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Cucumis sativus

Gurke

Volksnamen: Salatgurke, Einlegegurke

Gurke

Foto: Bff · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Die Gurke ist eine wärmeliebende Rankpflanze, die im Freiland an einem Spalier oder als Einlegegurke am Boden wächst. Bei genug Wärme und Wasser trägt sie über Wochen unermüdlich.

Pflegehinweise

Pflanze sie erst ab Mitte Mai an einen warmen, geschützten Platz und gieße ausschließlich mit handwarmem Wasser an die Wurzel, kaltes Wasser lässt sie bitter werden und fördert Mehltau. Ernte regelmäßig, denn jede gepflückte Frucht regt neue Blüten an.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, nährstoffreich, lehmig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKürbisgewächse
WasserbedarfHoch

Gurken brauchen einen lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden ohne Staunässe — schwere Böden arbeitest du vor der Pflanzung mit reifem Kompost auf. Pflanze erst, wenn sich der Boden dauerhaft auf über 16 °C erwärmt hat.

Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Apr–Aug

Arbeite zur Pflanzzeit im Frühjahr reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — die Hornspäne geben den Stickstoff über den Sommer langsam ab. Ab dem Blütenansatz im Juni bis in die Haupterntezeit hinein düngst du regelmäßig mit verdünnter Pflanzenjauche (z.B. aus Brennnessel) nach, um den hohen Nährstoffbedarf während der Fruchtbildung zu decken.

Überwinterung

Die Gurke ist einjährig und stirbt mit dem ersten Frost ab — überwintern lässt sie sich nicht und musst du auch nicht. Ziehe die Pflanzen im Herbst aus dem Beet, sichere dir Saatgut trocken und kühl und pflanze erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) wieder aus.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Gurken vermehrst du im Hausgarten ausschließlich über Samen. Für frühe Ernten ziehst du die Pflanzen ab Anfang/Mitte April auf der Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus vor: Steck je einen Samen etwa 2 cm tief in einen kleinen Topf mit Anzuchterde und halte es konstant warm — mindestens 20 °C, ideal 22–26 °C. Bei dieser Wärme keimt die Gurke meist in etwa 5–10 Tagen; unter 18 °C stockt die Keimung. Sobald die Keimlinge aufgelaufen sind, stellst du sie sehr hell, damit sie nicht vergeilen. Ins Freiland pflanzt du die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn keine Nachtfröste mehr drohen — Gurken sind sehr kälteempfindlich. Wer kein Gewächshaus hat, kann auch direkt ins Freiland säen: frühestens ab Mitte Mai, wenn der Boden dauerhaft warm ist (über etwa 15 °C, besser wärmer). Die Samen legst du dabei zu zweit oder zu dritt rund 2–3 cm tief und vereinzelst später auf die kräftigste Pflanze. Sortenechte Nachzucht aus eigenen Samen klappt nur bei samenfesten Sorten — F1-Hybriden spalten in der nächsten Generation auf und fallen nicht sortenecht. Gurken sind außerdem Fremdbefruchter: Willst du reines Saatgut, isolierst oder bestäubst du die Blüten selbst und lässt die Gurke weit über die Genussreife hinaus voll ausreifen, bevor du die Kerne herauslöst und trocknest. Kerne aus Speisegurken sind noch nicht keimfähig.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel Dicke BohneInkarnatkleeRotkleeWeißkleeDuftwickeLupine und 20 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel PaprikaAubergineAndenbeereChiliPeperoniTomatillo und 6 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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