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Zea mays var. saccharata

Zuckermais

Volksnamen: Süßmais, Gemüsemais

Zuckermais

Beschreibung

Der Zuckermais liefert die süßen, zarten Kolben für Grill und Topf und ist die Gemüse-Variante des Mais. Er ist ein Windbestäuber, deshalb solltest du ihn immer im Block aus mehreren kurzen Reihen pflanzen statt in einer langen Reihe, sonst bleiben die Kolben lückig. Im Beet der Drei Schwestern gibt er Bohnen Halt und beschattet den Kürbis.

Pflegehinweise

Ziehe ihn ab April vor oder säe ab Mitte Mai (KW 20) direkt in einen Block von mindestens vier Reihen für gute Bestäubung. Gieße reichlich, besonders zur Blüte und Kolbenbildung, und häufle die Stängel leicht an, damit sie sturmfest stehen. Ernte, sobald die Fäden braun sind und ein angedrückter Korn milchig-weißen Saft abgibt, dann ist er auf dem süßesten Punkt.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeSüßgräser
WasserbedarfHoch

Zuckermais will tiefgründigen, lockeren und humusreichen Lehmboden, der Wasser gut ableitet — Staunässe verträgt er nicht. Lockere den Boden vor der Aussaat tief, damit die Wurzeln ungehindert nach unten wachsen.

Zuckermais ist starkzehrend, aber gut verträglich in der Fruchtfolge — rund 2 Jahre Pause genügen, er passt gut nach Hülsenfrüchten.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär, Apr, Jun, Jul

Arbeite im Frühjahr, einige Wochen vor der Aussaat, reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das ist die organische Grundversorgung für den Starkzehrer. Wenn die Pflanzen kniehoch sind (Juni/Juli), gibst du mit verdünnter Brennnesseljauche eine stickstoffbetonte Nachdüngung für die Hauptwachstumsphase. Nur gut verrottetes Material verwenden, keinen Frischmist zur Aussaat.

Überwinterung

Zuckermais ist einjährig und stirbt nach der Ernte ab — es gibt nichts zu überwintern; zieh die abgestorbenen Pflanzen nach dem ersten Frost heraus und kompostiere sie. Willst du eigenes Saatgut, lass an einer samenfesten Sorte einzelne Kolben vollständig ausreifen und trocknen, löse die Körner ab und lagere sie trocken, kühl und dunkel bis zur Aussaat ab Mitte Mai (Boden mind. 10 °C).

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Zuckermais vermehrst du ausschließlich über Samen – andere Methoden sind bei dieser einjährigen Grasart nicht sinnvoll. Du hast zwei Wege: Direktsaat oder Vorkultur.

Direktsaat ins Freiland: Säe frühestens ab Mitte Mai aus, wenn der Boden auf mindestens 12 °C (in 5 cm Tiefe) erwärmt ist und keine Fröste mehr zu erwarten sind. Drücke zwei Samen je Pflanzstelle etwa 3–4 cm tief in die Erde, Abstand rund 40 cm in alle Richtungen. Keimdauer bei 20 °C beträgt ca. 6–10 Tage. Den schwächeren Keimling später herausziehen.

Vorkultur ab Ende März/Anfang April (empfehlenswert in kühleren Lagen): Verwende mindestens 10 cm tiefe Einzeltöpfe mit Anzuchterde, je zwei Samen pro Topf, ca. 4 cm tief. Hell und warm aufstellen (Zimmertemperatur genügt). Nach dem Auflaufen den Schwächeren entfernen. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) mit dem ungestörten Wurzelballen auspflanzen – Mais verträgt keine Wurzelstörung beim Umtopfen.

Blockanbau ist Pflicht: Mais ist windbestäubt. Pflanze mindestens vier kurze Reihen nebeneinander statt einer langen Reihe, damit der Pollen der männlichen Rispen sicher auf die Fäden (Griffel) der Kolben fällt. Schlecht bestäubte Kolben bleiben lückenhaft.

Sortenreinheit: Zuckermais-Eigenschaften sind rezessiv. Blüht in der Nähe Futtermais oder eine andere Maissorte, kann Fremdpollen einzelne Körner ins Stärkige verändern und den Zuckergehalt mindern. Halte mindestens 300–500 m Abstand zu anderen Maissorten oder staffele die Aussaattermine zeitlich so, dass die Blüten nicht gleichzeitig öffnen.

Saatgut für nächstes Jahr: Willst du eigenes Saatgut gewinnen, lass ausgewählte Kolben vollständig an der Pflanze trocknen (Körner hart und eingedellt), dann ausreben und kühl, trocken sowie dunkel lagern. Bei Hybridsorten (F1) bringt die Nachzucht keine sortenechten Pflanzen – hier lieber Saatgut neu kaufen oder auf samenfeste Sorten setzen.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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