Brassica oleracea var. gemmifera
Rosenkohl
Volksnamen: Sprossenkohl, Kohlsprossen
Beschreibung
Der Rosenkohl trägt seine kleinen, festen Röschen wie Knöpfe entlang eines hohen Stängels. Er ist ein klassisches Wintergemüse und braucht eine lange Saison — geerntet wird von unten nach oben, am besten erst nach den ersten Frösten, die ihn süßer und milder machen.
Pflegehinweise
Pflanze die Setzlinge schon im Frühjahr (April bis Mai) mit gut einer Armlänge Abstand ins feste, nährstoffreiche Beet, denn Rosenkohl braucht die ganze Saison zum Reifen. Häufle die hohen Stängel etwas an oder stütze sie an windigen Lagen und ernte ab Oktober die unteren Röschen zuerst — die Pflanze hält den ganzen Winter im Beet.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
2 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Kleine Kohlfliege
Delia radicum
Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.
Vorbeugen
Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.
Großer Kohlweißling
Pieris brassicae
Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen. Die Raupen leben gesellig, sodass eine einzige Pflanze schlagartig kahl sein kann. Verräterisch sind die gelben Eipakete und die grün-schwarzen Kotkrümel im Herz. Pro Jahr treten zwei bis drei Generationen auf.
Vorbeugen
Lege ab dem Auspflanzen ein feinmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlbeete, damit die Falter gar nicht erst zur Eiablage kommen. Kontrolliere die Blattunterseiten wöchentlich und zerdrücke gelbe Eigelege sowie junge Raupennester von Hand. Bei stärkerem Befall hilft das bio-zugelassene Bacillus thuringiensis gezielt gegen die jungen Raupen, und blühende Randstreifen fördern Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler.
Sorten
4 Sorten‚Falstaff’
Ein roter Hingucker im Gemüsebeet: Diese F1-Sorte bildet rotviolette Röschen, die jedes Wintergericht aufhübschen. Beim Kochen verblasst die Farbe etwas, beim kurzen Anbraten oder Rösten bleibt sie besser erhalten. Geschmacklich milder und weniger kohlig als grüner Rosenkohl, was sie auch bei Kindern beliebt macht.
Mild und nussig mit kaum bitterem Beiklang. Halbiert geröstet karamellisiert sie leicht und zeigt feine süßliche Noten.
‚Groninger’
Eine bewährte, samenfeste Wintersorte für die späte Ernte. Die Röschen sitzen fest am hohen Stängel und werden erst nach den ersten Frösten richtig mild und süß. Du erntest von unten nach oben über mehrere Wochen, sodass dir der Stängel den ganzen Winter über frische Röschen liefert.
Kräftig und nussig mit dem typischen herzhaften Kohlton. Nach Frosteinwirkung deutlich milder und feiner im Geschmack.
‚Hilds Ideal’
Eine alte deutsche, samenfeste Sorte für die frühe Ernte ab dem Herbst. Die mittelhohen Pflanzen bilden gleichmäßige, feste Röschen, sodass du schon ab Oktober ernten kannst, ohne auf den ersten Frost warten zu müssen. Bewährt im Hausgarten und ideal, wenn du eigenes Saatgut gewinnen möchtest.
Fein-würzig und ausgewogen, ohne aufdringliche Kohlnote. Schmeckt gedünstet ebenso gut wie roh fein gehobelt im Wintersalat.
‚Roodnerf’
Ein samenfester Klassiker mit besonders festen, dicht stehenden Röschen, die selbst bei nasser Witterung kaum aufplatzen. Die Pflanze bleibt schön standfest und liefert dir gleichmäßig große Röschen für den Spätherbst und frühen Winter. Eine zuverlässige Wahl für den Hausgarten ohne Hybrid-Saatgut.
Mild und angenehm aromatisch, mit einer feinen Süße nach kühlen Nächten. Bleibt beim Garen schön bissfest.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben — anonym, freiwillig.
Noch keine Erfahrungen geteilt. Bist du die erste, die etwas notiert?
