Beta vulgaris subsp. cicla var. flavescens
Stielmangold
Volksnamen: Rippenmangold, Stängelmangold, Mangold
Foto: mercedesfromtheeighties · CC BY-SA 2.0 · Quelle
Beschreibung
Stielmangold besticht durch seine breiten, fleischigen Blattstiele, die du wie Spargel zubereiten kannst, während die Blätter wie Spinat schmecken. Sorten wie ‚Lucullus' (weißstielig) oder ‚Bright Lights' (bunt) bringen Farbe ins Beet. Eine einzige Aussaat versorgt dich vom Sommer bis weit in den Herbst, oft sogar über einen milden Winter hinweg.
Pflegehinweise
Säe ab April direkt ins nährstoffreiche Beet und vereinzele die Pflanzen auf etwa 30 cm Abstand. Gieße gleichmäßig, denn Trockenheit macht die Stiele faserig. Ernte immer die äußeren Stiele samt Blatt und lass das Herz stehen, so treibt der Mangold über Monate immer wieder nach.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, nährstoffreich, durchlässig
Mangold mag tiefgründigen, humus- und nährstoffreichen Boden, der gut durchlässig ist und nicht zu Staunässe neigt. Lockere das Beet vor der Aussaat tief und arbeite reifen Kompost flach ein.
Gänsefußgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) mittelzehrend — rund 3 Jahre Pause reichen, vermeide direkte Abfolge innerhalb der Gruppe.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär, Apr, Jun, Jul, Aug
Im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost und etwas Hornspäne flach in den Boden einarbeiten. In der Hauptwachstumszeit von Juni bis August bei starker Ernte gelegentlich mit Brennnessel- oder Beinwelljauche nachhelfen. Stickstoffbetonte Düngung und frischen Mist vermeiden, sonst lagert das Erntegut mehr Nitrat ein.
Überwinterung
Schneide Stielmangold vor dem ersten Frost knapp über dem Boden zurück und schone dabei das Herz, dann decke den Wurzelstock dick mit Laub, Stroh oder Reisig ab und spanne ein Gartenvlies darüber. Im Kübel umwickelst du den Topf zusätzlich mit Jute oder Vlies und stellst ihn geschützt an eine Hauswand — rotstielige Sorten sind empfindlicher als weißstielige und brauchen besonders sorgfältige Abdeckung.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Stielmangold vermehrst du ausschließlich über Samen — vegetative Methoden gibt es bei dieser krautigen Pflanze nicht. Für eine frühe Ernte ziehst du ab Mitte Februar auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vor: Samen einzeln oder zu zweit 2–3 cm tief in Anzuchttöpfe stecken, bei 15–20 °C keimen sie in 10–14 Tagen. Beachte: Mangoldsamen sind „Knäuel" mit mehreren Keimlingen, du musst nach dem Auflaufen also vereinzeln. Ab Mitte April setzt du die vorgezogenen Pflänzchen ins Beet, Abstand ca. 30 × 20 cm. Alternativ säst du direkt ins Freiland: ab Mitte April (anfangs mit Vliesschutz) bis August, gestaffelt alle 3–4 Wochen für eine laufende Ernte.
Eigenes Saatgut: Stielmangold ist zweijährig und blüht erst im zweiten Jahr nach einem Kältereiz im Winter. Lass dafür ein paar kräftige Pflanzen überwintern — im Herbst die Stiele auf ca. 5 cm zurückschneiden, die Wurzel mit Mulch oder Reisig abdecken. Im Frühjahr treiben sie wieder aus und schießen. Stelle dann ab Mitte Juni die Ernte ein, damit sich Blüten und Samen bilden können. Ab September sind die Samen trocken und lassen sich leicht von den vertrockneten Stielen abstreifen; lege sie zum Nachtrocknen in ein Stoffsäckchen.
Wichtig für sortenechtes Saatgut: Mangold ist ein windbestäubter Fremdbefruchter und kreuzt sich mit allen anderen Beta-vulgaris-Pflanzen (Rote Bete, Zucker- und Futterrübe). Lass deshalb in der Nachbarschaft nur eine Sorte gleichzeitig blühen, halte großen Abstand zu anderen Beta-Pflanzen oder schütze die blühenden Pflanzen mit Vlies.
Mischkultur
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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