeln und besonders zuverlässigem, kräftigem Auflauf — auch unter weniger idealen Bedingungen keimt sie gut. Ihre erhöhte Widerstandskraft gegen Blattfleckenkrankheit macht sie pflegeleicht, der Geschmack ist angenehm süß und fein. Du kannst sie ab Spätsommer ernten und gut einlagern. Als Hybride ist sie nicht nachbaufähig — für die Saatgutgewinnung greifst du besser zu einer samenfesten Sorte wie *‚Halblange Weiße'*.
Sauber süß und fein-aromatisch, ohne herbe Noten — ideal fürs Püree.
‚Halblange Weiße’
Eine bewährte alte Standardsorte mit kegelförmigen, cremeweißen Wurzeln von etwa 20 cm Länge — die klassische Pastinake für den Hausgarten. Sie wächst auf tiefgründigem, lockerem Boden zuverlässig und lässt sich den ganzen Winter über im Beet stehen lassen; ein paar Frostnächte machen sie sogar süßer. Du erntest sie ab Oktober nach Bedarf und nutzt sie für Suppe, Püree und Ofengemüse. Samenfest und gut nachbaufähig, ein verlässlicher Klassiker.
Mild und süßlich mit nussig-würzigem Grundton — nach dem ersten Frost deutlich runder im Geschmack.
‚Tender and True’
Eine englische Liebhaber-Sorte mit langen, gleichmäßig geformten Wurzeln und feiner, glatter Haut — wenig Kernanteil, viel zartes Fruchtfleisch. Sie zählt zu den geschmacklich besten samenfesten Pastinaken und gilt zugleich als robust im Anbau. Du baust sie auf tiefem, steinfreiem Boden an und erntest spät, am besten nach den ersten Frösten, wenn ihre Süße voll durchkommt. Samenfest und damit nachbaufähig.
Ausgesprochen süß mit feinem Aroma und zartem Fruchtfleisch — ein Highlight im Winter-Ofengemüse.
Erfahrungen aus echten Gärten
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